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Donnerstag, 18. Dezember 2014

Sektierertum im spirituellen Leben, Teil 6


Wie Srila Bhaktisiddhanta in seiner oben zitierten aussergewöhnlichen Feststellung hervorbebt, hat eine organisatorische Einrichtung, welche durch einen unkonventionellen Acharya, welcher aus der spirituellen Welt hinabgestiegen ist, gegründet wurde, über seine körperliche Abreise hinaus bestand oder auch nicht, aber seine ewigen Lehren sind das Leben und die Seele seiner Nachfolger, welche auch erst in tausend Jahren geboren werden mögen. Der Gita zufolge verschwand selbst die Schülernachfolge, welche von Krischna Selbst gegründet wurde, im Laufe der Zeit; mit Institutionen ist es nicht anders. Also macht es keinen Sinn, am Schatten oder an den Äusserlichkeiten der vier Wände einer Organisation festzuhalten, welche sowieso im Laufe der Zeit verschwinden wird, und deshalb auf diejenigen herabzuschauen, welche nicht Teil der eigenen Institution sind. Das, worauf es wirklich ankommt, sind die Lehren (Vani) der Acharyas, weil dadurch bleiben sie für immer auf diesem Planteten und leiten ihre Nachfolger an, welche auch äusserlich in einer anderen oder gar keiner Institution sein mögen.

Es stärkt die Mission von Srila Prabhupada und Gauranga, wenn es viele Missionen und Gesellschaften gibt, die Ihre Botschaft predigen. Denn falls etwas der einen Gesellschaft zustossen würde, können wenigstens die anderen fortfahren. Das war auch der Grund, warum Srila Prabhupada ISKCON und BBT getrennt hatte. Die wirkliche ISKCON ist nicht nur eine weltliche, rechtliche Gesellschaft aus Steinen und Mauern, sondern die Gesellschaft, in der die Lehren (Vani) von Srila Prabhupada, den Acharyas und Ihrer Herrschaften Sri Sri Nityananda-Gauranga umgesetzt und gepredigt werden. Srila Narada Muni, Srila Shukadev Goswami, Srila Bhaktivinoda Thakura usw sind in der wirklichen ISKCON, weil sie hunderprozentig im Gauranga-Krischna-Bewusstsein sind. Solange wir nicht hunderprozentig Gauranga-Krischna-bewusst sind, können wir nicht Teil der echten ISKCON sein. Die wirkliche ISKCON ist “krishna rasa bhavita matih” und voller Herrlichkeit, wie von Srila Rupa Goswani festgestellt wurde.

Eine Vaishnava Organisation zum Predigen sollte als einen der Äste der Gaudiya Parampara verstanden werden. Wenn sie aber darauf besteht, dass sie der einzige Zweig ist und die Gottgeweihten anderer Organisationen abweist, begeht sie ein Vergehen durch parteiische, intolerante und dogmatische sektiererische Überlegungen, welche zu Vaishnava Aparadha in grossem Umfang führen. Dies ist in der Vergangenheit wiederholt geschehen und jedermann kennt auch die Folgen davon. Deshalb sollte man sich davor scheuen, andere sogleich aus einem engstirnigen, intoleranten und sektiererischen Verständnis heraus zu kritisieren. Es sollte nicht zu einer Art von Angewohnheit oder Berauschung werden, sich damit zu beschäftigen, Gottgeweihte ausserhalb der eigenen Gruppe herabzuwürdigen. Man sollte an die ernsthaften Folgen denken, falls diejenige Person, welche herabgesetzt wird, ernsthaft den Wunsch hat, Guru und Gauranga zufriedenzustellen, auch wenn er scheinbar anders handelt oder predigt, in einer äusserlich anderen Gruppe, als diejenige, welche ihn kritisiert. Wenn man damit anfängt, sich innerhalb der Gruppe gegenseitig zu kritisieren, ist es ein Leichtes, dann schliesslich auch Gottgeweihte ausserhalb der Gruppe ebenfalls zu kritisieren, ohne sich im geringsten um ihre Beweggründe zu scheren. Sowohl innerliche wie äusserliche Schlammschlachten sollten nicht zu einem Bestandteil unseres spirituellen Lebens oder zu einer starken, unüberwindbaren Angewohnheit werden, sonst werden wir engstirnig und sektiererisch.

SCHLUSSFOLGERUNG: Man sollte deshalb Gemeinschaft mit Nityananda-Gauranga Bhaktas pflegen und von ihnen hören, und nicht auf der Basis eines solch weltlichen Verständnisses von Organisationen. Vielmehr sollte man darauf achten, wie schön sie die Anweisungen von Guru und Gauranga umsetzen, und wie viel Vertrauen sie in das Chanten der heiligen Namen von Nityananda, Gauranga und Hare Krischna haben.

 


Dienstag, 2. Dezember 2014

Sektierertum im spirituellen Leben, Teil 5


Ein Acharya wie Srila Prabhupada ist ein Jagadguru (universeller Meister), wie eine Sonne. Eine Sonne ist nie indisch, amerikanisch, chinesisch usw. Jeder kann sich in jedem Land im Sonnenlicht baden. Genauso kann jeder die Anweisungen und Predigen des Acharyas befolgen, um ihm und den Herrschaften Sri Sri Nityananda-Gauranga zu gefallen, und zwar überall auf der Welt, egal ob innerhalb der Gesellschaft, welche vom Acharya gegründet wurde, oder ausserhalb der Mauern dieser Gesellschaft oder in einer anderen Organisation. Die äusserliche Zugehörigkeit einer Person zu einer bestimmten Organisation hat überhaupt nichts damit zu tun, wie sie die Lehren und Anweisungen des erhabenen Acharyas praktisch umsetzt. Wie kann man nur versuchen, die Lehren eines Acharyas für die nächsten Zehntausend Jahre nur auf eine einzige Institution zu beschränken? Sind zum Beispiel die Lehren von Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur Prabhupada und dem siebten Goswami Srila Saccidananda Bhaktivinod Thakur nur auf die Gaudiya Math beschränkt? Nein, alle Gottgeweihten auf der ganzen Welt können diese hören, predigen und in ihren Leben umsetzen. Dasselbe gilt für Srila Prabhupadas Lehren.
Einige behaupten, man könne Srila Prabhupada nicht ausserhalb der ISKCON-Institution gefallen. Das ist dasselbe, wie wenn man sagen würde, dass man das Sonnenlicht nicht sehen kann, wenn man ein bestimmtes Land verlässt. Es ist auch wie wenn man sagt, dass keiner der Gottgeweihten von ISKCON Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur Prabhupad zufriedenstellen kann, weil sie in einer anderen Institution als der Gaudiya Math sind, derjenigen Institution, welche er ursprünglich gegründet hatte und von welcher er auch sagte, dass niemand sie verlassen soll. Wir wissen, dass dies nicht stimmt. Alle Gottgeweihten können die vorangegangenen Acharyas zufriedenstellen, indem sie ernsthaft ihren Lehren folgen, auch wenn sie in einer anderen oder gar keiner Institution sind.

Tatsächlich ist der wahre Geist des Acharyas dort, wo ein Gottgeweihter ernsthaft versucht, die Lehren des Acharyas zu befolgen und umzusetzen, egal ob innerhalb oder ausserhalb der Mauern einer Institution. Manchmal kann eine Person äusserlich innerhalb der vier Wände der vom Acharya gegründeten Institution sein, aber wenn man von den Anweisungen des Acharyas, der Meister, der Heiligen und der Schriften abweicht, kann man eigentlich gar nicht innerhalb der reinen Vaishnava-Gesellschaft sein, so wie das der Acharya vorgesehen hat. Das ist, was mit Krischna- oder Gauranga-Bewusstsein gemeint ist. Mauern können kein Bewusstsein haben, es befindet sich in den Herzen der Gottgeweihten. Die Treue gegenüber den Lehren eines Acharyas hat nichts mit Sekte oder Institution zu tun. 


 


Dienstag, 18. November 2014

Sektierertum im spirituellen Leben, Teil 4


Gemäss Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur Prabhupada haben keine äusserlichen Einrichtungen, Gesellschaften und Institutionen in dieser Welt für immer Bestand, tasächlich bestehen sie meistens nur während der Jahre, in denen der Begründer persönlich auf diesem Planeten anwesend ist oder einige Jahre oder Jahrzehnte darüber hinaus. Aber das Gauranga-Krischna-Bewusstsein ist nicht so, weil es die ewige Religion und Aufgabe der Seele in Beziehung zum Herrn Gauranga-Krischna ist, die verschiedenen Gesellschaften des Gauranga-Krischna-Bewusstseins mögen entstehen und vergehen, aber es wird für immer bleiben und über die nächsten zehntausend Jahre triumphieren.

ISKCON wurde von Srila Prabhupada auch als einen Teil der echten Gaudiya Math aufgebaut, weil Srila Prabhupada versucht hat, die Anweisungen seines spirituellen Meisters Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur Prabhupada zu befolgen, indem er die Gaudiya Math verliess und ISKCON gründete. Kann man sagen, weil der Name von ISKCON verschieden ist von Gaudiya Math, welche sein Guru ursprünglich gegründet hat, dass Srila Prabhupada seinen spirituellen Meister verlassen hat? Nein, denn das wäre das grösste Vergehen, weil alle Anstrengungen von Srila Prabhupada nur dazu dienten, seinem spirituellen Meister Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur Prabhupada zu gefallen.

Wir haben alle unsere Nachfolger und Gottgeweihten angewiesen, zu versuchen, mit allen Gaudiya Vaishnava-Institutionen so gut wie möglich zu kooperieren, wenn diese den Vorgang des regelmässigen Chantens der Nityananda und Gauranga Mantrarajas zusammen mit dem Hare Krischna Mahamantra akzeptieren. Wir haben von unseren Gottgeweihten verlangt, niemals die Predigeranstrengungen irgendeiner Vaishnava-Institution oder einzelnen Vaishnava-Gottgeweihten öffentlich oder privat herabzuwürdigen. Auch sind wir nicht daran interessiert, nur die Anzahl unserer Nachfolger zu erhöhen, und unsere Geweihten können frei alle Tempel besuchen und mit den Gottgeweihten und Gurus aller Vaishnava-Institutionen Gemeinschaft pflegen, solange es dort keine Herabwürdigung des erhabenen Vorgangs des Chantens der Nityananda und Gauranga Mantrarajas zusammen mit dem Hare Krischna Mahamantra gibt. Sogar wenn ein uneingeweihter Schüler, welcher von uns angeleitet wurde, wünscht, Einweihung von einem anderen ermächtigten spirituellen Meister in einer anderen anerkannten Gaudiya-Vaishnava-Institution anzunehmen, kann er das gerne tun.


