Mittwoch, 31. Dezember 2014

Wieder-Einweihung und andere Grundsätze

Frage: Wirst Du Schüler anderer spiritueller Meister wiedereinweihen oder Einladungen von ihnen annehmen?

Antwort von BR Sadhu Swami Gaurangapada:
Nein, das wäre nicht möglich. Wir sind nicht daran interessiert, Einladungen an Predigt-Veranstaltungen, welchen von Schülern anderer Gaudiya Vaishnava-Gurus organisiert werden, anzunehmen, ausser diese spirituellen Meister hätten ihre Erlaubnis dazu erteilt. Um allen Vaishnavas Unannehmlichkeiten zu ersparen und um Streit zu vermeiden, ist es unsere persönliche Entscheidung, dass wir diese Gottgeweihten ermutigen, welche uns anfragen und welche Diksha in das Krischna-Mantra schon von einem anerkannten und echten spirituellen Meister in unserer Gaudiya Vaishnava Schülernachfolge angenommen haben, die Nityananda- und Gauranga-Mantras einfach ohne unsere Einweihung in diese Mantrarajas zu chanten. Tatsächlich verlangen wir von Gottgeweihten, welche Unterweisung (Shiksha) von einem anderen anerkannten Gaudiya-Vaishnava Lehrer annehmen, dass sie die Erlaubnis ihres Shiksha-gurus einholen, bevor sie zu uns kommen. Deshalb entspricht es ganz genau den Aussagen der Schriften, dass sie Diksha in die Nityananda- und Gauranga-Mantrarajas von einem anderen Lehrer annehmen können, während sie immer noch ihren vorherigen Lehrer verehren, welcher ihnen Einweihung in das Krischna-Mantra gab (Harinama- oder Vishnunama-Guru). Wir werden ihnen die Einweihung in die Nityananda- und Gauranga-Mantrarajas nicht verleihen, solange sie nicht die ausdrückliche und klare Anweisung und Erlaubnis ihres ersten einweihenden Meisters (Diksha Gurus) dazu haben. Wenn sie unsere Führung suchen, werden wir diese Gottgeweihten dazu ermutigen, einfach die heiligen Namen von Nityananda und Gauranga zusammen mit dem heiligen Namen Krischnas zu chanten. Wir sind vor allem daran interessiert, die Nityananda- und Gauranga-Mantrarajas unter den spirituellen Neulingen zu verbreiten. Falls sie Anweisung wünschen, werden wir von den Gottgeweihten, welche schon von anerkannten Vaishnava-Gurus eingeweiht sind, einfach verlangen, dass sie das Chanten der Nityananda- und Gauranga-Mantrarajas ihrem täglichen Chanten des Hare Krischna Mahamantras hinzufügen. Auf diese Weise muss niemand befürchten, dass das Predigen der Nityananda- und Gauranga-Mantrarajas eine Störung sein könnte. Falls es konkrete Vorfälle gibt, bitten wir die betroffenen Gottgeweihten oder spirituellen Meister anderer Institutionen, uns direkt auf eine Vaishnava Art zu kontaktieren, damit wir die Sache auch direkt regeln können. Wir sichern unsere volle Zusammenarbeit in dieser Angelegenheit zu. 



 

Wer ist ein echter Vaishnava?

Echte Vaishnavas freuen sich sehr, wenn sie andere Vaishnavas sehen, wie diese den heiligen Namen auf der ganzen Welt verbreiten.


Srila Prabhupada im Caitanya Caritamrita, Madhya Lila 1.218:


“Der spirituelle Meister weiht den Schüler ein, um ihn zu befreien, und wenn der Schüler die Anweisung des spirituellen Meisters ausführt, und keine Vergehen gegenüber anderen Vaihnavas begeht, ist sein Weg frei. Deshalb hat Caitanya Mahaprabhu von allen Vaishnavas verlangt, dass sie mit den zwei Brüdern Rupa und Sanatana, welche gerade von Herrn eingeweiht wurden, barmherzig sein sollen. Wenn ein Vaishnava sieht, dass ein anderer Vaishnava die Barmherzigkeit des Herrn empfängt, freut ihn das sehr. Vaishnavas sind nicht eifersüchtig. Wenn ein Vaishnava durch die Gnade des Herrn ermächtigt wird, den heiligen Namen des Herrn auf der ganzen Welt zu verbreiten, freuen sich die anderen Vaishnavas sehr - falls sie echte Vaishnavas sind. Wer auf den Erfolg eines Vaishnavas neidisch ist, ist sicherlich selbst kein Vaishnava, sondern ein gewöhnlicher, weltlicher Mensch. Neid und Eifersucht zeigen weltliche Menschen, nicht aber Vaishnavas. Warum sollte ein Vaishnava eifersüchtig auf einen anderen Vaishnava sein, der erfolgreich den heiligen Namen des Herrn verbreitet? Ein wirklicher Vaishnava nimmt einen anderen Vaishnava freudig an, welcher die Barmherzigkeit des Herrn verteilt. Eine weltliche Person im Kleid eines Vaishnavas sollte nicht respektiert, sondern zurückgewiesen werden. Dies wird von den Schriften verboten. Das Wort upeksa, welches gebraucht wird, heisst zurückweisen, nicht annehmen. Man sollte eine neidische Person nicht beachten. Die Pflicht eines Predigers ist, die höchste Persönlichkeit Gottes zu lieben, und mit anderen Vaishnavas Freundschaft zu schliessen, den Unschuldigen gegenüber gnädig zu sein und diejenigen zu vernachlässigen, welche neidisch und eifersüchtig sind. Es gibt viele eifersüchtige Menschen im Gewand eines Vaishnavas in dieser Bewegung für Krischnabewusstsein, und diese sollten überhaupt nicht beachtet werden. Es gibt keinen Grund, einer eifersüchtigen Person im Kleid eines Vaishnavas zu dienen. Wenn Narottama dasa Thakura sagt “chadiya vaisnava seva nistara peyeche keba” meint er damit einen echten Vaishnava, und nicht eine neidische Person im Kleid eines Vaishnavas.”
 


Srila Prabhupada in der Erläuterung zum Sri Caitanya Caritamrita Madhya-Lila 1.220:


“Dies ist das Verhalten eines echten Vaisnavas. Als sie sahen, dass Rupa und Sanatana dermassen vom Glück begünstigt waren, dass sie die Barmherzigkeit des Herrn empfangen durften, waren sie so erfreut, dass sie alle den beiden Brüdern gratulierten. Eine eifersüchtige Person im Gewand eines Vaishnavas freut sich überhaupt nicht zu sehen, wie ein anderer Vaishnava erfolgreich die Barmherzigkeit des Herrn empfängt. Unglücklicherweise gibt es in diesem Zeitalter des Kali viele weltliche Menschen im Gewand eines Vaishnavas, und Srila Bhaktivinoda Thakura beschrieb sie als Anhänger von Kali. Er nennt sie Kali-Cela. Er stellt fest, dass es noch eine andere Art Vaishnava gibt, den Möchtegern-Vaishnava mit Tilaka auf der Nase und Kanti-Perlen um den Hals. Solch ein Möchtegern-Vaishnava gibt sich mit Geld und Frauen ab, und ist neidisch auf erfolgreiche Vaishnavas. Obwohl er als Vaishnava angesehen wird, ist sein einziges Ziel Geld im Gewand eines Vaishnavas zu verdienen. Bhaktivinoda Thakura sagt deshalb, dass ein solcher Möchtegern-Vaishnava überhaupt kein Vaishnava ist, sondern ein Schüler des Kali-Zeitalters. Ein Schüler von Kali kann nicht durch einen Gerichtsbeschluss Acharya werden. Weltliche Stimmen haben kein Recht einen Vaishnava Acharya zu wählen. Ein Vaishnava Acharya ist selbstleuchtend, deshalb braucht es keinen Gerichtsbeschluss. Ein falscher Acharya mag versuchen, einen Vaishnava mit einem Gerichtsurteil zu überstimmen, aber Bhaktivinoda Thakura sagt, er sei nichts anderes als ein Schüler von Kali.”

