Dienstag, 18. November 2014

Sektierertum im spirituellen Leben, Teil 4


Gemäss Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur Prabhupada haben keine äusserlichen Einrichtungen, Gesellschaften und Institutionen in dieser Welt für immer Bestand, tasächlich bestehen sie meistens nur während der Jahre, in denen der Begründer persönlich auf diesem Planeten anwesend ist oder einige Jahre oder Jahrzehnte darüber hinaus. Aber das Gauranga-Krischna-Bewusstsein ist nicht so, weil es die ewige Religion und Aufgabe der Seele in Beziehung zum Herrn Gauranga-Krischna ist, die verschiedenen Gesellschaften des Gauranga-Krischna-Bewusstseins mögen entstehen und vergehen, aber es wird für immer bleiben und über die nächsten zehntausend Jahre triumphieren.

ISKCON wurde von Srila Prabhupada auch als einen Teil der echten Gaudiya Math aufgebaut, weil Srila Prabhupada versucht hat, die Anweisungen seines spirituellen Meisters Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur Prabhupada zu befolgen, indem er die Gaudiya Math verliess und ISKCON gründete. Kann man sagen, weil der Name von ISKCON verschieden ist von Gaudiya Math, welche sein Guru ursprünglich gegründet hat, dass Srila Prabhupada seinen spirituellen Meister verlassen hat? Nein, denn das wäre das grösste Vergehen, weil alle Anstrengungen von Srila Prabhupada nur dazu dienten, seinem spirituellen Meister Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur Prabhupada zu gefallen.

Wir haben alle unsere Nachfolger und Gottgeweihten angewiesen, zu versuchen, mit allen Gaudiya Vaishnava-Institutionen so gut wie möglich zu kooperieren, wenn diese den Vorgang des regelmässigen Chantens der Nityananda und Gauranga Mantrarajas zusammen mit dem Hare Krischna Mahamantra akzeptieren. Wir haben von unseren Gottgeweihten verlangt, niemals die Predigeranstrengungen irgendeiner Vaishnava-Institution oder einzelnen Vaishnava-Gottgeweihten öffentlich oder privat herabzuwürdigen. Auch sind wir nicht daran interessiert, nur die Anzahl unserer Nachfolger zu erhöhen, und unsere Geweihten können frei alle Tempel besuchen und mit den Gottgeweihten und Gurus aller Vaishnava-Institutionen Gemeinschaft pflegen, solange es dort keine Herabwürdigung des erhabenen Vorgangs des Chantens der Nityananda und Gauranga Mantrarajas zusammen mit dem Hare Krischna Mahamantra gibt. Sogar wenn ein uneingeweihter Schüler, welcher von uns angeleitet wurde, wünscht, Einweihung von einem anderen ermächtigten spirituellen Meister in einer anderen anerkannten Gaudiya-Vaishnava-Institution anzunehmen, kann er das gerne tun.


Montag, 3. November 2014

Sektierertum im spirituellen Leben, Teil 3


„Ein Sannyasi sollte eine Institution haben, die dazu dient, das Krischnabewusstsein zu predigen.“ Srila Prabhupada, SB 7.13.34

Deshalb können, in der Linie vom Herrn Caitanya, sogar die Sannyasins überall über das Krischnabewusstsein reden, und wenn jemand wirklich geneigt ist, ein Schüler zu werden, wird ihn der Sannyasi immer annehmen. Der Punkt ist, das der Vorgang des Krischnabewusstseins ohne die Zunahme an Schülern nicht verbreitet wird.” (Srila Prabhupada im Nektar der Hingabe, Kap 7)

Die Vorstellung einer durchdacht organisierten Kirche, bedeutet das Ende einer lebendigen spirituellen Bewegung. Die grossen kirlichen Institutionen sind wie Deiche und Dämme, welchen den Strom aufhalten, welcher von so etwas aber nicht aufgehalten werden kann. Sie bezeichnen tatsächlich der Wunsch einer Masse, eine spirituelle Bewegung zu ihrem eigenen Zweck auszunutzen. Ebenso zeigen sie unmissverständlich das Ende der absoluten und bedingungslosen Führung des qualifizierten spirituellen Meisters an. Die Menschen dieser Welt kennen vorsorgliche Systeme, aber sie können keine Vorstellung vom ungeschützten positiven ewigen Leben haben. Ebenso kann es im herkömmlichen Sinne keine irdische Erfindung zum immerwährenden, ewigen Schutz des Lebens auf der weltlichen Ebene geben.” (Srila Bhaktisiddhanta Saraswati Thakur, Harmonist 29.7)