Montag, 3. November 2014

Sektierertum im spirituellen Leben, Teil 3


„Ein Sannyasi sollte eine Institution haben, die dazu dient, das Krischnabewusstsein zu predigen.“ Srila Prabhupada, SB 7.13.34

Deshalb können, in der Linie vom Herrn Caitanya, sogar die Sannyasins überall über das Krischnabewusstsein reden, und wenn jemand wirklich geneigt ist, ein Schüler zu werden, wird ihn der Sannyasi immer annehmen. Der Punkt ist, das der Vorgang des Krischnabewusstseins ohne die Zunahme an Schülern nicht verbreitet wird.” (Srila Prabhupada im Nektar der Hingabe, Kap 7)

Die Vorstellung einer durchdacht organisierten Kirche, bedeutet das Ende einer lebendigen spirituellen Bewegung. Die grossen kirlichen Institutionen sind wie Deiche und Dämme, welchen den Strom aufhalten, welcher von so etwas aber nicht aufgehalten werden kann. Sie bezeichnen tatsächlich der Wunsch einer Masse, eine spirituelle Bewegung zu ihrem eigenen Zweck auszunutzen. Ebenso zeigen sie unmissverständlich das Ende der absoluten und bedingungslosen Führung des qualifizierten spirituellen Meisters an. Die Menschen dieser Welt kennen vorsorgliche Systeme, aber sie können keine Vorstellung vom ungeschützten positiven ewigen Leben haben. Ebenso kann es im herkömmlichen Sinne keine irdische Erfindung zum immerwährenden, ewigen Schutz des Lebens auf der weltlichen Ebene geben.” (Srila Bhaktisiddhanta Saraswati Thakur, Harmonist 29.7)



Samstag, 20. September 2014

Srila Prabhupada über Buchverteilung, Teil 3


Ansprache in Los Angeles am 20. Juni 1975:

Ich selbst habe keine Qualifikationen, ich habe nur versucht, meinen spirituellen Meister zufriedenzustellen. Das ist alles. Mein Guru sagte: “Wenn du zu Geld kommst, dann drucke Bücher.”
Es gab da ein persönliches Treffen, ein Gespräch, einige meiner wichtigsten Gottbrüder waren auch da. Das ganze war in Radha-Kund. Da sprach mein verehrter spiritueller Meister zu mir: “Seit wir diesen marmornen Bagh Bazaar Tempel haben, gibt es so viel Zwietracht, und jeder denkt: Wer wird in diesem Zimmer wohnen, und wer in jenem? Deshalb möchte ich diesen Tempel und den Marmor verkaufen, und einige Bücher drucken.” Ja, so habe ich das aus seinem Munde gehört, dass er von Büchern sehr begeistert ist. Und er hat mir selbst persönlich gesagt: “Wenn du zu Geld kommst, dann drucke Bücher.” Deshalb frage ich mit Nachdruck: “Wo sind die Bücher? Wo sind die Bücher? Wo sind die Bücher?” Bitte helft mir. Das ist mein Wunsch: Druckt so viele Bücher in so vielen Sprachen wie möglich, und verteilt sie auf der ganzen Welt. Dann wird sich das Krischna-Bewusstsein automatisch verbereiten.


Brief an Ajita, Bombay, 7.April 1974:
Schliesslich ist es meine erste Pflicht, Bücher über das Krischna-Bewusstsein zu veröffentlichen.


Brief an Bhagavan Vrindavan, 5. November 1972:
Drucke auf jeden Fall Bücher, verteile sie überall, das wird das beste Predigen sein. Was wird dein drei Minuten langes Predigen bewirken? Aber wenn sie ein Buch kaufen, könnte das ihr Leben verändern. Also mache das zu deiner wichtigen Aufgabe, unsere Bücher in französischer Sprache und anderen Sprachen zu drucken, und grossflächig zu verteilen, und das wird meinen spirituellen Meister erfreuen. Mach dir nichts draus, es braucht ein wenig Zeit, um voranzukommen, unser Vorgang ist langsam aber sicher, und wir sind überzeugt, dass wenn wir auf diese Weise fortfahren, wir eines Tages nach Hause gehen werden, zurück zu Gott.


Brief an Karandhara, Bombay, 27. September 1973:
Es erfreut mich zu sehen, dass unsere Literatur so grossflächig verteilt wird. Das war die Ursache der Zufriedenheit meines spirituellen Meisters. Er mochte es lieber, Bücher zu verteilen als Tempel zu bauen. Er hat mir persönlich geraten, Bücher zu drucken, falls ich etwas Geld habe.


Brief an Srutadeva, Mayapur, 24. Oktober 1974:
Ich denke, es ermutigt die Gottgeweihten, welche die Bücher verteilen. Hier in Mayapur hat mein spiritueller Meister eine Zeitschrift gedruckt. Es wurde nur für einige paisa verkauft. Manchmal, wann immer ein Brahmacari nach Navadvip ging und ein paar wenige Exemplare verkauft hat, sah ich, dass mein Guru sehr zufrieden war. Auch wenn der Brahmacari kein sehr wichtiges Mitglied war, war mein Guru sehr, sehr zufrieden mit ihm. Er hat mich persönlich unterwiesen, dass Bücher wichtiger seien als grosse Tempel. In Radha Kund sagte er mir, dass es, weil wir den grossen Marmortempel in Bhag Bazaar bauten, so viele Schwierigkeiten gab. Unsere Leute waren eifersüchtig darauf, wer nun in welchem Zimmer wohnen sollte. Er dachte es wäre besser, all den Marmor wegzunehmen und zu verkaufen und Bücher zu drucken. Er hat mir das persönlich gesagt. Deshalb lege ich immer so viel Wert auf die Buchverteilung. Es ist besser als Kirtan. Es ist besser als Chanten. Natürlich sollte das Chanten nicht aufhören, aber Buchverteilung ist der beste Kirtan.


Brief an Puranjana, Honolulu, 4. May 1976:
Wenn wir uns bemühen, und er ein Buch nach Hause nimmt, wird er eines Tages verstehen, was für ein wertvolles Wissen er erhalten hat. Es ist transzendentale Literatur.


Srimad Bhagavatam Klasse zu 1.5.9-11 in Neu Vrindavan, 6. Juni 1969:
Wenn ihr Bücher schreiben wollt, dann schreibt Bücher um den Herrn zu verherrlichen.

Na yad vacas citra-padam harer yasah.


Freitag, 5. September 2014

Srila Prabhupada über Buchverteilung, Teil 2

Erläuterung zum Caitanya Caritamrita 12.8:

Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur wollte soviele Bücher wie möglich drucken und sie in der ganzen Welt verteilen. Wir haben diesbezüglich unser Bestes versucht, und wir erhalten Resultate die unsere Erwartungen übertreffen.

Die Mission von Caitanya

Der Herr Caitanya Mahaprabhu wies Seine Schüler an, Bücher über die Wissenschaft von Krischna zu schreiben, eine Aufgabe, welche diejenigen, die Ihm nachfolgen, bis zum heutigen Tag weiterhin ausführen.

Unterhaltung vom 10. April 1977 in Bombay:

Prabhupada: Ja. Ich chante. Wenn ich nicht schreibe, chante ich. Selbstverständlich gibt es Ausnahmen. Was kann man gegen dieses körperliche Hinderniss tun? Ansonsten chante ich, oder ich lese Bücher, oder ich schreibe Bücher.

Brief an Upendra, Los Angeles, 6. August 1970:

Diese Dinge sind zu sehr eine ärgerliche Ablenkung für mich, ich möchte nur Zeit finden, Bücher zu schreiben, um damit meinen spiritueller Meister zufrieden zu stellen.

Srimad Bhagavatam, 8.1, Zusammenfassung:

Ich versuche ohne Unterlass Bücher zu veröffentlichen, wie es mein spiritueller Meister vorgeschlagen hat … Weder bin ich ein grosser Gelehrter noch ein grosser Gottgeweihter; ich bin nur ein demütiger Diener meines spirituellen Meisters, und ich versuche ihn durch das Veröffentlichen dieser Bücher so gut ich kann zu erfreuen, mit der Unterstützung meiner Schüler in Amerika.

Erläuterung zum Srimad Bhagavatam 10.2.31:

Deshalb ist es die Pflicht des Acharyas, Bücher zu veröffentlichen, welche den zukünftigen Interessenten helfen, die Praktik des Dienstes anzunehmen und fähig zu werden, durch Gottes Gnade zurück nach Hause zu Gott zu gelangen.

Prabhupada am 21 Februar 1976 in Mayapur in einem Vortrag zum Erscheinungstag von Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Gosvami Prabhupada:

Er (Srila Bhaktisiddhanta) fuhr fort dass “es keine Notwendigkeit gibt, viele Tempel zu errichten. Lieber veröffentlichen wir ein paar Bücher.” So hat er das gesagt. Er sagte: “Wir haben diese unsere Gaudiya Math in Ultadanga angefangen. Die Miete war sehr gering, und wenn wir 2 bis 250 Rupien auftreiben konnten, war das sehr gut und es ging weiter. Aber seit dieser J.V. Datta uns diesen Marmorstein Thakurabari gegeben hat, hat der Wettkampf zwischen den Schülern zugenommen, und deshalb mag ich es nicht mehr. Lieber würde ich den Marmor herausnehmen, verkaufen, und einige Bücher veröffentlichen.” Diesen Punkt habe ich aufgegriffen, und er hat mich auch speziell angewiesen, dass “wenn du zu Geld kommst, versuche Bücher zu veröffentlichen”. Durch seine Segnung wurde es mit eurer Mitarbeit zum Erfolg. Jetzt werden unsere Bücher auf der ganzen Welt verkauft, und es ist ein sehr zufriedenstellender Verkauf. Deshalb versucht euch an diesem speziellen Tag des Erscheinens von Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur an seine Worte zu erinnern, dass er wollte, dass viele Bücher über unsere Philosophie veröffentlicht werden, und dass sie speziell der englischsprachigen Bevölkerung zugänglich gemacht werden, weil Englisch jetzt die Weltsprache ist. Wir reisen in der ganzen Welt umher. Überall sprechen wir Englisch und es wird fast überall verstanden. Also verlange ich von meinen Schülern, die mit mir zusammenarbeiten, an diesem besonderen Tag des Erscheinens von Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur, ausdrücklich, zu versuchen, möglichst viele Bücher herauszugeben und auf der ganzen Welt zu verteilen. Dies wird sowohl Caitanya Mahaprabhu wie auch Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur gefallen. Ich danke euch vielmals.