 

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Sektierertum im spirituellen Leben, Teil 6


Wie Srila Bhaktisiddhanta in seiner oben zitierten aussergewöhnlichen Feststellung hervorbebt, hat eine organisatorische Einrichtung, welche durch einen unkonventionellen Acharya, welcher aus der spirituellen Welt hinabgestiegen ist, gegründet wurde, über seine körperliche Abreise hinaus bestand oder auch nicht, aber seine ewigen Lehren sind das Leben und die Seele seiner Nachfolger, welche auch erst in tausend Jahren geboren werden mögen. Der Gita zufolge verschwand selbst die Schülernachfolge, welche von Krischna Selbst gegründet wurde, im Laufe der Zeit; mit Institutionen ist es nicht anders. Also macht es keinen Sinn, am Schatten oder an den Äusserlichkeiten der vier Wände einer Organisation festzuhalten, welche sowieso im Laufe der Zeit verschwinden wird, und deshalb auf diejenigen herabzuschauen, welche nicht Teil der eigenen Institution sind. Das, worauf es wirklich ankommt, sind die Lehren (Vani) der Acharyas, weil dadurch bleiben sie für immer auf diesem Planteten und leiten ihre Nachfolger an, welche auch äusserlich in einer anderen oder gar keiner Institution sein mögen.

Es stärkt die Mission von Srila Prabhupada und Gauranga, wenn es viele Missionen und Gesellschaften gibt, die Ihre Botschaft predigen. Denn falls etwas der einen Gesellschaft zustossen würde, können wenigstens die anderen fortfahren. Das war auch der Grund, warum Srila Prabhupada ISKCON und BBT getrennt hatte. Die wirkliche ISKCON ist nicht nur eine weltliche, rechtliche Gesellschaft aus Steinen und Mauern, sondern die Gesellschaft, in der die Lehren (Vani) von Srila Prabhupada, den Acharyas und Ihrer Herrschaften Sri Sri Nityananda-Gauranga umgesetzt und gepredigt werden. Srila Narada Muni, Srila Shukadev Goswami, Srila Bhaktivinoda Thakura usw sind in der wirklichen ISKCON, weil sie hunderprozentig im Gauranga-Krischna-Bewusstsein sind. Solange wir nicht hunderprozentig Gauranga-Krischna-bewusst sind, können wir nicht Teil der echten ISKCON sein. Die wirkliche ISKCON ist “krishna rasa bhavita matih” und voller Herrlichkeit, wie von Srila Rupa Goswani festgestellt wurde.

Eine Vaishnava Organisation zum Predigen sollte als einen der Äste der Gaudiya Parampara verstanden werden. Wenn sie aber darauf besteht, dass sie der einzige Zweig ist und die Gottgeweihten anderer Organisationen abweist, begeht sie ein Vergehen durch parteiische, intolerante und dogmatische sektiererische Überlegungen, welche zu Vaishnava Aparadha in grossem Umfang führen. Dies ist in der Vergangenheit wiederholt geschehen und jedermann kennt auch die Folgen davon. Deshalb sollte man sich davor scheuen, andere sogleich aus einem engstirnigen, intoleranten und sektiererischen Verständnis heraus zu kritisieren. Es sollte nicht zu einer Art von Angewohnheit oder Berauschung werden, sich damit zu beschäftigen, Gottgeweihte ausserhalb der eigenen Gruppe herabzuwürdigen. Man sollte an die ernsthaften Folgen denken, falls diejenige Person, welche herabgesetzt wird, ernsthaft den Wunsch hat, Guru und Gauranga zufriedenzustellen, auch wenn er scheinbar anders handelt oder predigt, in einer äusserlich anderen Gruppe, als diejenige, welche ihn kritisiert. Wenn man damit anfängt, sich innerhalb der Gruppe gegenseitig zu kritisieren, ist es ein Leichtes, dann schliesslich auch Gottgeweihte ausserhalb der Gruppe ebenfalls zu kritisieren, ohne sich im geringsten um ihre Beweggründe zu scheren. Sowohl innerliche wie äusserliche Schlammschlachten sollten nicht zu einem Bestandteil unseres spirituellen Lebens oder zu einer starken, unüberwindbaren Angewohnheit werden, sonst werden wir engstirnig und sektiererisch.

SCHLUSSFOLGERUNG: Man sollte deshalb Gemeinschaft mit Nityananda-Gauranga Bhaktas pflegen und von ihnen hören, und nicht auf der Basis eines solch weltlichen Verständnisses von Organisationen. Vielmehr sollte man darauf achten, wie schön sie die Anweisungen von Guru und Gauranga umsetzen, und wie viel Vertrauen sie in das Chanten der heiligen Namen von Nityananda, Gauranga und Hare Krischna haben.

 


Dienstag, 2. Dezember 2014

Sektierertum im spirituellen Leben, Teil 5


Ein Acharya wie Srila Prabhupada ist ein Jagadguru (universeller Meister), wie eine Sonne. Eine Sonne ist nie indisch, amerikanisch, chinesisch usw. Jeder kann sich in jedem Land im Sonnenlicht baden. Genauso kann jeder die Anweisungen und Predigen des Acharyas befolgen, um ihm und den Herrschaften Sri Sri Nityananda-Gauranga zu gefallen, und zwar überall auf der Welt, egal ob innerhalb der Gesellschaft, welche vom Acharya gegründet wurde, oder ausserhalb der Mauern dieser Gesellschaft oder in einer anderen Organisation. Die äusserliche Zugehörigkeit einer Person zu einer bestimmten Organisation hat überhaupt nichts damit zu tun, wie sie die Lehren und Anweisungen des erhabenen Acharyas praktisch umsetzt. Wie kann man nur versuchen, die Lehren eines Acharyas für die nächsten Zehntausend Jahre nur auf eine einzige Institution zu beschränken? Sind zum Beispiel die Lehren von Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur Prabhupada und dem siebten Goswami Srila Saccidananda Bhaktivinod Thakur nur auf die Gaudiya Math beschränkt? Nein, alle Gottgeweihten auf der ganzen Welt können diese hören, predigen und in ihren Leben umsetzen. Dasselbe gilt für Srila Prabhupadas Lehren.
Einige behaupten, man könne Srila Prabhupada nicht ausserhalb der ISKCON-Institution gefallen. Das ist dasselbe, wie wenn man sagen würde, dass man das Sonnenlicht nicht sehen kann, wenn man ein bestimmtes Land verlässt. Es ist auch wie wenn man sagt, dass keiner der Gottgeweihten von ISKCON Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur Prabhupad zufriedenstellen kann, weil sie in einer anderen Institution als der Gaudiya Math sind, derjenigen Institution, welche er ursprünglich gegründet hatte und von welcher er auch sagte, dass niemand sie verlassen soll. Wir wissen, dass dies nicht stimmt. Alle Gottgeweihten können die vorangegangenen Acharyas zufriedenstellen, indem sie ernsthaft ihren Lehren folgen, auch wenn sie in einer anderen oder gar keiner Institution sind.

Tatsächlich ist der wahre Geist des Acharyas dort, wo ein Gottgeweihter ernsthaft versucht, die Lehren des Acharyas zu befolgen und umzusetzen, egal ob innerhalb oder ausserhalb der Mauern einer Institution. Manchmal kann eine Person äusserlich innerhalb der vier Wände der vom Acharya gegründeten Institution sein, aber wenn man von den Anweisungen des Acharyas, der Meister, der Heiligen und der Schriften abweicht, kann man eigentlich gar nicht innerhalb der reinen Vaishnava-Gesellschaft sein, so wie das der Acharya vorgesehen hat. Das ist, was mit Krischna- oder Gauranga-Bewusstsein gemeint ist. Mauern können kein Bewusstsein haben, es befindet sich in den Herzen der Gottgeweihten. Die Treue gegenüber den Lehren eines Acharyas hat nichts mit Sekte oder Institution zu tun. 


 


Dienstag, 18. November 2014

Sektierertum im spirituellen Leben, Teil 4


Gemäss Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur Prabhupada haben keine äusserlichen Einrichtungen, Gesellschaften und Institutionen in dieser Welt für immer Bestand, tasächlich bestehen sie meistens nur während der Jahre, in denen der Begründer persönlich auf diesem Planeten anwesend ist oder einige Jahre oder Jahrzehnte darüber hinaus. Aber das Gauranga-Krischna-Bewusstsein ist nicht so, weil es die ewige Religion und Aufgabe der Seele in Beziehung zum Herrn Gauranga-Krischna ist, die verschiedenen Gesellschaften des Gauranga-Krischna-Bewusstseins mögen entstehen und vergehen, aber es wird für immer bleiben und über die nächsten zehntausend Jahre triumphieren.

ISKCON wurde von Srila Prabhupada auch als einen Teil der echten Gaudiya Math aufgebaut, weil Srila Prabhupada versucht hat, die Anweisungen seines spirituellen Meisters Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur Prabhupada zu befolgen, indem er die Gaudiya Math verliess und ISKCON gründete. Kann man sagen, weil der Name von ISKCON verschieden ist von Gaudiya Math, welche sein Guru ursprünglich gegründet hat, dass Srila Prabhupada seinen spirituellen Meister verlassen hat? Nein, denn das wäre das grösste Vergehen, weil alle Anstrengungen von Srila Prabhupada nur dazu dienten, seinem spirituellen Meister Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur Prabhupada zu gefallen.

Wir haben alle unsere Nachfolger und Gottgeweihten angewiesen, zu versuchen, mit allen Gaudiya Vaishnava-Institutionen so gut wie möglich zu kooperieren, wenn diese den Vorgang des regelmässigen Chantens der Nityananda und Gauranga Mantrarajas zusammen mit dem Hare Krischna Mahamantra akzeptieren. Wir haben von unseren Gottgeweihten verlangt, niemals die Predigeranstrengungen irgendeiner Vaishnava-Institution oder einzelnen Vaishnava-Gottgeweihten öffentlich oder privat herabzuwürdigen. Auch sind wir nicht daran interessiert, nur die Anzahl unserer Nachfolger zu erhöhen, und unsere Geweihten können frei alle Tempel besuchen und mit den Gottgeweihten und Gurus aller Vaishnava-Institutionen Gemeinschaft pflegen, solange es dort keine Herabwürdigung des erhabenen Vorgangs des Chantens der Nityananda und Gauranga Mantrarajas zusammen mit dem Hare Krischna Mahamantra gibt. Sogar wenn ein uneingeweihter Schüler, welcher von uns angeleitet wurde, wünscht, Einweihung von einem anderen ermächtigten spirituellen Meister in einer anderen anerkannten Gaudiya-Vaishnava-Institution anzunehmen, kann er das gerne tun.


Montag, 3. November 2014

Sektierertum im spirituellen Leben, Teil 3


„Ein Sannyasi sollte eine Institution haben, die dazu dient, das Krischnabewusstsein zu predigen.“ Srila Prabhupada, SB 7.13.34

Deshalb können, in der Linie vom Herrn Caitanya, sogar die Sannyasins überall über das Krischnabewusstsein reden, und wenn jemand wirklich geneigt ist, ein Schüler zu werden, wird ihn der Sannyasi immer annehmen. Der Punkt ist, das der Vorgang des Krischnabewusstseins ohne die Zunahme an Schülern nicht verbreitet wird.” (Srila Prabhupada im Nektar der Hingabe, Kap 7)

Die Vorstellung einer durchdacht organisierten Kirche, bedeutet das Ende einer lebendigen spirituellen Bewegung. Die grossen kirlichen Institutionen sind wie Deiche und Dämme, welchen den Strom aufhalten, welcher von so etwas aber nicht aufgehalten werden kann. Sie bezeichnen tatsächlich der Wunsch einer Masse, eine spirituelle Bewegung zu ihrem eigenen Zweck auszunutzen. Ebenso zeigen sie unmissverständlich das Ende der absoluten und bedingungslosen Führung des qualifizierten spirituellen Meisters an. Die Menschen dieser Welt kennen vorsorgliche Systeme, aber sie können keine Vorstellung vom ungeschützten positiven ewigen Leben haben. Ebenso kann es im herkömmlichen Sinne keine irdische Erfindung zum immerwährenden, ewigen Schutz des Lebens auf der weltlichen Ebene geben.” (Srila Bhaktisiddhanta Saraswati Thakur, Harmonist 29.7)



Sonntag, 19. Oktober 2014

Sektierertum im spirituellen Leben, Teil 2


Srila Prabhupada schreibt: „ Es gibt so viele Gesellschaften und Verbindungen reiner Gottgeweihter, und wenn jemand, auch nur mit geringem Glauben, anfängt, Gemeinschaft mit solchen Gesellschaften zu pflegen, wird sein Fortschritt hin zu reinem hingebungsvollem Dienst rasch erfolgen.“ (Nektar der Hingabe, Kapitel 19, Seite 41)

Kommentar von Bhakti Ratna Swami Gaurangapada:
Wenn Srila Prabhupada selbst festhält, dass es viele Gesellschaften und Vereinigungen reiner Gottgeweihter gibt, und nicht nur eine, und er selbst empfiehlt, Gemeinschaft mit ihnen zu pflegen, um raschen spirituellen Fortschritt zu machen, dann erwartet man von seinen Nachfolgern auch, dass sie diese Gesellschaften und Gottgeweihten ausserhalb ihrer Gruppierung respektieren, um diese Worte von Srila Prabhupada zu beachten.

Srila Prabhupada: 
„Krischnadas Kaviraja Goswami respektiert alle Prediger der Bewegung von Sri Chaitanya Mahaprabhu gleichermassen, und sie werden mit Zweigen an einem Baum verglichen. ISKCON ist einer dieser Zweige.“ (Chaitanya Caritamrita, Adi-lila 10.7, Erläuterung)


Kommentar von BR Swami Gaurangapada:
Wenn Srila Prabhupada festhält, dass ISKCON einer der Zweige vom Gauranga-Baum ist, bedeutet das, dass es auch viele andere Zweige gibt. Und jeder Zweig muss den anderen respektieren, da jeder ein Teil des Körpers vom Herrn Gauranga ist.

Bhaktivinod Thakur im Krischna Samhita 8.22:

sampradaya-virodho 'yam davanalo vicintyate

„Das elfte Hinderniss für die Vaishnavas ist das Sektierertum, welches die Form eines Waldbrandes annimmt. Wegen diesem Sektierertum kann man niemand ausserhalb der eigenen Gruppierung als Vaishnava anerkennen, und als Folge davon hat man viele Probleme, einen spirituellen Meister zu finden und mit ernsthaften Gottgeweihten Gemeinschaft zu pflegen. Deshalb ist das Löschen des Waldbrandes, indem man diese Denkweise aufgibt, äusserst wichtig.“
 
Bhaktivinod Thakur: „Guppengeist - dieser grosse Feind der Wahrheit - wird immer die Anstrengung des Suchenden, die Wahrheit in den religiösen Schriften seines Landes zu finden, vereiteln, und wird ihn dazu bringen, zu glauben, dass die absolute Wahrheit nirgendwo ausser in seinem alten religiösen Buch zu finden sei.“


 


Samstag, 4. Oktober 2014

Sektierertum im spirituellen Leben


Frage: Was ist Deine Sicht vom institutionalisierten Sektierertum im spirituellen Leben?
 
Antwort von BR Sadhu Swami Gaurangapada:

“Meine ständige Anweisung und demütige Bitte an alle meine Schüler und Gottgeweihten ist, niemals auf irgendeine Weise eine Vaishnava-Organisation oder einen Vaishnava zu kritisieren oder herabzuwürdigen, sei es öffentlich oder privat. Versucht über diese sektiererischen Gesellschafts-Probleme so wenig wie möglich zu diskutieren, am besten überhaupt nicht. Bitte seht immer die guten Eigenschaften in anderen Vaishnava-Institutionen und ihren Gottgeweihten und verherrlicht ihre guten Qualitäten. Bitte seht euren eigenen spirituellen Meister nie als etwas Besseres an, als irgendeinen anderen gegenwärtigen Guru oder Acharya. Bitte denkt nicht, dass es ausserhalb eurer Gruppierung keine fortgeschrittenen und qualifizierten Vaishnavas gibt. All dies sind gefährliche Hindernisse auf dem Bhakti-Pfad und werden die zarte Pflanze der Hingabe (bhakti-lata-bija) zerstören. Wenn du etwas falsches in anderen Gottgeweihten siehst, kritisiere nicht hinter dem Rücken dieses Gottgeweihten oder der Gruppierung, weil solche Kritik nutzlos und gefährlich ist. Du kannst diesen Gottgeweihten oder die Gruppe ansprechen und demütig auf den Fehler hinweisen, falls dies möglich ist, ansonsten überlasse es dem spirituellen Meister und Ihren Herrschaften Nityananda und Gauranga, diesen Fehler zu korrigieren. Bitte fahre mit deinem eigenen hingebungsvollen Dienst fort. Diejenigen zu kritisieren, welchen wir nicht helfen können, ist wie wenn man in die Luft spuckt. Die Folge davon ist, dass alles herunterkommt und auf uns selbst zurückfällt und uns beschmutzt. Deshalb vermeidet dies um jeden Preis.”