Donnerstag, 7. August 2014

Bücher schreiben und verteilen


Die Bedeutung des Schreibens, Verlegens und Verbreitens von vedischer Literatur

Frage: Warum konzentrierst Du Dich mehr auf das Schreiben und Herausgeben von Büchern, als auf das Bauen von Tempeln?


Antwort von BR Sadhu Swami Gaurangapada:

Der Grund dafür ist, dass es die Anweisung aller meiner vorangegangenen Acharyas ist.

Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur: “Es gibt keinen bessere Lobpreisung und Dienst für Gott (bhajana und seva) als das Predigen durch das Schreiben.”

Es ist sicherlich nicht gut, wenn man Bücher schreibt, nur um Geld zu verdienen oder um des Ansehens Willen, aber Bücher zu schreiben und sie zu veröffentlichen, damit die Menschen erleuchtet werden, ist wirklicher Dienst am Herrn. Das war Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakurs Überzeugung und er hat seine Schüler ausdrücklich angewiesen, Bücher zu schreiben. Tatsächlich zog er es vor, Bücher herauszugeben, anstatt Tempel aufzubauen. Tempelbau ist für die breite Masse und spirituelle Neulinge, aber die Tätigkeit von fortgeschrittenen und ermächtigten Gottgeweihten ist es, Bücher zu schreiben, sie zu veröffentlichen und überall zu verteilen. Gemäss Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur ist Buchverteilung wie das Spielen auf einer grossen Trommel. (Caitanya Caritamrita Madhya-Lila 19.132)


Bücher herausgeben und verteilen ist wichtiger als Tempel zu bauen (Nektar der Hingabe Kapitel 7):

Ein Sannyasi sollte nicht davon begeistert sein, Tempel zu bauen. Wir können es im Leben von verschiedenen Acharyas der Linie von Sri Caitanya Mahaprabhu sehen, dass sie nicht so sehr davon begeistert waren, Tempel zu bauen. Wenn aber jemand kommt und seine Dienste anbietet, wird derselbe zurückhaltende Acharya den Diener dazu ermutigen, einen teuren Tempel zu bauen.

Ein echter spiritueller Meister sollte also nicht selbst die Verantwortung für den Tempelbau übernehmen, aber wenn jemand Geld hat, und es im Dienst für Krischna ausgeben möchte, braucht ein Acharya wie Rupa Goswami das Geld des Gottgeweihten, um einen schönen und teuren Tempel zu bauen um damit dem Herrn zu dienen. Ein spiritueller Meister muss vom Errichten von Tempelgebäuden im Namen vom sogenannten spirituellen Fortschritt nicht sehr begeistert sein. Vielmehr sollte seine erste und wichtigste Aktivität das Predigen sein. In diesem Zusammenhang empfiehlt Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur, dass ein spiritueller Meister Bücher drucken sollte. Wenn jemand vermögend ist, sollte er, anstatt teure Tempel zu bauen, sein Geld für das Veröffentlichen von anerkannten Büchern in verschiedenen Sprachen ausgeben, um die Bewegung für Krischnabewusstsein zu verbreiten.  



Donnerstag, 10. Juli 2014

Srila Bhaktisiddhanta Saraswati Thakur Prabhupada und andere Acharyas über das Chanten von Gauraanga


Frage: Es wird doch nirgendwo behauptet, man solle Krischnas Name weniger oft chanten als Gaurangas Name?

Antwort von BR Sadhu Swami Gaurangapada:

Es ist ausser Frage, dass ein heiliger Name weniger bedeutsam ist als der andere, denn beide sind die Namen derselben Persönlichkeit Gauranga Krischna. Wenn man aber die vergehensvolle Lage der Seelen im Kalizeitalter in Betracht zieht, wird erwähnt, dass die Namen von Nityananda Gauranga segensreicher sind.

Srila Prabhupada schreibt in der Erläuterung zum Caitanya Caritamrita Adi Lila 8.31: “Man sollte in diesem Zusammenhang zur Kenntnis nehmen, dass die Heiligen Namen Sri Krischnas und Gaurasundaras beide mit der höchsten Persönlichkeit Gottes identisch sind. Man sollte daher nicht denken, der eine Name sei mächtiger als der andere. Doch im Hinblick auf die Lage der Menschen im gegenwärtigen Zeitalter, ist das Chanten von Sri Caitanya Mahaprabhus Namen wichtiger als das Chanten des Hare Krischna Mahamantras; denn Sri Caitanya Mahaprabhu ist die grossherzigste Inkarnation, und seine Gnade kann sehr leicht erlangt werden.”

Beachte, dass hier Srila Prabhupada deutlich feststellt, dass das Chanten von Gaurangas Name wichtiger ist als das Chanten des Hare Krischna Mahamantras.

Der siebte Goswami Srila Sacchidananda Bhaktivinoda Thakura im Navadvipa-dhama-mahatmya Kap 1:

kali jivera aparadha asankhya durvara;
gauranga-nama vina tara nahika uddhara.

“Die Vergehen und Sünden der Lebewesen im Kali-Yuga sind unbegrenzt und unüberwindbar. Darum können die Seelen ohne das Chanten des barmherzigsten Namens von Gauranga nie erlöst werden.”

ANUBHASHYA ERLÄUTERUNG VON SRILA BHAKTISIDDHANTA SARASVATI THAKURA PRABHUPADA:

Bengali: krsna-nama aparadhera vicara karena, gaura-nityanandera name aparadhera vicara nai. aparadhi krsna-nama grahana karilei kakhanei naam-phala (krsna-prema) labha karena na. aparadhi thaka-kaleu gaura-nityanandera naam grahanakari naam karite karite aparadha mocanante naam-phala labha karena. ihara vicara o siddhanta ei je-gaura-nityanandera nikata krsna-vimukha sadhaka krsna unmukha haibara janya gamana karena. ara sadhanasiddha, anarthamukta krsnanmukera uccarya krsna-nama anarthayukta avasthaya kakhanei phala (krsna-prema)pradana kare na. gaura-nityananda anarthayukta jivera sevya-vastu haoyaya tahadera seva jivera krsnaseva apeksa adhiktara prayojaniya. sadhaka siksara apraptite siddhabhimane krsna-namera seva karite udyata haile tahara anarthaei asiya upasthita haya; kintu nitai-gaurera bhajane siddhabhimanera chalana na rakhiya anarthayukta avasthayeo jagadguru siksaka dvayera nikata upasthita haile tahara tahadigake anarthamukta karaiya tanhadigera svayam-rupa o svayam-prakasa svarupa uplabdhi karana. tahatei jivera svarupa-jnanera udaya haya.

“Das Hare Krischna Mahamantra berücksichtigt die Vergehen, während die heiligen Namen von Nityananda und Gauranga keine Vergehen kennen. Ein vergehensvoller Chanter wird nie die Frucht des Chantens (reine Liebe zu Krischna) erreichen, indem er nur das Hare Krischna Mahamantra chantet.”


DAS GRÖSSTE GEHEIMNIS:

Srila Bhaktisiddhanta fährt fort: “Deshalb sollte er, solange er Vergehen begeht, regelmässig die Namen von Nityananda und Gauranga chanten, welches die wichtigsten Namen (Grahanakari-Nama) für den Spiritualisten (Sadhaka) auf der Stufe des Chantens mit Vergehen (Anartha-Yukta) sind. Durch das wiederholte Chanten (Karite Karite) der Namen von Nityananda und Gauranga werden alle Vergehen zerstört, und er wird sehr rasch die Frucht des Chantens, reine Liebe zu Krischna, erlangen.”

Srila Bhaktisiddhanta Prabhupada: ”Das philosophische Prinzip hinter diesen Äusserungen ist folgendes: Der spirituelle Anwärter, welcher Krischna abgeneigt ist, nähert sich Nityananda und Gauranga, um von Krischna angezogen zu werden. Das Hare Krischna Mahamantra kann nur von einem spirituellen Praktizierenden (Sadhaka), welcher sich auf der vollkommenen Stufe (Sadhana-siddha) befindet, und frei ist von allen unerwünschten Eigenschaften (Anarthas), richtig ausgesprochen werden. Wenn Sadhakas, die voller Vergehen sind, nur das Mahamantra chanten, wird das Mahamantra ihnen nie Liebe zu Krischna geben.”

“Deshalb sind Nityananda und Gauranga und Ihre heiligen Namen die verehrungswürdigsten Herrschaften für diejenigen Seelen, welche voller Vergehen sind. Darum ist auch der Dienst gegenüber Ihren Namen, heiligen Orten und Spielen sogar passender und segensreicher für diese unglücklichen Seelen als der Dienst zu Krischna. Wenn der Sadhaka ohne ausreichende Anweisungen, stolz von sich selbst denkt, er sei auf der vollkommenen Stufe und versucht dem Hare Krischna Mahamantra unmittelbaren Dienst zu erweisen, indem er es chantet, ohne regelmässig die heiligen Namen von Nityananda und Gauranga zu chanten, werden die zehn Vergehen sicher auftreten und seinen Fortschritt zunichte machen. Andererseits, wenn der vergehensvolle Sadhaka seinen Stolz aufgibt und aufhört zu denken, er sei auf der vollkommenen Stufe, und auf diese Weise sich den Jagadgurus Nityananda und Gauranga annähert, Sie verehrt und Ihre Anweisungen befolgt, Ihre Spiele und Gottgeweihten annimmt, werden Sie ihn rasch von seinen Vergehen befreien und mit der Verwirklichung Ihrer eigenen Formen (Svarupas) von Svayam-Rupa (Gauranga) und Svayam-Prakasa (Nityananda) belohnen. Dann wird die Seele ihre eigene, naturgegebene Lage in der Beziehung zu Nityananda und Gauranga verstehen und so die höchste Vollkommenheit erlangen.”

Bengali: krsna-nama o gaura-nama,-ubhayei namira sahita abhinna. krsnke gaura apeksa laghu va sankirna baliya janile, uhake avidyara karya baliya janite haibe. prakrtapakse jivera prayojana-vicare sri gaura-nityanandera naam grahanera upayogita adhiktara. sri gaura-nityananda udara evam audaryera abhyantare madhura. krsnera udarta-kevala mukta, siddha asritajana ganera upara; gaura-nityanandera audarya-srote anarthayukta aparadhi jiva bhogamaya aparadhera haste haite mukta haiya gaura-krsnera pada-padma labha karena.

Srila Bhaktisiddhanta Prabhupada: “Die Namen von Krischna und Gauranga sind beide nicht verschieden von Gott. Diejenigen, welche denken, Krischna sei auf irgend eine Art niedriger oder begrenzter als Gauranga, befinden sich in völliger Unwissenheit.”

PRAYOJANA-VICARE- NÜTZLICHER

Srila Bhaktisiddhanta Prabhupada: “Aber aus praktischen (prayojana) Überlegungen in Anbetracht des zu erwartenden Segens für die gefallenen Seelen, ist das Chanten der Namen von Nityananda und Gauranga für alle Lebewesen nützlicher und hilfreicher. Die Gnade von Krischnas Name ist hauptsächlich nur für die befreiten und vollkommenen Seelen, die Ihm völlig hingegeben sind. Aber die Grossherzigkeit und Gnade von Nityanandas und Gaurangas Namen ist speziell für die Seelen, welche voller Vergehen, unerwünschter Eigenschaften (Anarthas) und Wünschen nach materieller Sinnesbefriedigung sind.”

“Das Chanten der Namen von Nityananda und Gauranga und Ihre Verehrung befreit die Seele sehr rasch von allen Vergehen, und so kann diese Seele bei den Lotusfüssen von Gauranga-Krischna Zuflucht nehmen.”




Mittwoch, 11. Juni 2014

Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur Prabhupada über spirituelle Führung

Frage: Also sollte man unter der Führung eines fortgeschrittenen Vaishnavas sein?

Antwort: Diese Führung kann auch indirekt (durch Vani) erfolgen, so wie von Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur Prabhupada beschrieben:

“Auch wenn man in dieser Welt nicht viele Gottgeweihte aus der spirituellen Welt trifft, so bestehen doch die Unterhaltungen und Spiele der Geweihten aus der Zeit von Mahaprabhu für immer in der Form von Büchern und Klang, und deshalb fühlen wir nicht so viel Schmerz wegen materieller Schwierigkeiten. Wenn wir hier in Gemeinschaft mit den Worten der spirituellen Welt leben, wird uns die Erinnerung dieser Gemeinschaft von der materiellen Not fernhalten.”

Mittwoch, 4. November 2009

2. Die höchste Herrlichkeit der Namen Nityananda und Gauranga (32.1)

.
(32) SOLLTE GAURANGA ALS GOTT VEREHRT WERDEN, OBWOHL ER IN DER GEMÜTSSTIMMUNG EINES GOTTGEWEIHTEN ERSCHIENEN IST?

Caitanya Bhagavata Madhya-Khanda 22.15-17:

nija murti sila saba kari nija kole;
apana prakase gauracandra kutuhale.

Gauranga sass auf dem Thron Vishnus, weil Er tatsächlich der Ursprung aller Vishnus ist. Er nahm all Seine Salagrama-Silas auf Seinen Schoss und offenbarte Sich voller Freude.

muni kali-yuge krishna muni narayana;
muni rama rupe kailun sagara bandhana.

Die höchste Persönlichkeit Gottes, Gauranga, erklärte: “Im Kali-Zeitalter bin ich Krischna und Narayana. Als Rama habe ich eine Brücke gebaut, um den Ozean zu überqueren.”

sutiya achilun ksira sagara bhitare
mora nidra bhangileka nadara hunkare

“Ich schlief im Milch-Ozean als Kshirodakashayi Vishnu in Meinem Yoga Nidra, aber mein Schlaf wurde durch das laute Schreien von Srila Advaita Acharya unterbrochen.”
Sri Caitanya Bhagavata, Madhya-Khanda 23.286-287:

akapate kshane kahaye apane
muni deba narayan
kamsasura mari' muni se kamsari
boli choliya baman

“Seine wahre Stimmung annehmend, erklärte Gauranga persönlich: “Ich bin Narayana. Als ich als Krischna den Dämon Kamsa tötete, wurde ich als Kansari bekannt. Ich war es, der zu Vamana wurde und Bali betrogen hat.”

setu-bandha kori rabana samhari
muni se raghaba-ray
koriya hunkar tattwa apanar
kohi' cari-dige ca'y

Gauranga fuhr fort: “Ich habe die Brücke über den Ozean gebaut. Ich habe Ravana getötet. Ich bin Ramacandra, der König der Raghavas.” Indem er laut die Wahrheit über Sich selbst verkündete, schaute Gauranga in alle vier Himmelsrichtungen.

"samharimu saba" bali' karaye hunkara
"muni sei, muni sei" bale bare-bara

Der Herr Gauranga brüllte: “Ich werde alle Atheisten und Dämonen persönlich töten, welche meine Geweihten belästigen oder verspotten.” Wiederholt rufte Er aus: “Ich bin die höchste Persönlichkeit Gottes.”

Sri Caitanya Bhagavata Adi-Khanda 6.61-62:

Ein anderer Brahmana sagte: “Ich bewahrte alle Zutatem um Vishnu zu verehren - Blumen, Durva Gras, Speisen, Sandelholz Paste, und das Sitzkissen des Herrn – am Ufer des Ganges auf. Als ich badete, setzte sich dein Sohn Gauranga auf das Sitzkissen des Herrn, ass die Speisen, bestrich Sich mit der Sandelholzpaste, schmückte Sich mit den Blumen und rannte davon. Dann sagte Er: “Warum bist du unzufrieden? Derjenige, für welchen du alle diese Zutaten vorbereitet hast, hat sich an ihnen erfreut.” ”

Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakura Prabhupada stellt in der Erläuterung zum Sri Chaitanya Bhagavata, Madhya Khanda 3.8-17, fest:

“Manchmal offenbarte Er voller Stolz Seine Opulenz, lachte und rufte aus: “Ich bin Er!” Wenn Gauranga Sich den Menschen als Gott offenbart, weicht das nicht von der Wahrheit ab. Aber wenn dämonische, vergehensvolle Menschen versuchen sich zu ruinieren, indem sie die Aussage “Jeder ist Gott” annehmen, werden sie nie einen Nutzen daraus ziehen.”

Sripada Ramanucharyas Entschlossenheit, alle Bewohner des Universum zu Gauranga Bhaktas zu machen im Sri Navadvipa Dhama Mahatmya Kapitel 15:

“Als er dies hörte, überflutete die Liebe zu Gauranga den besonnenen Ramanuja. Er sagte zum Herrn Jagannatha: “Herr, Deine Spiele sind wirklich erstaunlich. Die Schriften wissen nichts von Deiner Fülle. Warum wird das Gauranga-Lila nicht deutlich in den Schriften beschrieben? Wenn ich die Sruti und Puranas näher untersuche, kann ich jetzt alle Verse über Gauranga-Tattva sehen. Nachdem ich Deine Anweisungen erhalten habe, haben sich meine Zweifel verflüchtigt und die Süsse von Gaurangas Name und Spielen ist in meinem Herzen erwacht. Wenn du es mir befehlst, werde ich, nachdem ich Navadvipa besucht habe, Gauranga-Naam-Lila in allen drei Welten verkünden. Ich werde den Menschen aus den verborgenen Schriften den Beweis erbringen, und hingebungsvollen Dienst zu Gauranga im ganzen Universum einführen, und die Lebewesen aller drei Welten zu Gauranga Bhaktas machen. Bitte beauftrage mich, es jetzt zu tun.”

Kommentar von BR Sadhu Swami Gaurangapada:

Einige Gottgeweihte behaupten fälschlicher- und komischerweise, weil Gauranga Krischna in der Gemütsstimmung von Srimati Radharani ist, sollte man Ihn nur als den höchsten Vaishnava oder spirituellen Lehrer verehren, aber nicht als Gott selbst. Wenn dies aber der Fall wäre, hätte Gauranga die obengenannten Verse nicht gesprochen, weder Seine Stellung eröffnet, noch Seine Verehrung im Kali-Zeitalter eingeführt. Auch hätte er nicht Seine sechsarmige Form Nityananda und Srila Sarvabhauma gezeigt, noch Seine achtarmige Form dem Brahmanen, und auch nicht Seine universelle oder vierarmige Form Advaita Acharya, ebenso hätte Er Seine Yugala-Form von Radha-Krischna Srila Ramanada Raya nicht gezeigt, hätte Er nicht gewollt, dass Ihn die Gottgeweihten als Gott verehren. Da Er manchmal die Rolle eines Gottgeweihten und manchmal die von Gott spielte, mag Er äusserlich Seine scheinbare Unzufriedenheit über Seine eigene Verehrung zum Ausdruck gebracht haben, wenn Er in der Stimmung eines Gottgeweihten war. Aber soviele Male hat Er auch direkt Seine ursprüngliche Rolle als Gott gespielt. Alle Stimmungen von Gott sind ewig und können nicht verworfen, sondern müssen verehrt werden. In beiden Fällen, als Er sich den Gottgeweihten offenbart hat, haben ihn alle Seine Gefährten als den höchsten Herrn verehrt und Ihm als dem Höchsten erlesene Gebete dargebracht, wie man es überall im Sri Caitanya Bhagavata findet, der wichtigsten Schrift von Gauranga Dharma.