Bevor wir diese Diskussion über Sektierertum im spirituellen Leben beginnen, wollen wir festhalten, dass wir das grossartige Predigen in dieser Welt von den verschiedenen Gaudiya Vaishnava-Institutionen wie ISKCON, den verschiedenen Gaudiya Maths usw, vollständig anerkennen und von ganzem Herzen schätzen. Dieses Predigen schafft sicherlich eine glücksverheissende Atmosphäre in dieser Welt. Dieser Artikel ist eine philosophische Sicht vom Sektierertum und nicht gegen irgendeine Institution oder einen Gottgeweihten gerichtet.

Auch möchte ich klar festhalten, dass ich persönlich keine Institution oder institutionalisierte Besitztümer oder Fonds verwalte und nicht im entferntesten daran interessiert bin, dies zu tun. Ich bin auch nicht der Gründer oder ein offizielles Mitglied irgendeiner Institution oder Organisation. Ich habe meinen eigenen persönlichen Bhajan Ashram in Sri Puri Dham und schreibe, chante, veröffetliche und verrichte Predigerdienste. Gauranga Dharma oder Gauranga-Krischna-Bewusstsein ist die ewige Eigenschaft und Bestimmung der Seele und keine Institution. Schüler und Gottgeweihte können wohltätige Organisationen gründen, Besitz und Vermögen haben, aber ich werde keine direkte Verbindung mit der Verwaltung, dem Besitz und dem Vermögen solcher Institutionen haben. Ich werde solchen Institutionen von aussen meine volle spirituelle Unterstützung geben, wenn sie zum Zweck der Verbreitung der reinen heiligen Namen und Spiele von Nityananda, Gauranga und Krischna sind, aber es wird mein vorrangiger Dienst bleiben, spirituelle Literatur und Tonaufnahmen beizusteuern, um die heiligen Namen zu predigen.



Samstag, 20. September 2014

Srila Prabhupada über Buchverteilung, Teil 3


Ansprache in Los Angeles am 20. Juni 1975:

Ich selbst habe keine Qualifikationen, ich habe nur versucht, meinen spirituellen Meister zufriedenzustellen. Das ist alles. Mein Guru sagte: “Wenn du zu Geld kommst, dann drucke Bücher.”
Es gab da ein persönliches Treffen, ein Gespräch, einige meiner wichtigsten Gottbrüder waren auch da. Das ganze war in Radha-Kund. Da sprach mein verehrter spiritueller Meister zu mir: “Seit wir diesen marmornen Bagh Bazaar Tempel haben, gibt es so viel Zwietracht, und jeder denkt: Wer wird in diesem Zimmer wohnen, und wer in jenem? Deshalb möchte ich diesen Tempel und den Marmor verkaufen, und einige Bücher drucken.” Ja, so habe ich das aus seinem Munde gehört, dass er von Büchern sehr begeistert ist. Und er hat mir selbst persönlich gesagt: “Wenn du zu Geld kommst, dann drucke Bücher.” Deshalb frage ich mit Nachdruck: “Wo sind die Bücher? Wo sind die Bücher? Wo sind die Bücher?” Bitte helft mir. Das ist mein Wunsch: Druckt so viele Bücher in so vielen Sprachen wie möglich, und verteilt sie auf der ganzen Welt. Dann wird sich das Krischna-Bewusstsein automatisch verbereiten.


Brief an Ajita, Bombay, 7.April 1974:
Schliesslich ist es meine erste Pflicht, Bücher über das Krischna-Bewusstsein zu veröffentlichen.


Brief an Bhagavan Vrindavan, 5. November 1972:
Drucke auf jeden Fall Bücher, verteile sie überall, das wird das beste Predigen sein. Was wird dein drei Minuten langes Predigen bewirken? Aber wenn sie ein Buch kaufen, könnte das ihr Leben verändern. Also mache das zu deiner wichtigen Aufgabe, unsere Bücher in französischer Sprache und anderen Sprachen zu drucken, und grossflächig zu verteilen, und das wird meinen spirituellen Meister erfreuen. Mach dir nichts draus, es braucht ein wenig Zeit, um voranzukommen, unser Vorgang ist langsam aber sicher, und wir sind überzeugt, dass wenn wir auf diese Weise fortfahren, wir eines Tages nach Hause gehen werden, zurück zu Gott.


Brief an Karandhara, Bombay, 27. September 1973:
Es erfreut mich zu sehen, dass unsere Literatur so grossflächig verteilt wird. Das war die Ursache der Zufriedenheit meines spirituellen Meisters. Er mochte es lieber, Bücher zu verteilen als Tempel zu bauen. Er hat mir persönlich geraten, Bücher zu drucken, falls ich etwas Geld habe.


Brief an Srutadeva, Mayapur, 24. Oktober 1974:
Ich denke, es ermutigt die Gottgeweihten, welche die Bücher verteilen. Hier in Mayapur hat mein spiritueller Meister eine Zeitschrift gedruckt. Es wurde nur für einige paisa verkauft. Manchmal, wann immer ein Brahmacari nach Navadvip ging und ein paar wenige Exemplare verkauft hat, sah ich, dass mein Guru sehr zufrieden war. Auch wenn der Brahmacari kein sehr wichtiges Mitglied war, war mein Guru sehr, sehr zufrieden mit ihm. Er hat mich persönlich unterwiesen, dass Bücher wichtiger seien als grosse Tempel. In Radha Kund sagte er mir, dass es, weil wir den grossen Marmortempel in Bhag Bazaar bauten, so viele Schwierigkeiten gab. Unsere Leute waren eifersüchtig darauf, wer nun in welchem Zimmer wohnen sollte. Er dachte es wäre besser, all den Marmor wegzunehmen und zu verkaufen und Bücher zu drucken. Er hat mir das persönlich gesagt. Deshalb lege ich immer so viel Wert auf die Buchverteilung. Es ist besser als Kirtan. Es ist besser als Chanten. Natürlich sollte das Chanten nicht aufhören, aber Buchverteilung ist der beste Kirtan.


Brief an Puranjana, Honolulu, 4. May 1976:
Wenn wir uns bemühen, und er ein Buch nach Hause nimmt, wird er eines Tages verstehen, was für ein wertvolles Wissen er erhalten hat. Es ist transzendentale Literatur.


Srimad Bhagavatam Klasse zu 1.5.9-11 in Neu Vrindavan, 6. Juni 1969:
Wenn ihr Bücher schreiben wollt, dann schreibt Bücher um den Herrn zu verherrlichen.

Na yad vacas citra-padam harer yasah.


Freitag, 5. September 2014

Srila Prabhupada über Buchverteilung, Teil 2

Erläuterung zum Caitanya Caritamrita 12.8:

Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur wollte soviele Bücher wie möglich drucken und sie in der ganzen Welt verteilen. Wir haben diesbezüglich unser Bestes versucht, und wir erhalten Resultate die unsere Erwartungen übertreffen.

Die Mission von Caitanya

Der Herr Caitanya Mahaprabhu wies Seine Schüler an, Bücher über die Wissenschaft von Krischna zu schreiben, eine Aufgabe, welche diejenigen, die Ihm nachfolgen, bis zum heutigen Tag weiterhin ausführen.

Unterhaltung vom 10. April 1977 in Bombay:

Prabhupada: Ja. Ich chante. Wenn ich nicht schreibe, chante ich. Selbstverständlich gibt es Ausnahmen. Was kann man gegen dieses körperliche Hinderniss tun? Ansonsten chante ich, oder ich lese Bücher, oder ich schreibe Bücher.

Brief an Upendra, Los Angeles, 6. August 1970:

Diese Dinge sind zu sehr eine ärgerliche Ablenkung für mich, ich möchte nur Zeit finden, Bücher zu schreiben, um damit meinen spiritueller Meister zufrieden zu stellen.

Srimad Bhagavatam, 8.1, Zusammenfassung:

Ich versuche ohne Unterlass Bücher zu veröffentlichen, wie es mein spiritueller Meister vorgeschlagen hat … Weder bin ich ein grosser Gelehrter noch ein grosser Gottgeweihter; ich bin nur ein demütiger Diener meines spirituellen Meisters, und ich versuche ihn durch das Veröffentlichen dieser Bücher so gut ich kann zu erfreuen, mit der Unterstützung meiner Schüler in Amerika.

Erläuterung zum Srimad Bhagavatam 10.2.31:

Deshalb ist es die Pflicht des Acharyas, Bücher zu veröffentlichen, welche den zukünftigen Interessenten helfen, die Praktik des Dienstes anzunehmen und fähig zu werden, durch Gottes Gnade zurück nach Hause zu Gott zu gelangen.