Es gibt einen Vers im Caitanya Bhagavata, welcher ganz klar aussagt, dass Gauranga in Seinen Spielen manchmal die Rolle von Gott selbst annimmt und manchmal die des höchsten Geweihten. Wenn Er in der Stimmung von Gott ist, unterweist Er jedermann, Seinen eigenen Namen zu chanten, und wenn Er in der Stimmung Seines Geweihten ist, unterweist Er jedermann Seinen Namen Krischna zu chanten. Also sollte man beide Anweisungen befolgen. Keine dieser Anweisungen sollte heruntergespielt oder ausgeschlagen werden. In den offenkundigen Spielen in dieser materiellen Welt hat Er oft die Rolle eines Gottgeweihten angenommen, da Er gekommen ist, um Hingabe zu Sich selbst zu lehren. In den nicht offenbarten und ewigen Spielen (Nitya Lila) der spirituellen Welt wird er hingegen immerzu von allen Bewohnern von Navadvipa und Vrindavana als die höchste Persönlichkeit Gottes verehrt, wie es von Srila Lochana Dasa Thakura im Sri Chaitanya Mangala beschrieben wird. Srila Narada Muni hat die Mahabhishekha von Gauranga Mahaprabhu persönlich gesehen, welche von Srimati Radharani und allen Gopis von Vrindavana einerseits, und Rukmini und allen Königinnen von Dvaraka andererseits, in Goloka ausgeführt wurde.

Wenn Gauranga nicht als Gott verehrt werden sollte, obwohl Er Gott selbst ist, warum haben dann Nityananda Prabhu, Advaita Acharya und alle grossen Gefährten Gaurangas wie Shiva, Brahma und die Halbgötter, Ihn wiederholt mit sechzehn Zutaten (shodasha seva) verehrt, und kühn und ausdrücklich der Welt in allen Schriften verkündet, man soll Gauranga als die höchste Persönlichkeit Gottes annehmen und verehren, und Seinen Namen immerfort chanten?

Warum haben alle Acharyas Bildgestalten von Gauranga und Sri Sri Nityananda-Gauranga installiert und ihre Nachfolger unterwiesen, diese auf die gleiche Weise wie Sri Sri Radha-Krischna und Krischna-Balarama zu verehren und zu bedienen? Weil sie völlig nicht-verschieden sind, Sie sind die gleichen Persönlichkeiten und sollten wie Gott verehrt werden, weil Sie Gott sind.

2. Die höchste Herrlichkeit der Namen Nityananda und Gauranga (31)

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(31) SEKTIERERTUM IM SPIRITUELLEN LEBEN

Srila Bhaktivinod Thakur im Krischna Samhita 8.22, Vers und Erläuterung stammen von ihm:

sampradaya-virodho 'yam davanalo vicintyate

“Das elfte Hinderniss für die Vaishnavas ist das Sektierertum, welches die Form eines Waldbrandes annimmt. Durch Sektierertum kann eine Person jemand ausserhalb der eigenen Gruppe nicht als einen Vaishnava annehmen, und als Folge davon ist er mit vielen Hindernissen auf der Suche nach einem spirituellen Meister und der Gemeinschaft mit ernsthaften Gottgeweihten konfrontiert. Deshalb muss der Waldbrand unbedingt durch Aufgabe dieser Haltung gelöscht werden.”

Srila Prabhupada schreibt: “Krishnadas Kaviraja Goswami respektiert alle Prediger der Bewegung von Caitanya Mahaprabhu gleichermassen, welche mit den Ästen eines Baumes verglichen werden. ISKCON ist einer dieser Äste.” (Caitanya Caritamrita Adi-Lila 10.7, Erläuterung)

“Es gibt viele Gesellschaften und Gemeinschaften von reinen Gottgeweihten, und wenn jemand mit nur wenig Glaube anfängt, in solch einer Gesellschaft Gemeinschaft zu pflegen, wird sein Fortschritt zu reinem hingebungsvollem Dienst rasch erfolgen.” (Nektar der Hingabe, Kapitel 19, Seite 41)

“Gruppendenken – der grosse Feind der Wahrheit – wird den Wahrheitssuchenden immer verwirren, welcher die Wahrheit in den religiösen Schriften seines Landes sucht, und ihn glauben lassen, dass die absolute Wahrheit nirgendwo ausser in seinen alten religiösen Schriften zu finden sei.” (Srila Bhaktivinod Thakur)

“Bezüglich der Schülernachfolge von Arjuna her kommend, bedeutet Schülernachfolge nicht unbedingt, dass man offiziell eingeweiht werden muss. Schülernachfolge bedeutet, die Schlussfolgerung der Jünger anzunehmen.” (Srila Prabhupada in einem Brief an Dinesh, Tittenhurst, 31.Oktober 1969)

“Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakura Prabhupada erklärt, dass es zwei Arten von Schülernachfolge gibt: Bhagavata und Pancaratriki. Pancaratriki bedeutet die Linie vom Guru zum Jünger, oder Vater zum Sohn, aber die Essenz könnte verloren gehen. Dahingegen kann jemand in der Bhagavata parampara weit entfernt wohnen und nicht formell von einem Guru eingeweiht sein, aber er hat den Geist von Caitanya verstanden. Die Pancaratriki parampara wird unausweichlich im Laufe der Zeit zerfallen.” (Aus dem bald erscheinenden Buch von Bhakti Vikasa Maharaja über Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakura Prabhupada)

“Ein Sannyasi sollte eine Institution haben, deren Ziel das Predigen vom Krischnabewusstsein ist.” Srimad Bhagavatam 7.13.34

“Als Kesava Bharati zu Ihm nach Hause kam, fragte ihn der Herr, ob er Ihm den Lebensstand der Entsagung gewähren möge. Das war eine Formsache. Der Lebensstand der Entsagung muss von einem anderen Sannyasi angenommen werden.” (Srila Prabhupada in der Einleitung zum Bhagavatam)

“Von all diesen ist der Lebensstand der Entsagung, der Stand eines Sannyasis, der höchste von allen, und der Sannyasi ist der rechtmässige spirituelle Meister der anderen Stände und Abteilungen.” (Bhagavatam 1.3.13 Erläuterung)

Caitanya Caritamrita Adi-Lila 17.265, Erläuterung: “Von allen spirituellen Ständen ist der Stand des Sannyasa der höchste. Deshalb ist der Sannyasi der spirituelle Meister aller Varnas und Ashramas, und auch von einem Brahmana wird erwartet, dass er einem Sannyasi Ehrerbietung darbringt.”

“Man ist verpflichtet, einem Sannyasi Respekt zu zollen, weil ein Sannyasi als der Meister aller Varnas und Ashramas angesehen wird.” (Einleitung zum Bhagavatam S.15)

“Jemand, der ein Haushälter ist, aber von einem Sannyasi eingeweiht wurde, ist verpflichtet, das Krischnabewusstsein zu Hause zu verbreiten ... Es gibt vielfältige Literatur um das Krischnabewusstsein zu verbreiten, und es ist die Pflicht eines jeden Haushälters von seinem spirituellen Meister über Krischna zu lernen.” (Bhagavatam 3.21.31, Erläuterung)

“Im Varnasrama-System wird der Sannyasi, oder derjenige im Lebensstand der Entsagung, als Oberhaupt oder spiritueller Meister aller gesellschaftlichen Stellungen und Stände angesehen.” Bhagavat Gita 16.1-3, Erläuterung)

“Darum können die Sannyasis in der Linie von Caitanya Mahaprabhu überall vom Krischnabewusstsein sprechen, und wenn jemand aufrichtig gewillt ist ein Schüler zu werden, wird ihn der Sannyasi sicher annehmen. Ohne die Schülerzahl zu vermehren, kann das Krischnabewusstsein nicht verbreitet werden.” (Srila Prabhupada im Nektar der Hingabe, Kapitel 7)

“Der Gedanke einer organisierten Kirche in einer verständlichen Form, ist tatsächlich das Ende einer lebendigen spirituellen Bewegung. Die grossen kirchlichen Einrichtungen sind wie die Deiche und Dämme, welche den Strom aufhalten sollen, welcher durch solche Vorrichtungen nicht gehalten werden kann. Sie sind vielmehr ein Ausdruck des Wunsches seitens der Masse, eine spirituelle Bewegung für ihre eigenen Zwecke auszunützen. Sie zeigen auch unzweifelhaft das Ende der absoluten und unkonventionellen Führung des ermächtigten spirituellen Lehrers auf. Die Menschen dieser Welt verstehen vorsorgliche Systeme, sie können keine Ahnung vom unvorbereiteten, positiven ewigen Leben haben. Auch kann es keine irdische Erfindung geben, um das Leben ewig auf dieser weltlichen Ebene für die Masse zu erhalten.” (Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur, Harmonist 29.7)

“Warum gibt es diese Politik? Das ist nicht gut. Wenn die Politik anfängt, wird das Predigen zum Stillstand kommen. Das ist die Schwierigkeit. Sobald es Politik gibt, wird alles zerstört.” (Klasse von Srila Prabhupada am 30.September 1975)

“Wir sollten vorsichtig sein mit Machtkämpfen. Unser alleiniges Ziel sollte sein, dass ein jeder Gottgeweihter sich ganz Krischna hingibt, dann wird alles gut gehen.” (Klasse von Srila Prabhupada vom 19.Juli 1973)

Kommentar von BR Sadhu Swami Gaurangapada:

Ein Acharya wie Srila Prabhupada ist ein Jagadguru, genau wie die Sonne. Die Sonne ist nie indisch, amerikanisch, chinesisch u.s.w. Jeder kann sich in jedem Land im Sonnenlicht sonnen. Genauso kann jeder überall auf der Welt den Anweisungen des Acharyas folgen und predigen, um ihn und die Herrschaften Sri Sri Nityananda-Gauranga zufrieden zu stellen, ungeachtet ob er offiziell innerhalb der Gesellschaft ist, welche dieser Acharya gegründet hat, oder ausserhalb von ihr, oder auch in einer anderen Organisation. Die äusserliche Zugehörigkeit zu einer bestimmten Organisation hat überhaupt nichts mit der praktischen Anwendung der Lehren und Anweisungen des erhabenen Acharyas zu tun.