Prabhupada am 21 Februar 1976 in Mayapur in einem Vortrag zum Erscheinungstag von Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Gosvami Prabhupada:

Er (Srila Bhaktisiddhanta) fuhr fort dass “es keine Notwendigkeit gibt, viele Tempel zu errichten. Lieber veröffentlichen wir ein paar Bücher.” So hat er das gesagt. Er sagte: “Wir haben diese unsere Gaudiya Math in Ultadanga angefangen. Die Miete war sehr gering, und wenn wir 2 bis 250 Rupien auftreiben konnten, war das sehr gut und es ging weiter. Aber seit dieser J.V. Datta uns diesen Marmorstein Thakurabari gegeben hat, hat der Wettkampf zwischen den Schülern zugenommen, und deshalb mag ich es nicht mehr. Lieber würde ich den Marmor herausnehmen, verkaufen, und einige Bücher veröffentlichen.” Diesen Punkt habe ich aufgegriffen, und er hat mich auch speziell angewiesen, dass “wenn du zu Geld kommst, versuche Bücher zu veröffentlichen”. Durch seine Segnung wurde es mit eurer Mitarbeit zum Erfolg. Jetzt werden unsere Bücher auf der ganzen Welt verkauft, und es ist ein sehr zufriedenstellender Verkauf. Deshalb versucht euch an diesem speziellen Tag des Erscheinens von Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur an seine Worte zu erinnern, dass er wollte, dass viele Bücher über unsere Philosophie veröffentlicht werden, und dass sie speziell der englischsprachigen Bevölkerung zugänglich gemacht werden, weil Englisch jetzt die Weltsprache ist. Wir reisen in der ganzen Welt umher. Überall sprechen wir Englisch und es wird fast überall verstanden. Also verlange ich von meinen Schülern, die mit mir zusammenarbeiten, an diesem besonderen Tag des Erscheinens von Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur, ausdrücklich, zu versuchen, möglichst viele Bücher herauszugeben und auf der ganzen Welt zu verteilen. Dies wird sowohl Caitanya Mahaprabhu wie auch Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur gefallen. Ich danke euch vielmals.



Donnerstag, 21. August 2014

Srila Prabhupada über Buchverteilung

Brief an Satsvarupa, Nellore, 5. Januar 1976:
Wenn diese Buchverteilung richtig organisiert wird, mit viel Begeisterung und Entschlossenheit, und wenn unsere Leute gleichzeitig spirituell stark bleiben, wird die ganze Welt Krischna-bewusst werden.

Buchverteilung ist wichtiger als Bildgestalten zu verehren (Srimad Bhagavatam 7.14.39):
Sri Chaitanya Mahaprabhu hat mit Seinem persönlichen Beispiel gezeigt, dass Er weder Bildgestalten noch Tempel errichtet hat, stattdessen hat er die Sankirtan-Bewegung (Verbreitung des heiligen Namens) eingeführt. Deshalb sollten Krischna-bewusste Prediger der Sankirtan-Bewegung mehr Bedeutung zumessen, vor allem durch das vermehrte Verteilen transzendentaler Literatur. Das wird der Sankirtan-Bewegung helfen. Wann immer sich die Gelegenheit bietet, die Bildgestalt zu verehren, können wir viele Zentren eröffnen, aber im Allgemeinen sollten wir die Verteilung transzendentaler Literatur als wichtiger erachten, weil dies effektiver ist, um die Leute zum Krischna-Bewusstsein zu bringen.

Das Geheimnis von Srila Prabhupadas Erfolg (Morgenspaziergang, 2. April 1974 in Bombay):
Prabhupada: Ja. Krischna sagt: sarva-dharman parityajya (BG 18.66). Du machst ein Praktikum... Mein spiritueller Meister hat mir verraten, dass ihm die Veröffentlichung von Büchern besser gefällt, als das Errichten von Tempeln ( Matha-mandira). Also hab ich das akzeptiert, und damit begonnen, Bücher zu verlegen, und es wurde ein Erfolg. Karyam karma. Ich hab es angenommen... ach ja, mein Meister möchte, dass Bücher veröffentlicht werden. Also habe ich mich darauf konzentriert, anstatt auf das Errichten von vielen Zentren, grossen Tempeln, dies ist nicht meine erste Aufgabe. Meine allererste Aufgabe ist es, Bücher zu schreiben. Deshalb mache ich das immer noch. Es geschieht automatisch. Wahrscheinlich ist dies das Geheimnis meines Erfolgs.

Bei einem Treffen mit dem Parlamentsabgeordneten Mr. Krishna Modi am 31. August 1976 in Delhi:
Krishna Modi: Und was ist Ihr Programm?
Prabhupada: Mein Programm ist Hare Krischna chanten und Bücher schreiben. Das ist alles.


Donnerstag, 7. August 2014

Bücher schreiben und verteilen


Die Bedeutung des Schreibens, Verlegens und Verbreitens von vedischer Literatur

Frage: Warum konzentrierst Du Dich mehr auf das Schreiben und Herausgeben von Büchern, als auf das Bauen von Tempeln?


Antwort von BR Sadhu Swami Gaurangapada:

Der Grund dafür ist, dass es die Anweisung aller meiner vorangegangenen Acharyas ist.

Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur: “Es gibt keinen bessere Lobpreisung und Dienst für Gott (bhajana und seva) als das Predigen durch das Schreiben.”

Es ist sicherlich nicht gut, wenn man Bücher schreibt, nur um Geld zu verdienen oder um des Ansehens Willen, aber Bücher zu schreiben und sie zu veröffentlichen, damit die Menschen erleuchtet werden, ist wirklicher Dienst am Herrn. Das war Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakurs Überzeugung und er hat seine Schüler ausdrücklich angewiesen, Bücher zu schreiben. Tatsächlich zog er es vor, Bücher herauszugeben, anstatt Tempel aufzubauen. Tempelbau ist für die breite Masse und spirituelle Neulinge, aber die Tätigkeit von fortgeschrittenen und ermächtigten Gottgeweihten ist es, Bücher zu schreiben, sie zu veröffentlichen und überall zu verteilen. Gemäss Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur ist Buchverteilung wie das Spielen auf einer grossen Trommel. (Caitanya Caritamrita Madhya-Lila 19.132)


Bücher herausgeben und verteilen ist wichtiger als Tempel zu bauen (Nektar der Hingabe Kapitel 7):

Ein Sannyasi sollte nicht davon begeistert sein, Tempel zu bauen. Wir können es im Leben von verschiedenen Acharyas der Linie von Sri Caitanya Mahaprabhu sehen, dass sie nicht so sehr davon begeistert waren, Tempel zu bauen. Wenn aber jemand kommt und seine Dienste anbietet, wird derselbe zurückhaltende Acharya den Diener dazu ermutigen, einen teuren Tempel zu bauen.

Ein echter spiritueller Meister sollte also nicht selbst die Verantwortung für den Tempelbau übernehmen, aber wenn jemand Geld hat, und es im Dienst für Krischna ausgeben möchte, braucht ein Acharya wie Rupa Goswami das Geld des Gottgeweihten, um einen schönen und teuren Tempel zu bauen um damit dem Herrn zu dienen. Ein spiritueller Meister muss vom Errichten von Tempelgebäuden im Namen vom sogenannten spirituellen Fortschritt nicht sehr begeistert sein. Vielmehr sollte seine erste und wichtigste Aktivität das Predigen sein. In diesem Zusammenhang empfiehlt Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur, dass ein spiritueller Meister Bücher drucken sollte. Wenn jemand vermögend ist, sollte er, anstatt teure Tempel zu bauen, sein Geld für das Veröffentlichen von anerkannten Büchern in verschiedenen Sprachen ausgeben, um die Bewegung für Krischnabewusstsein zu verbreiten.  



Dienstag, 22. Juli 2014

Soll man die Bücher der Acharyas lesen?


Frage: Wo sagt Srila Prabhupada, dass wir die Bücher der früheren Acharyas lesen sollen? Ich dachte, dass es ausreicht, wenn man seine Bücher liest.

Antwort von BR Sadhu Swami Gaurangapada:

In der Einleitung zum Srimad Bhagavatam schreibt Srila Prabhupada:

“Viele Geweihte vom Herrn Caitanya wie Srila Vrindavana dasa Thakur, Sri Locana dasa Thakur, Srila Krishnadasa Kaviraja Gosvami, Sri Kavikarnapura, Sri Prabodhananda Sarasvati, Sri Rupa Gosvami, Sri Sanatana Gosvami, Sri Raghunatha Bhatta Gosvami, Sri Jiva Gosvami, Sri Gopala Bhatta Gosvami, Sri Raghunatha dasa Gosvami; und auch im gegenwärtigen Zeitalter während der letzten zweihundert Jahren: Sri Visvanatha Cakravarti, Sri Baladeva Vidyabhushana, Sri Syamananda Gosvami, Sri Narottama dasa Thakura, Sri Bhaktivinoda Thakura und schliesslich Sri Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakura (unser spiritueller Meister) und viele andere grosse und berühmte Gelehrte und Gottgeweihte haben Bücher und mehrbändige literarische Werke über das Leben und die Lehren des Herrn verfasst. Derartige Werke gründen alle auf den überlieferten Schriften (sastras) wie den Veden, Puranas, Upanishaden, dem Ramayana, dem Mahabharata und anderen Geschichten und auf den von den Acharyas anerkannten Werken. Sie sind in ihrer Zusammenstellung und Präsentation einzigartig und voll von transzendentalem Wissen. Leider sind die Menschen dieser Welt immer noch in Unkenntnis über diese Literatur, aber wenn diese meist in Sanskrit oder Bengali verfassten Werke ans Licht kommen und denkenden Menschen zugänglich gemacht würden, dann würde der Ruhm Indiens und die Nachricht der Liebe diese düstere Welt überfluten, welche hauptsächlich nach Friede und Wohlstand mittels zahlreicher trügerischen Methoden trachtet, welche von den Acharyas der Schülernachfolge nicht annerkannt werden.”

“Andere falsche Gottgeweihte denken, dass das Studieren der Bücher früherer Acharyas nicht empfehlenswert sei, so wie das Studium von trockener, auf Erfahrung berufender Philosophie. Aber Srila Jiva Goswami, der Nachfolger der früheren Acharyas, hat uns die Schlussfolgerungen der Schriften in den sechs Thesen (Shat-sandarbhas) eingeschärft. Falsche Geweihte, welche sehr wenig Wissen von solchen Schlussfolgerungen haben, scheitern darin, reine Hingabe zu erlangen, weil sie die günstigen Anweisungen der selbstverwirklichten Gottgeweihten für den hingebungsvollen Dienst nicht annehmen. Solche falsche Gottgeweihte sind wie Unpersönlichkeitsanhänger, welche auch denken, hingebungsvoller Dienst sei nicht besser als gewöhnliche fruchtbringende Tätigkeiten.” (Caitanya Caritamrita Adi-lila 2.117)

Amogha: “Ich dachte, du sagtest, wir sollten die Bücher der vorangegangenen Acharyas nicht lesen.”
Srila Prabhupada: “Nein, ihr sollt sie lesen.” (Morgenspaziergang am 13. Mai 1975 in Perth)

“Ein aufrichtiger Gottgeweihter muss sich deshalb darauf vorbereiten, vedische Schriften wie die Upanishaden, den Vedanta und andere Literatur der früheren Autoritäten oder Goswamis zum Nutzen seiner Entwicklung zu hören. Ohne solche Schriften zu hören, kann man keinen wahren Fortschritt erzielen. Und ohne das Hören und Befolgen der Anweisungen, wird das Vorspielen des hingebungsvollen Dienstes wertlos und deshalb zu einem Hindernis auf dem Pfad des hingebungsvollen Dienstes. Deshalb sollte man das blosse Zurschaustellen hingebungsvollen Dienstes sogleich zurückweisen, wenn dieser Dienst nicht auf den Prinzipien von Hören (sruti), Erinnern (smriti), und den Schriften (purana oder pancaratra) beruht. Ein nicht autorisierter Geweihter sollte nie als ein reiner Gottgeweihter angesehen werden. Durch das Verinnerlichen der Anleitungen der vedischen Schriften kann man den all-durchdringenden Aspekt der Persönlichkeit Gottes im eigenen Selbst immerfort sehen. Dies nennt man Samadhi (Überseelen-Meditation).” 
(Srila Prabhupada in der Erläuterung zum Srimad Bhagavatam 1.2.12)





Donnerstag, 10. Juli 2014

Srila Bhaktisiddhanta Saraswati Thakur Prabhupada und andere Acharyas über das Chanten von Gauraanga


Frage: Es wird doch nirgendwo behauptet, man solle Krischnas Name weniger oft chanten als Gaurangas Name?

Antwort von BR Sadhu Swami Gaurangapada:

Es ist ausser Frage, dass ein heiliger Name weniger bedeutsam ist als der andere, denn beide sind die Namen derselben Persönlichkeit Gauranga Krischna. Wenn man aber die vergehensvolle Lage der Seelen im Kalizeitalter in Betracht zieht, wird erwähnt, dass die Namen von Nityananda Gauranga segensreicher sind.

Srila Prabhupada schreibt in der Erläuterung zum Caitanya Caritamrita Adi Lila 8.31: “Man sollte in diesem Zusammenhang zur Kenntnis nehmen, dass die Heiligen Namen Sri Krischnas und Gaurasundaras beide mit der höchsten Persönlichkeit Gottes identisch sind. Man sollte daher nicht denken, der eine Name sei mächtiger als der andere. Doch im Hinblick auf die Lage der Menschen im gegenwärtigen Zeitalter, ist das Chanten von Sri Caitanya Mahaprabhus Namen wichtiger als das Chanten des Hare Krischna Mahamantras; denn Sri Caitanya Mahaprabhu ist die grossherzigste Inkarnation, und seine Gnade kann sehr leicht erlangt werden.”

Beachte, dass hier Srila Prabhupada deutlich feststellt, dass das Chanten von Gaurangas Name wichtiger ist als das Chanten des Hare Krischna Mahamantras.

Der siebte Goswami Srila Sacchidananda Bhaktivinoda Thakura im Navadvipa-dhama-mahatmya Kap 1:

kali jivera aparadha asankhya durvara;
gauranga-nama vina tara nahika uddhara.

“Die Vergehen und Sünden der Lebewesen im Kali-Yuga sind unbegrenzt und unüberwindbar. Darum können die Seelen ohne das Chanten des barmherzigsten Namens von Gauranga nie erlöst werden.”

ANUBHASHYA ERLÄUTERUNG VON SRILA BHAKTISIDDHANTA SARASVATI THAKURA PRABHUPADA:

Bengali: krsna-nama aparadhera vicara karena, gaura-nityanandera name aparadhera vicara nai. aparadhi krsna-nama grahana karilei kakhanei naam-phala (krsna-prema) labha karena na. aparadhi thaka-kaleu gaura-nityanandera naam grahanakari naam karite karite aparadha mocanante naam-phala labha karena. ihara vicara o siddhanta ei je-gaura-nityanandera nikata krsna-vimukha sadhaka krsna unmukha haibara janya gamana karena. ara sadhanasiddha, anarthamukta krsnanmukera uccarya krsna-nama anarthayukta avasthaya kakhanei phala (krsna-prema)pradana kare na. gaura-nityananda anarthayukta jivera sevya-vastu haoyaya tahadera seva jivera krsnaseva apeksa adhiktara prayojaniya. sadhaka siksara apraptite siddhabhimane krsna-namera seva karite udyata haile tahara anarthaei asiya upasthita haya; kintu nitai-gaurera bhajane siddhabhimanera chalana na rakhiya anarthayukta avasthayeo jagadguru siksaka dvayera nikata upasthita haile tahara tahadigake anarthamukta karaiya tanhadigera svayam-rupa o svayam-prakasa svarupa uplabdhi karana. tahatei jivera svarupa-jnanera udaya haya.

“Das Hare Krischna Mahamantra berücksichtigt die Vergehen, während die heiligen Namen von Nityananda und Gauranga keine Vergehen kennen. Ein vergehensvoller Chanter wird nie die Frucht des Chantens (reine Liebe zu Krischna) erreichen, indem er nur das Hare Krischna Mahamantra chantet.”


DAS GRÖSSTE GEHEIMNIS:

Srila Bhaktisiddhanta fährt fort: “Deshalb sollte er, solange er Vergehen begeht, regelmässig die Namen von Nityananda und Gauranga chanten, welches die wichtigsten Namen (Grahanakari-Nama) für den Spiritualisten (Sadhaka) auf der Stufe des Chantens mit Vergehen (Anartha-Yukta) sind. Durch das wiederholte Chanten (Karite Karite) der Namen von Nityananda und Gauranga werden alle Vergehen zerstört, und er wird sehr rasch die Frucht des Chantens, reine Liebe zu Krischna, erlangen.”