Tatsächlich ist die wirkliche und wahre Gesellschaft des Acharyas da zu finden, wo ein Gottgeweihter ernsthaft versucht den Lehren des Acharyas zu folgen, ob innerhalb oder ausserhalb der vier Wände einer Institution. Manchmal mag eine Person äusserlich innerhalb der vier Wände der Organisation, welche vom Acharya gegründet wurde, sein, aber wenn man abweicht von den Anweisungen vom spirituellen Lehrer, den Heiligen und den Schriften (guru, sadhu, shastra) kann man nicht wirklich in der reinen Vaishnava Gesellschaft sein, wie es vom Acharya vorgesehen war. Das ist was mit Krischna- oder Gauranga- Bewusstsein gemeint ist. Wände haben kein Bewusstsein, es ist in den Herzen der Gottgeweihten. Die Treue zu den Lehren eines Acharyas ist keine sektiererische Erscheinung. Auch sollte man zuerst sein Haus reinigen, bevor man behauptet, dass niemand ausserhalb des Hauses rein sein kann.
Wie Srila Bhaktisiddhanta in seinem aussergewöhnlichen, obengenannten Zitat aufzeigt, mag eine organisatorische Einrichtung, geschaffen von einem unkonventionellen Acharya, welcher von der spirituellen Welt hinabgestiegen ist, in seiner körperlichen Abwesenheit bestehen oder auch nicht; aber seine ewigen Lehren sind in Wahrheit das Leben und die Seele seiner Nachfolger, welche auch erst in tausend jahren geboren werden mögen. Der Bhagavat Gita zufolge, wurde sogar die Parampara, welche von Krischna selbst angefangen wurde, durch den Zerfall der Zeit unterbrochen. Also macht es keinen Sinn, einfach an den Schatten oder den äusserlichen vier Wänden einer Organisation festzuhalten, welche sowieso vom Zahn der Zeit verwittert wird. Was man wirklich beachten muss, ist das Vani der Acharyas. Weil sie durch dieses Mittel ewiglich in dieser Welt bleiben um ihre Nachfolger zu führen, welche vielleicht äusserlich in einer anderen oder gar keiner Organisation sind.

Eine Vaishnava Organisation zum Predigen sollte als einen der Äste der Gaudiya Parampara verstanden werden. Wenn sie aber darauf besteht, dass sie der einzige Zweig ist und die Gottgeweihten anderer Organisationen abweist, begeht sie die grössten Vergehen durch parteiische, intolerante und dogmatische sektiererische Überlegungen, welche zu Vaishnava Aparadha in grossem Umfang führen. Dies ist in der Vergangenheit wiederholt geschehen und jedermann kennt auch die Folgen davon. Aber immer noch scheinen Menschen nicht von ihren eigenen Fehlern oder den Fehlern anderer aus der Vergangenheit zu lernen und deshalb scheuen sie nicht davor zurück, andere sogleich zu kritisieren, aus einem engstirnigen, intoleranten und sektiererischen Verständnis heraus. Tatsächlich wurde es zu einer Art von Angewohnheit oder Berauschung, sich damit zu beschäftigen, Gottgeweihte ausserhalb der eigenen Gruppe herabzuwürdigen. Niemand denkt an die ernsthaften Folgen, falls diejenige Person, welche herabgesetzt wird, ernsthaft den Wunsch hat, Guru und Gauranga zufriedenzustellen, auch wenn er scheinbar anders handelt oder predigt, in einer äusserlich anderen Gruppe, als diejenige, welche ihn kritisiert. Aber es erstaunt nicht, da man sich sogar innerhalb der Gruppe gegenseitig kritisiert, also kann man offensichtlich auch erwarten, dass sie jeden ausserhalb der Gruppe oder diejenigen welche die Gruppe verlassen, ebenfalls kritisieren, ohne sich im geringsten um die Beweggründe zu kümmern. Sowohl innerliche wie äusserliche Schlammschlachten werden zu einem Bestandteil des Lebens oder zu einer starken, unüberwindbaren Angewohnheit in diesen engstirnigen, weltlichen Gruppierungen.

SCHLUSSFOLGERUNG: Man sollte deshalb Gemeinschaft mit Gauranga Bhaktas pflegen und von ihnen hören, und nicht auf der Basis eines solch weltlichen Verständnisses von Organisationen. Vielmehr sollte man auf ihr Festhalten an den Lehren von Guru-Sadhu-Shastra achten und wie schön sie die Anweisungen von Guru und Gauranga umsetzen, und wie viel Vertrauen sie in das Chanten der heiligen Namen von Nityananda, Gauranga und Hare Krischna haben.

2. Die höchste Herrlichkeit der Namen Nityananda und Gauranga (27.5)

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Krischnas Name und Gaurangas Name sind gleich, aber es gibt doch einige Unterschiede:

1. Beim Chanten von Krischnas Name sollte man zehn Vergehen vermeiden, während bei Gaurangas Name keine Vergehen berücksichtigt werden.

2. Zwar ist Krischna Gauranga, aber Gauranga ist Audarya Vigraha. Im Navadvipa Dhama Mahatmya wird gesagt, dass wenn man Krischna ohne Gauranga verehrt, die Gottesliebe (Krischna Prema) nur nach einer sehr langen Zeitspanne kommt, aber wenn man Gauranga zusammen mit Krischna verehrt, dann wird Krischna Prema schon nach kurzer Zeit kommen.

Diejenigen, welche behaupten, dass das Krischna-Mantra alles enthält, und deshalb sei es nicht nötig, das Gauranga-Mantra zu chanten, sollten sich überlegen, warum das Obengenannte in den Schriften steht. Das wahre Verständnis ist, dass Krischna Prema sehr rasch durch das Chanten von Gaurangas Name erreicht werden kann. Wenn nur Krischnas Name ohne Gaurangas Name gechantet wird, dann dauert es gemäss dem Weisen Narada und Pushkara Tirtha im Navadvipa Dhama Mahatmya Millionen und Abermillionen von Jahren, um Krischna Prema zu erwecken.

Warum heisst es, dass mit dem Chanten von Gaurangas Namen, zusammen mit Krischnas Namen, Krischna Prema sehr schnell erlangt wird? Weil Gaurangas Name alle Arten von Vergehen gegen den heiligen Namen von Krischna auslöscht.

“namaaparaadham sakalam vinasya
chaitanya naamasrita maanavaanaam”

3. Nityananda Prabhu sagt, dass in Vrindavana vergehensvolle Menschen bestraft werden, sie aber in Navadvipa Krischna Prema erhalten.

4. Im Anubhasya Kommentar zum Caitanya Caritamrita sagt Srila Bhaktisiddhanta Saraswati Thakur, dass obwohl Krischnas und Gaurangas Namen nicht verschieden sind, so zeigt sich doch Krischnas Name gegenüber befreiten Seelen gnädig, und Gaurangas Name ist gnädig zu gefallenen und vergehensvollen Lebewesen. Deshalb empfiehlt er, Nityanandas und Gaurangas Namen zu chanten.

Wir müssen abwägen, ob es wohl für die gefallensten Seelen des Kali-Zeitalters ausreicht, wenn sie das Pancha tattva Mantra dreimal vor dem Kirtan und einmal vor dem Hare Krischna Mantra chanten.

Wenn Prabhupada sagte, wir sollen Krischnas Name chanten, hat er immer das Hare Krischna Mantra gemeint, aber wenn er sagte, wir sollen Gaurangas Name chanten, hat er immer das Gauranga Mantra gemeint, und nicht das Pancha Tattva Mantra. Das wird aus der Tatsache ersichtlich, dass er sagte, man soll Gaurangas Name immer chanten, aber nicht das Pancha tattva Mantra, welches nur dreimal vor dem Kirtan und einmal vor jeder Runde Hare Krischna Mahamantra gechantet werden soll.

Alle anerkannten Vaishnava Mantras können auf der Tulasi-Gebetskette gechantet werden. Wenn Gottgeweihte von Narashima das Narashima-Mantra auf der Gebetskette chanten können, Gottgeweihte von Rama das Rama Mantra auf der Gebetskette chanten und Gottgeweihte von Narayana das Narayana Mantra auf der Gebetskette chanten können, warum sollten dann Gottgeweihte von Gauranga Mahaprabhu, welche ausschliesslich Gauranga verbunden sind, nicht das äusserst echte und erhabene Gauranga Mantra auf der Gebetskette chanten? Vor allem wenn man bedenkt, dass Gauranga der letztendliche Ursprung aller obengenannten Vishnu-Tattvas und die höchste Persönlichkeit Gottes ist.

Srila Prabhupada sagt, dass Christen und andere Menschen, auch die echten Namen von Gott, welche in ihrer Religion bekannt sind (Christus, Allah u.s.w.), auf der Gebetskette chanten können. Bitte vergleiche dazu das Buch “Die Schönheit des Selbst”. Warum sollte also Srila Prabhupada etwas gegen das Chanten von Gaurangas Name auf der Gebetskette haben, wenn er doch eigens gekommen ist, um Gaurangas Name auf der ganzen Welt zu predigen, gemäss seinen eigenen Worten in diesem Buch?

Montag, 6. Juli 2009

2. Die höchste Herrlichkeit der Namen Nityananda und Gauranga(20.2)

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Srila Bhaktisiddhanta Prabhupada: "Das philosophische Prinzip hinter diesen Äusserungen ist folgendes: Der spirituelle Anwärter, welcher Krischna abgeneigt ist, nähert sich Nityananda und Gauranga, um von Krischna angezogen zu werden. Das Hare Krischna Mahamantra kann nur von einem spirituellen Praktizierenden (Sadhaka), welcher sich auf der vollkommenen Stufe (Sadhana-siddha) befindet, und frei ist von allen unerwünschten Eigenschaften (Anarthas), richtig ausgesprochen werden. Wenn Sadhakas, die voller Vergehen sind, nur das Mahamantra chanten, wird das Mahamantra ihnen nie Liebe zu Krischna geben."