Srila Bhaktisiddhanta Prabhupada: ”Das philosophische Prinzip hinter diesen Äusserungen ist folgendes: Der spirituelle Anwärter, welcher Krischna abgeneigt ist, nähert sich Nityananda und Gauranga, um von Krischna angezogen zu werden. Das Hare Krischna Mahamantra kann nur von einem spirituellen Praktizierenden (Sadhaka), welcher sich auf der vollkommenen Stufe (Sadhana-siddha) befindet, und frei ist von allen unerwünschten Eigenschaften (Anarthas), richtig ausgesprochen werden. Wenn Sadhakas, die voller Vergehen sind, nur das Mahamantra chanten, wird das Mahamantra ihnen nie Liebe zu Krischna geben.”

“Deshalb sind Nityananda und Gauranga und Ihre heiligen Namen die verehrungswürdigsten Herrschaften für diejenigen Seelen, welche voller Vergehen sind. Darum ist auch der Dienst gegenüber Ihren Namen, heiligen Orten und Spielen sogar passender und segensreicher für diese unglücklichen Seelen als der Dienst zu Krischna. Wenn der Sadhaka ohne ausreichende Anweisungen, stolz von sich selbst denkt, er sei auf der vollkommenen Stufe und versucht dem Hare Krischna Mahamantra unmittelbaren Dienst zu erweisen, indem er es chantet, ohne regelmässig die heiligen Namen von Nityananda und Gauranga zu chanten, werden die zehn Vergehen sicher auftreten und seinen Fortschritt zunichte machen. Andererseits, wenn der vergehensvolle Sadhaka seinen Stolz aufgibt und aufhört zu denken, er sei auf der vollkommenen Stufe, und auf diese Weise sich den Jagadgurus Nityananda und Gauranga annähert, Sie verehrt und Ihre Anweisungen befolgt, Ihre Spiele und Gottgeweihten annimmt, werden Sie ihn rasch von seinen Vergehen befreien und mit der Verwirklichung Ihrer eigenen Formen (Svarupas) von Svayam-Rupa (Gauranga) und Svayam-Prakasa (Nityananda) belohnen. Dann wird die Seele ihre eigene, naturgegebene Lage in der Beziehung zu Nityananda und Gauranga verstehen und so die höchste Vollkommenheit erlangen.”

Bengali: krsna-nama o gaura-nama,-ubhayei namira sahita abhinna. krsnke gaura apeksa laghu va sankirna baliya janile, uhake avidyara karya baliya janite haibe. prakrtapakse jivera prayojana-vicare sri gaura-nityanandera naam grahanera upayogita adhiktara. sri gaura-nityananda udara evam audaryera abhyantare madhura. krsnera udarta-kevala mukta, siddha asritajana ganera upara; gaura-nityanandera audarya-srote anarthayukta aparadhi jiva bhogamaya aparadhera haste haite mukta haiya gaura-krsnera pada-padma labha karena.

Srila Bhaktisiddhanta Prabhupada: “Die Namen von Krischna und Gauranga sind beide nicht verschieden von Gott. Diejenigen, welche denken, Krischna sei auf irgend eine Art niedriger oder begrenzter als Gauranga, befinden sich in völliger Unwissenheit.”

PRAYOJANA-VICARE- NÜTZLICHER

Srila Bhaktisiddhanta Prabhupada: “Aber aus praktischen (prayojana) Überlegungen in Anbetracht des zu erwartenden Segens für die gefallenen Seelen, ist das Chanten der Namen von Nityananda und Gauranga für alle Lebewesen nützlicher und hilfreicher. Die Gnade von Krischnas Name ist hauptsächlich nur für die befreiten und vollkommenen Seelen, die Ihm völlig hingegeben sind. Aber die Grossherzigkeit und Gnade von Nityanandas und Gaurangas Namen ist speziell für die Seelen, welche voller Vergehen, unerwünschter Eigenschaften (Anarthas) und Wünschen nach materieller Sinnesbefriedigung sind.”

“Das Chanten der Namen von Nityananda und Gauranga und Ihre Verehrung befreit die Seele sehr rasch von allen Vergehen, und so kann diese Seele bei den Lotusfüssen von Gauranga-Krischna Zuflucht nehmen.”




Montag, 23. Juni 2014

Bhaktivinod Thakur und Srila Prabhupada über das Chanten von Nityaananda und Gauraanga


Frage: Hat Bhaktivinod Thakur wirklich gesagt, man solle Nityanandas und Gaurangas Namen auf der Gebetskette chanten?

Ja, hat er. Er hat das Chanten auf der Gebetskette des viersilbigen Gauranga Mantrarajas (Gaura Gopala Mantra) ganz klar eingeführt und autorisiert, und zwar in seinem Kommentar (Amrita Pravaha Bhashya) zum Caitanya Caritamrita Antya-lila 2.31, wo wir nachlesen können, dass Srila Shivananda Sena ohne Unterbruch das Gauranga Mantra gechantet hat, weil es sein wichtigstes Mantra (Ishta-Mantra) war. Solch ein Ishta-Mantra wird hauptsächlich auf der Gebetskette gechantet.

Erläuterung von Srila Bhaktivinod Thakur in seinem Amrita Pravaha Bhashya:

gaura-gopala-mantra gauravadi gana 'gauranga' name catura-aksara gaura-mantra ke uddesya karena;

kevala krsnavadi gana ei gaura-gopala-mantra sabde radha-krsnera catura-aksara-mantrake uddesya karena.

„Das Folgende ist die Erklärung zum Gaura-Gopala Mantra. Die Nachfolger des Herrn Gauranga nehmen 'Gauranga' als das viersilbige Mantra und diejenigen, welche nur Krischnas Nachfolger sind, nehmen 'Radha-Krischna' als das Gaura-Gopala Mantra an. Die Gottgeweihten, welche sowohl Gauranga wie auch Krischna nachfolgen, akzeptieren beide als das Gaura-Gopala Mantra, weil sie verstehen, dass Sie nicht verschieden voneinander sind.“

Srila Prabhupada in der Erläuterung zum Caitanya Caritamrita Antya-lila 2.31:

“Verehrer Sri Gaurasundaras nehmen die vier Silben gau-ra-an-ga als das Gaura-mantra an, aber reine Verehrer von Radha und Krischna nehmen die vier Silben ra-dha krish-na als das Gaura-gopala-mantra an. Da aber für Vaishnavas zwischen Sri Caitanya Mahaprabhu und Radha-Krischna kein Unterschied besteht (sri-krishna-caitanya radha-krishna nahe anya), befindet sich jemand, der das Mantra “Gauranga” und jemand, der die Namen von Radha und Krischna chantet, auf der gleichen Ebene.”

 


Mittwoch, 11. Juni 2014

Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur Prabhupada über spirituelle Führung

Frage: Also sollte man unter der Führung eines fortgeschrittenen Vaishnavas sein?

Antwort: Diese Führung kann auch indirekt (durch Vani) erfolgen, so wie von Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur Prabhupada beschrieben:

“Auch wenn man in dieser Welt nicht viele Gottgeweihte aus der spirituellen Welt trifft, so bestehen doch die Unterhaltungen und Spiele der Geweihten aus der Zeit von Mahaprabhu für immer in der Form von Büchern und Klang, und deshalb fühlen wir nicht so viel Schmerz wegen materieller Schwierigkeiten. Wenn wir hier in Gemeinschaft mit den Worten der spirituellen Welt leben, wird uns die Erinnerung dieser Gemeinschaft von der materiellen Not fernhalten.”

Donnerstag, 5. Juni 2014

Website mit deutschen Übersetzungen

Nityaananda! Gauraanga! Hare Krischna!
Bitte nimmt meine Ehrerbietung an :bow:
Frühere Übersetzungen auf Deutsch findet ihr hier:


http://nitaigaurnam.org/german/

Haribol

Freitag, 30. Mai 2014

22. Zweifel an Puri Dhama

Puri Dhama ist nicht verschieden von Vrindavan und Navadvip-Dham

Srila Prabhupada schreibt im Caitanya Caritamrita: “Es ist genauso gut in Jagannatha Puri wie in Vrindavan zu leben. Der Grund dafür ist, dass Navadvip-Dham, Jagannatha Puri-Dham und Vrindavan-Dham identisch sind.”

Frage: In Jagannath Puri gibt es doch in den Schriften keine Erwähnung eines asta-kaliya (Tagesablauf von Krischna). Das gibt es nur in Navadvip und Vrindavan.