“Deshalb sind Nityananda und Gauranga und Ihre heiligen Namen die verehrungswürdigsten Herrschaften für diejenigen Seelen, welche voller Vergehen sind. Darum ist auch der Dienst gegenüber Ihren Namen, heiligen Orten und Spielen sogar passender und segensreicher für diese unglücklichen Seelen als der Dienst zu Krischna. Wenn der Sadhaka ohne ausreichende Anweisungen, stolz von sich selbst denkt, er sei auf der vollkommenen Stufe und versucht dem Hare Krischna Mahamantra unmittelbaren Dienst zu erweisen, indem er es chantet, ohne regelmässig die heiligen Namen von Nityananda und Gauranga zu chanten, werden die zehn Vergehen sicher auftreten und seinen Fortschritt zunichte machen. Andererseits, wenn der vergehensvolle Sadhaka seinen Stolz aufgibt und aufhört zu denken, er sei auf der vollkommenen Stufe, und auf diese Weise sich den Jagadgurus Nityananda und Gauranga annähert, Sie verehrt und Ihre Anweisungen befolgt, Ihre Spiele und Gottgeweihten annimmt, werden Sie ihn rasch von seinen Vergehen befreien und mit der Verwirklichung Ihrer eigenen Formen (Svarupas) von Svayam-Rupa (Gauranga) und Svayam-Prakasa (Nityananda) belohnen. Dann wird die Seele ihre eigene, naturgegebene Lage in der Beziehung zu Nityananda und Gauranga verstehen und so die höchste Vollkommenheit erlangen.”

Bengali: krsna-nama o gaura-nama,-ubhayei namira sahita abhinna. krsnke gaura apeksa laghu va sankirna baliya janile, uhake avidyara karya baliya janite haibe. prakrtapakse jivera prayojana-vicare sri gaura-nityanandera naam grahanera upayogita adhiktara. sri gaura-nityananda udara evam audaryera abhyantare madhura. krsnera udarta-kevala mukta, siddha asritajana ganera upara; gaura-nityanandera audarya-srote anarthayukta aparadhi jiva bhogamaya aparadhera haste haite mukta haiya gaura-krsnera pada-padma labha karena.

Srila Bhaktisiddhanta Prabhupada: “Die Namen von Krischna und Gauranga sind beide nicht verschieden von Gott. Diejenigen, welche denken, Krischna sei auf irgend eine Art niedriger oder begrenzter als Gauranga, befinden sich in völliger Unwissenheit.”

PRAYOJANA-VICARE- NÜTZLICHER

Srila Bhaktisiddhanta Prabhupada: “Aber aus praktischen (prayojana) Überlegungen in Anbetracht des zu erwartenden Segens für die gefallenen Seelen, ist das Chanten der Namen von Nityananda und Gauranga für alle Lebewesen nützlicher und hilfreicher. Die Gnade von Krischnas Name ist hauptsächlich nur für die befreiten und vollkommenen Seelen, die Ihm völlig hingegeben sind. Aber die Grossherzigkeit und Gnade von Nityanandas und Gaurangas Namen ist speziell für die Seelen, welche voller Vergehen, unerwünschter Eigenschaften (Anarthas) und Wünschen nach materieller Sinnesbefriedigung sind.”

“Das Chanten der Namen von Nityananda und Gauranga und Ihre Verehrung befreit die Seele sehr rasch von allen Vergehen, und so kann diese Seele bei den Lotusfüssen von Gauranga-Krischna Zuflucht nehmen.”

Im Amrita Pravaha Bhashya zur Einleitung vom Caitanya-Caritamrita (CC) Adi-Lila Kap. 8, schreibt Srila Bhaktivinoda:

ihate bujhite haibe ye, naamparadhira sattvika vikaradi kevala chalamatra
yini akapate Chaitanya-nityaanandera naam laiya ananda prakaza karena,
prabhudvaya taghara hrdayake saksat niraparadha karena

“Wir sollten sachlich verstehen, dass die ekstatischen Symptome, welche von einem vergehensvollen Chanter des Hare Krischna Mahamantras offenbart werden, nur eine Zurschaustellung oder ein Betrug sind. Die beiden Herrschaften Nityananda und Gauranga reinigen nur das Herz einer Person, welche Nityananda und Gauranga chantet und machen es vergehensfrei, und Sie tun dies voller Freude.”

2. Die höchste Herrlichkeit der Namen Nityananda und Gauranga(20.1)

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(20) DAS GEHEIMNIS ALLER GEHEIMNISSE

Beim Chanten der Nityananda- und Gauranga- Mantrarajas gibt es keine Vergehen. Indem man sie einfach chantet, wird Gottesliebe erweckt und Tränen der Glückseligkeit strömen aus unseren Augen.

Sri Caitanya Caritamrita Adi-Lila 8.31:

Chaitanya-nityanande nahi esaba vicara,
nama laite prema dena, vahe asrudhara

“Wenn aber jemand die heiligen Namen von Gauranga und Nityananda mit ein wenig Vertrauen chantet, wird er sehr schnell von allen Vergehen gereinigt. Da beim Chanten der Namen von Nityananda und Gauranga keine Vergehen berücksichtigt werden, kann man sehr schnell auf die Stufe der Liebe zu Gott gelangen, nur indem man Ihre Namen chantet und die Tränen der reinen Liebe zu Krishna werden aus den Augen fliessen.”

ANUBHASHYA ERLÄUTERUNG VON SRILA BHAKTISIDDHANTA SARASVATI THAKURA PRABHUPADA:

Bengali: krsna-nama aparadhera vicara karena, gaura-nityanandera name aparadhera vicara nai. aparadhi krsna-nama grahana karilei kakhanei naam-phala (krsna-prema) labha karena na. aparadhi thaka-kaleu gaura-nityanandera naam grahanakari naam karite karite aparadha mocanante naam-phala labha karena. ihara vicara o siddhanta ei je-gaura-nityanandera nikata krsna-vimukha sadhaka krsna unmukha haibara janya gamana karena. ara sadhanasiddha, anarthamukta krsnanmukera uccarya krsna-nama anarthayukta avasthaya kakhanei phala (krsna-prema)pradana kare na. gaura-nityananda anarthayukta jivera sevya-vastu haoyaya tahadera seva jivera krsnaseva apeksa adhiktara prayojaniya. sadhaka siksara apraptite siddhabhimane krsna-namera seva karite udyata haile tahara anarthaei asiya upasthita haya; kintu nitai-gaurera bhajane siddhabhimanera chalana na rakhiya anarthayukta avasthayeo jagadguru siksaka dvayera nikata upasthita haile tahara tahadigake anarthamukta karaiya tanhadigera svayam-rupa o svayam-prakasa svarupa uplabdhi karana. tahatei jivera svarupa-jnanera udaya haya.

“Das Hare Krischna Mahamantra berücksichtigt die Vergehen, während die heiligen Namen von Nityananda und Gauranga keine Vergehen kennen. Ein vergehensvoller Chanter wird nie die Frucht des Chantens (reine Liebe zu Krischna) erreichen, indem er nur das Hare Krischna Mahamantra chantet.”

DAS GRÖSSTE GEHEIMNIS:

Srila Bhaktisiddhanta fährt fort: “Deshalb sollte er, solange er Vergehen begeht, regelmässig die Namen von Nityananda und Gauranga chanten, welches die wichtigsten Namen (Grahanakari-Nama) für den Spiritualisten (Sadhaka) auf der Stufe des Chantens mit Vergehen (Anartha-Yukta) sind. Durch das wiederholte Chanten (Karite Karite) der Namen von Nityananda und Gauranga werden alle Vergehen zerstört, und er wird sehr rasch die Frucht des Chantens, reine Liebe zu Krischna, erlangen.”

2. Die höchste Herrlichkeit der Namen Nityananda und Gauranga(16-18)

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(16)GROSSE ACHARYAS HABEN DAS NITYANANDA MANTRARAJA IMMERZU GECHANTET

Sri Caitanya Caritamrita Adi-Lila 11.33:

navadvipe purusottama pandita mahasaya,
nityananda-name yanra mahonmada haya

“Purusottama Pandita, ein Bewohner von Navadvipa, war Krischnas achter gopala, Stoka-Krischna in Vrindavan. Er wurde fast verrückt, sobald er das Nityananda Mantraraja chantete oder hörte.”

Sri Caitanya Caritamrita Adi-Lila 11.34:

balarama dasa--krsna-prema-rasasvadi,
nityananda-name haya parama unmadi

“Balarama dasa hat den Nektar der Liebe zu Krischna immer ganz gekostet. Er wurde total verrückt durch das fortwährende Chanten und Hören des Nityananda Mantrarajas.”

nityananda bali yabe karena hunkara,
taha dekhi' lokera haya maha-camatkara

“Minaketana Ramadasa, war der Gefährte von Nityananda, welcher immerzu das Nityananda Mantraraja laut ausrufte; und die Leute um ihn herum, welche das hörten, wurden von Erstaunen erfasst, weil sie mit reiner Liebe erfüllt wurden.”


(17) DURCH DAS CHANTEN DER NITYANANDA- UND GAURANGA-MANTRARAJAS WERDEN DIE FOLGEN VON SÜNHAFTEN TATEN VON UNZÄHLIGEN LEBEN SOFORT VERNICHTET

Sri Navadvipa-dhama-mahatmya, Kap 1:

gauranga-nitai yei bale eka bara;
ananta karama-dosa anta haya tara.

“Die vom Glück begünstigte Person, welche die Nityananda- und Gauranga-Mantrarajas chantet, zerstört unzählige Folgen sündhafter Handlungen von unbegrenzten vergangenen Leben.”


(18) DAS GANZE UNIVERSUM WIRD DURCH DAS CHANTEN UND HÖREN DES NITYANANDA-MANTRARAJAS GEREINIGT

Caitanya-Bhagavata Madhya 3.134:

vanik adhama murkha ye karila para
brahmanda pavitra haya naam laile yanra

“Das ganze Universum wird durch das Chanten des Namens von Nityananda gereinigt, weil nur Er die Gefallenen, die Verrückten und Händler befreite.”

Erläuterung von Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakura Prabhupada:

[...] nityanandera prabhura naam shravana karile jagatera sakala lokera papa-pravrtti prashamita haiya pavitra tara udaya haya. vanik, adhama, murkha-iharau pavitra haiya brahmajna u bhagavad-bhakta hana.

“Nur durch das Chanten oder Hören des Namens von Nityananda, werden die sündigen Neigungen in den Herzen aller Lebewesen des Universums für immer vernichtet, und ihre ursprüngliche Reinheit wird automatisch wiedererweckt. Beim Chanten oder Hören des Namens von Nityananda werden sogar die Händler, die heruntergekommenen, gefallenen und verrückten Menschen gereinigt und erhalten augenblicklich Einsicht in die absolute Wahrheit und werden zu Geweihten des Herrn.”

6. Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakura Prabhupadas Erläuterungen (2)

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Srila Bhaktisiddhanta Prabhupada im Sri Caitanya-Bhagavata, Madhya-Khanda 3.134:

“Einfach durch das Chanten oder Hören des Namens von Nityananda werden die sündhaften Neigungen in den Herzen aller Lebewesen des Universums für immer vernichtet und ihre angeborene Reinheit wird automatisch wiedererweckt. Beim Chanten oder Hören des Namens von Nityananda werden sogar die Händler, Degenerierten, Gefallenen und Verrückten gereinigt und sogleich verwirklichen sie die absolute Wahrheit und die Gottgeweihten des Herrrn.”

Srila B.R. Shridhara Swami: “Gaura Haribol, Gaura Haribol, Gaura Haribol, ...”

Gottgeweihter: “Nityananda Prabhu empfahl, dass wir Gauranga, Gauranga, Gauranga, Gauranga, Gauranga chanten als das eigentliche, innere ... “(nicht hörbar)

Srila B.R. Shridhara Swami: “Wenn wir den Glauben haben, dass wir mehr gewinnen als verlieren beim Chanten von Krischnas Namen, weil da die Vergehen in Betracht kommen- Krishna Naam kare aparadhera vicara, und weniger Vergehen bei Gaura Naam. Aber Vertrauen in Gauranga ist selten. Vertrauen in Gauranga zu haben kostet einiges. Aber wenn du das irgendwie bekommen kannst, dann wird es segensreicher sein, als direkt mit Krischna zu verhandeln. Direkte Beziehung... Vergehen sind so wahrscheinlicher und auf die andere Art weniger Vergehen, mehr Vergebung. Aber Krischnas Namen hat bei vielen Menschen eine grosse Anerkennung, und Gaura Naam is nicht in einem solchen Rahmen anerkannt. Deshalb ist es schwierig, darauf Vertrauen zu setzen. Aber wenn jemand dieses Vertrauen aufbringen kann, wird er der Gewinner sein, weil Vergehen weniger zählen. Er ist besonders für die gefallenen Seelen gekommen. Deshalb gibt es mehr Gnade. Aber Vertauen in Ihn zu haben wird ...(unhörbar) schwierig sein. Bis wir Ihn ontologisch verstehen, können wir uns nicht auf unsere Erfahrungen verlassen. Nicht in weiten Kreisen annerkannt wie Krischna. So viele hochstehende Schriften bevorzugen auch Krischna Avatara, und weite Kreise anerkennen Krischna als Herrn, aber nur wenige anerkennen Gauranga als Gott und es gibt nicht so viele Schriften, die Ihn unterstützen. Darum ist es schwierig, Ihm zu vertrauen. Aber wenn jemand sich Ihm annähern kann, wird er ein umso grösserer Gewinner sein.”

6. Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakura Prabhupadas Erläuterungen (1)

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6. Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakura Prabhupadas Erläuterungen im Caitanya Caritamrita und Caitanya Bhagavata

Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakura Prabhupadas Erläuterung zum Caitanya Caritamrita Adi-lila 8.31:

“Das Hare Krischna Mahamantra beachtet die Vergehen, während die Namen von Gauranga-Nityananda keine Vergehen in Betracht ziehen. Ein Chanter mit Vergehen wird die Frucht des Chantens (reine Liebe zu Gott) nie erreichen, indem er das Hare Krischna Mahamantra chantet. Deshalb sollte er, solange er Vergehen begeht, die Namen von Nityananda und Gauranga chanten. Durch das wiederholte Chanten der Namen von Nityananda und Gauranga werden die Vergehen vernichtet und er wird die Frucht des Chantens erlangen.”
“Die Namen von Krischna und Gauranga sind beide nicht verschieden von Gott, welcher diese Namen trägt. Diejeningen, welche glauben, Krischna sei auf irgendeine Weise niedriger oder begrenzter als Gauranga, befinden sich in tiefer Unwissenheit. Aber praktische Erwägungen in Betracht auf die Ergebnisse für die bedingten Seelen machen das Chanten von Nityanandas und Gaurangas Name für jedermann nützlicher und hilfreicher. Die Gnade von Krischnas Namen liegt normalerweise nur auf befreiten oder sehr fortgeschrittenen Seelen, welche sich Ihm hingegeben haben. Aber die Grossherzigkeit der Namen von Nityananda und Gauranga ist besonders für die Seelen, welche Vergehen begehen und voller unerwünschter Eigenschaften und Wünsche nach materieller Sinnesbefriedigung sind. Das Chanten der Namen ihrer Herrschaften Nityananda und Gauranga und Ihre Verehrung wird die Seele sehr schnell von allen Vergehen befreien und so wird diese Seele ohne Verzögerung Zuflucht bei den Lotusfüssen von Gauranga-Krischna erlangen.”

Montag, 5. Januar 2009

5. Srila Prabhupadas Briefe und Kommentare (1)

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Auf dem Schiff Jaladuta, am 13.September 1965, Vers 3, von Srila Prabhupada:
tara iccha balavan pascatyete than than
hoy jate gauranger nam
prthivite nagaradi asamudra nada nadi
sakalei loy krsna nam

“Auf seinen - meines Gurus Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakura Prabhupadas - ausdrücklichen Wunsch wird sich DER HEILIGE NAME VON GAURANGA zum ersten mal in den Ländern der westlichen Welt ausbreiten. Dann wird jedermann, in allen Städten und Dörfern der Welt, an allen Ozeanen und Meeren, Flüssen und Bächen, das Hare Krischna Mahamantra chanten.”

Kommentar von BR Sadhu Swami Gaurangapada:

Hier verkündet Srila Prabhupada eindeutig, dass bedingte und mit Vergehen behaftete Menschen dieser Welt, ohne das Chanten der Namen von Gauranga, nicht fähig sind, tatsächlich das Hare Krischna Mahamantra zu chanten, oder auch nur dazu bereit zu werden. Und wenn sie es trotzdem tun, werden sie wegen ihrer Vergehen nur im Mahamantra schwelgen. Und so werden sie weder das gewünschte Resultat erzielen, noch Geschmack am Heiligen Namen entwickeln oder irgend einen anderen Nutzen daraus ziehen. Auf diese Weise werden sie wahrscheinlich den Vorgang des Chantens schliesslich sehr rasch aufgeben. Wir haben das schon unzählige Male in unserer Vaishnava Vergangenheit beobachtet. Tausende von Gottgeweihten haben den Geschmack am Chanten des Mahamantras verloren und es deshalb aufgegeben, um sich wieder materiellen Dingen zuzuwenden. Und das nur, weil sie die Namen von Nityananda und Gauranga nicht genügend gechantet haben. Deshalb ist die einzige Lösung und Schlussfolgerung aller Schriften und Acharyas, die Namen von Nityananda und Gauranga oft und regelmässig zu Chanten, bevor man mit dem Mahamantra anfängt.

Srila Prabhupadas Brief an Niranjana, Brooklyn am 21.May 1973:
“Du erwähnst, dass sie noch nicht einmal etwas von Gauranga gehört haben. Das ist ihr Pech, und auch unser Unglück. ... in Indien, können sie nicht den Namen von Gauranga im ganzen Land predigen.”

Kommentar von BR Sadhu Swami Gaurangapada:

Dieser Brief von Srila Prabhupada bestätigt klar, das seine Aufgabe war, zuerst den Namen von Gauranga in der Welt zu verbreiten. Dies ist auch die Mission von Nityananda und aller Acharyas. Und wie soll sich der Name von Gauranga verbreiten und so geläufig wie “Hare Krischna” werden, ohne dass die Menschen dieser Welt oft und regelmässig das Gauranga Mantra auf der Gebetskette chanten? Es ist dumm, wenn man glaubt, dass der Name von Gauranga sich verbreiten kann, ohne dass man die Menschen dieser Welt dazu anhält, diesen Namen eine bestimmte Anzahl von Runden jeden Tag zu chanten.

Srila Prabhupada will, dass der Name von Gauranga in dieser Welt gepredigt wird, und er hat es in seinen Büchern und Anweisungen getan. Auch überlassen die Acharyas manchmal eine bestimmte Aufgabe ihren Nachfolgern, damit sie diese vollenden, wenn die Zeit dafür reif ist. So wie Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakura Prabhupada wollte, dass man in den westlichen Ländern predigt, aber er es selbst nie getan hatte, sondern durch seine Nachfolger; der wichtigste unter ihnen ist Srila Prabhupada. Genauso wollte Srila Prabhupada auch, dass der Name von Gauranga auf der ganzen Welt gepredigt wird, zusammen mit dem Hare Krischna Mahamantra, weil es Nityanandas Auftrag ist.

Also wird Srila Prabhupada sicher einige seiner Nachfolger ermächtigen, den Namen von Gauranga direkter zu verbreiten, vor allem durch den Vorgang des regelmässigen Chantens der Nityananda und Gauranga Mantrarajas. Srila Prabhupada wollte durch seine Bücher und Schriften Krischna als höchste Persönlichkeit Gottes etablieren, damit, wenn die Menschen einmal verstanden haben, wer Krischna ist, sie auch Gauranga voll und ganz annehmen können, die barmherzigste und vereinte Inkarnation von Sri Sri Radha-Krischna. Somit war das Verbreiten des Namens von Gauranga die zweite Etappe von Srila Prabhupadas Plan, welchen er begonnen hatte, und er überlässt es jetzt seinen Nachfolgern, die Namen von Nityananda und Gauranga auf der ganzen Welt zu verbreiten.