Antwort von BR Sadhu Swami Gaurangapada:

Dies wird deutlich erwähnt im Srila Bhakti Ratnakara, als Srila Srinivasa Acharya Jagannath Puri Dham besuchte, und das Nitya-Lila des Herrn Gauranga und Seiner Gefährten sah, welche im Jagannath Puri Dham tanzten, denn dieses Nitya-Lila wird ewiglich aufgeführt in Seiner heiligen Wohnstätte. Es wird im Hari Vamsa erwähnt, dass Jagannatha Puri Dham ein Teil von Goloka ist, und Srimati Sachidevi bestätigt dies im Sri Caitanya Bhagavata, als sie feststellt, dass Navadvip und Puri zwei Zimmer desselben Hauses sind (das gilt auch für Vrindavan).

Im Sri Vaishnava Tantra steht:

madhura dvaraka lila yah, karoti ca gokule; nilachala sthitah krishnasta, eva charati prabhuh.

“Ein jedes süsse und ausgereifte Spiel, welches von der höchsten Persönlichkeit Gottes in Gokula Vrindavan, Dvaraka, Mathura usw. aufgeführt wird, wird durch den verspielten Herrn zweifelsfrei auch in Sri Nilachala Kshetra Jagannath Puri Dham aufgeführt.”

Bitte beachte, dass in diesem Vers nicht nur Dvaraka steht, sondern auch alle Spiele in Gokula und Mathura.

Srila Sanatana Goswami schreibt im Sri Brihad Bhagavatamrita:

Text 216:

bho gopa-nandana ksetram, idam mama yatha priyam;

tatha sri-mathurathasau janma-bhumir visesatah.

Der Herr Jagannatha unterwies Gopakumara: “Oh Kuhhirtenjunge Gopakumara, so wie dieser Ort Purshuttoma Kshetra Puri Dham mir sehr lieb ist, so ist mir auch Mathura Dham sehr lieb, da es mein Geburtsort ist.”

Beachte dass Sri Jagannath Puri Dham dem Herrn so lieb ist wie Sri Mathura Mandala.

Text 194 und 195:

yadasya darsanotkantha, vraja-bhumer abhut taram;

tada tu sri-jagannatha-mahimna sphurati sma me

tat-ksetropavana-sreni-vrndaranyatayarnavah;

yamunatvena niladri-bhogo govardhanatmana

“Als es mir danach verlangte, Vrajabhumi zu sehen, wurden durch des Herrn Jagannathas Gnade und Herrlichkeit die Gärten dort zum heiligen Wald von Vrindavan, das Meer wurde zur Yamuna und der Nilachala Hügel manifestierte sich als Govardhan.”

Beachte, dass alle transzendentalen Orte der Spiele von Vrindavan-Dham in Jagannath Puri Dham vorhanden sind, und deshalb sind dort ebenso auch alle ewigen Spiele des Herrn ewiglich gegenwärtig.

Frage: Ist Jagannath Puri ein Abbild (Prakasa) von Dvaraka?

Antwort: Diese Behauptung wird von den obigen Versen aus dem Vaishnaviya Tantra und aus dem Brihad Bhagavatamrita widerlegt. Kannst du bitte diese Stellen aus den Schriften (Pramana) zitieren, welche die obige Behauptung belegen und auch die Behauptungen, Srila Jagadananda Pandit sei nicht Srimati Satyabhama devi (im Widerspruch zu dem, was im Gaura Gannodesha Dipika steht), Srila Haridas Thakur sei kein Rasika Vaishnava, also kein sehr fortgeschrittener Gottgeweihter auf der Ebene der spontanen Liebe zu Krischna (was dem widerspricht, was im Harinaam Cintamani steht), Srila Chota Haridas hätte eine Affäre mit Srimati Madhavi devi gehabt (was dem widerspricht, was im Srila Bhaktivinoda Thakur Anubhasya steht) usw.

Also, wenn wir theoretisch annehmen, dass Sri Puri Dham früher einmal Dvaraka oder Vaikuntha war, kann es aber nicht so bleiben, nachdem der Herr Gauranga Mahaprabhu persönlich mit der höchsten Stufe der Gottesliebe (mahabhava) nach Puri gekommen ist. Sri Gadadhara Pandit stellt im Sri Caitanya Caritamrita fest, dass jeder Ort, wo die Lotusfüsse des Herrn Gauranga sind, Sri Vrindavan Dham ist, also wie kann Puri Dham nur ein Prakasha von Dvaraka Dham sein, wenn der ursprüngliche Herr dort während achtzehn Jahren gewohnt hat? Sri Gadadhara Pandit, welcher Srimati Raharani Selbst ist, wohnt in den Gärten von Sri Tota Gopinatha und Yameshavara Tota, welche als nicht verschieden von Sri Vrindavan-Dham angesehen werden. Wie kann Srimati Radharani Selbst in einem Prakasha von Dvaraka wohnen? Es tut mir leid, aber ich lehne es geradeheraus ab, diese Theorie anzuerkennen.

Frage: Auch hat Mahaprabhu Seine vertraulichen Spiele nur einigen wenigen Gottgeweihten in Puri offenbart. Und gab es nicht so viel Aishvarya (übernatürliche Kraft, göttliche Herrschaft) in Seinen Spielen in Puri, zum Beispiel als Sein Körper wie der einer Schildkröte war?

Antwort: Es tut mir leid, aber dies ist nicht Aishwarya, sondern diese Symptome sind die der höchsten Stufe der Liebe zu Gott (Mahabhava) von Srimati Radharani. Wenn der Herr Gauranga dort ist, welcher eine Kombination von Mahabhava und Rasaraja (der höchste Geniesser) ist, wie kann da nur Aishvarya sein? Gib auch nur ein Stelle irgendeiner Schrift an, die aufzeigt, dass die Spiele vom Herrn Gauranga Mahaprabhu in Puri Dham Aishvarya sind und dass Seine Gefährten auch Aishvarya sind, so wie du es behauptest, und dann könnte man es in Betracht ziehen. Aber wie können Lalita und Vishakha, welche Ramananda und Svarupa sind, in Aishvarya sein? Wie kann ihr Gesang Aishvarya sein? Gambhira Dham ist nicht-verschieden von den vertraulichsten Orten (nikunjas) von Vrindavan-Dham und die höchsten vraja vipralambha Stimmungen werden hier für immer manifestiert. Die drei inneren Wünsche des Herrn Krischna werden in Gambhira Dham erfüllt, welche normalerweise nicht einmal in Vrindavan-Dham erfüllt werden. Es tut mir leid, aber diese Theorie kann ich auch nicht akzeptieren.


Frage: Sehnt sich Gopa-kumara im Brihad Bhagavatamritam nicht immer danach, nach Vrindavan zurückzukehren?

Antwort: Tatsächlich sehnte er sich danach, nach Puri Dhama zu gehen, als er unterwegs nach Vrindavan war, weil der Herr Jagannath ihm die ganze Umgebung von Vrindavan (Vraja) in Puri Dham gezeigt hatte, und das sogar nachdem er Mathura Dham erreicht hatte.

Sri Brihad Bhagavatamrita von Srila Sanatana Goswami bestätigt dies:

Text 3

atha sandarsanotkantha, jagad-isasya sajani;

yayedam sunyavad viksya, purusottamam asmaram

Gopakumara sagte, nachdem er in Mathura angekommen war: “Mein Verlangen, den Herrn Jagannath zu sehen, bringt mich dazu, selbst in Mathura Dham alles wie eine Wüste zu sehen. Ich erinnerte mich an Purusottama-kshetra Sri Puri Dham und verliess Vrindavan, um nach Puri Dham zurückzukehren.”

Srila Prabhupada bestätigt die Aussage des Sri Vaishnava Tantra in seiner wunderschönen Erläuterung zum Caitanya Caritamrita, Madhya Lila 22.132:

Srila Narottama das Thakur sang:

sri gauda-mandala-bhumi, yeba jane cintamani, tara haya vrajabhumi vasa

“Jemand, der die transzendentale Natur von Navadvip und Umgebung versteht, dort wo Sri Caitanya Mahaprabhu Seine Spiele aufgeführt hat, wohnt immerzu in Vrindavan. Es ist genauso gut in Jagannatha Puri wie in Vrindavan zu leben. Der Grund dafür ist, dass Navadvip-Dham, Jagannatha Puri-Dham und Vrindavan-Dham identisch sind.”