Samstag, 20. September 2014

Srila Prabhupada über Buchverteilung, Teil 3


Ansprache in Los Angeles am 20. Juni 1975:

Ich selbst habe keine Qualifikationen, ich habe nur versucht, meinen spirituellen Meister zufriedenzustellen. Das ist alles. Mein Guru sagte: “Wenn du zu Geld kommst, dann drucke Bücher.”
Es gab da ein persönliches Treffen, ein Gespräch, einige meiner wichtigsten Gottbrüder waren auch da. Das ganze war in Radha-Kund. Da sprach mein verehrter spiritueller Meister zu mir: “Seit wir diesen marmornen Bagh Bazaar Tempel haben, gibt es so viel Zwietracht, und jeder denkt: Wer wird in diesem Zimmer wohnen, und wer in jenem? Deshalb möchte ich diesen Tempel und den Marmor verkaufen, und einige Bücher drucken.” Ja, so habe ich das aus seinem Munde gehört, dass er von Büchern sehr begeistert ist. Und er hat mir selbst persönlich gesagt: “Wenn du zu Geld kommst, dann drucke Bücher.” Deshalb frage ich mit Nachdruck: “Wo sind die Bücher? Wo sind die Bücher? Wo sind die Bücher?” Bitte helft mir. Das ist mein Wunsch: Druckt so viele Bücher in so vielen Sprachen wie möglich, und verteilt sie auf der ganzen Welt. Dann wird sich das Krischna-Bewusstsein automatisch verbereiten.


Brief an Ajita, Bombay, 7.April 1974:
Schliesslich ist es meine erste Pflicht, Bücher über das Krischna-Bewusstsein zu veröffentlichen.


Brief an Bhagavan Vrindavan, 5. November 1972:
Drucke auf jeden Fall Bücher, verteile sie überall, das wird das beste Predigen sein. Was wird dein drei Minuten langes Predigen bewirken? Aber wenn sie ein Buch kaufen, könnte das ihr Leben verändern. Also mache das zu deiner wichtigen Aufgabe, unsere Bücher in französischer Sprache und anderen Sprachen zu drucken, und grossflächig zu verteilen, und das wird meinen spirituellen Meister erfreuen. Mach dir nichts draus, es braucht ein wenig Zeit, um voranzukommen, unser Vorgang ist langsam aber sicher, und wir sind überzeugt, dass wenn wir auf diese Weise fortfahren, wir eines Tages nach Hause gehen werden, zurück zu Gott.


Brief an Karandhara, Bombay, 27. September 1973:
Es erfreut mich zu sehen, dass unsere Literatur so grossflächig verteilt wird. Das war die Ursache der Zufriedenheit meines spirituellen Meisters. Er mochte es lieber, Bücher zu verteilen als Tempel zu bauen. Er hat mir persönlich geraten, Bücher zu drucken, falls ich etwas Geld habe.


Brief an Srutadeva, Mayapur, 24. Oktober 1974:
Ich denke, es ermutigt die Gottgeweihten, welche die Bücher verteilen. Hier in Mayapur hat mein spiritueller Meister eine Zeitschrift gedruckt. Es wurde nur für einige paisa verkauft. Manchmal, wann immer ein Brahmacari nach Navadvip ging und ein paar wenige Exemplare verkauft hat, sah ich, dass mein Guru sehr zufrieden war. Auch wenn der Brahmacari kein sehr wichtiges Mitglied war, war mein Guru sehr, sehr zufrieden mit ihm. Er hat mich persönlich unterwiesen, dass Bücher wichtiger seien als grosse Tempel. In Radha Kund sagte er mir, dass es, weil wir den grossen Marmortempel in Bhag Bazaar bauten, so viele Schwierigkeiten gab. Unsere Leute waren eifersüchtig darauf, wer nun in welchem Zimmer wohnen sollte. Er dachte es wäre besser, all den Marmor wegzunehmen und zu verkaufen und Bücher zu drucken. Er hat mir das persönlich gesagt. Deshalb lege ich immer so viel Wert auf die Buchverteilung. Es ist besser als Kirtan. Es ist besser als Chanten. Natürlich sollte das Chanten nicht aufhören, aber Buchverteilung ist der beste Kirtan.


Brief an Puranjana, Honolulu, 4. May 1976:
Wenn wir uns bemühen, und er ein Buch nach Hause nimmt, wird er eines Tages verstehen, was für ein wertvolles Wissen er erhalten hat. Es ist transzendentale Literatur.


Srimad Bhagavatam Klasse zu 1.5.9-11 in Neu Vrindavan, 6. Juni 1969:
Wenn ihr Bücher schreiben wollt, dann schreibt Bücher um den Herrn zu verherrlichen.

Na yad vacas citra-padam harer yasah.


Freitag, 5. September 2014

Srila Prabhupada über Buchverteilung, Teil 2

Erläuterung zum Caitanya Caritamrita 12.8:

Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur wollte soviele Bücher wie möglich drucken und sie in der ganzen Welt verteilen. Wir haben diesbezüglich unser Bestes versucht, und wir erhalten Resultate die unsere Erwartungen übertreffen.

Die Mission von Caitanya

Der Herr Caitanya Mahaprabhu wies Seine Schüler an, Bücher über die Wissenschaft von Krischna zu schreiben, eine Aufgabe, welche diejenigen, die Ihm nachfolgen, bis zum heutigen Tag weiterhin ausführen.

Unterhaltung vom 10. April 1977 in Bombay:

Prabhupada: Ja. Ich chante. Wenn ich nicht schreibe, chante ich. Selbstverständlich gibt es Ausnahmen. Was kann man gegen dieses körperliche Hinderniss tun? Ansonsten chante ich, oder ich lese Bücher, oder ich schreibe Bücher.

Brief an Upendra, Los Angeles, 6. August 1970:

Diese Dinge sind zu sehr eine ärgerliche Ablenkung für mich, ich möchte nur Zeit finden, Bücher zu schreiben, um damit meinen spiritueller Meister zufrieden zu stellen.

Srimad Bhagavatam, 8.1, Zusammenfassung:

Ich versuche ohne Unterlass Bücher zu veröffentlichen, wie es mein spiritueller Meister vorgeschlagen hat … Weder bin ich ein grosser Gelehrter noch ein grosser Gottgeweihter; ich bin nur ein demütiger Diener meines spirituellen Meisters, und ich versuche ihn durch das Veröffentlichen dieser Bücher so gut ich kann zu erfreuen, mit der Unterstützung meiner Schüler in Amerika.

Erläuterung zum Srimad Bhagavatam 10.2.31:

Deshalb ist es die Pflicht des Acharyas, Bücher zu veröffentlichen, welche den zukünftigen Interessenten helfen, die Praktik des Dienstes anzunehmen und fähig zu werden, durch Gottes Gnade zurück nach Hause zu Gott zu gelangen.

Prabhupada am 21 Februar 1976 in Mayapur in einem Vortrag zum Erscheinungstag von Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Gosvami Prabhupada:

Er (Srila Bhaktisiddhanta) fuhr fort dass “es keine Notwendigkeit gibt, viele Tempel zu errichten. Lieber veröffentlichen wir ein paar Bücher.” So hat er das gesagt. Er sagte: “Wir haben diese unsere Gaudiya Math in Ultadanga angefangen. Die Miete war sehr gering, und wenn wir 2 bis 250 Rupien auftreiben konnten, war das sehr gut und es ging weiter. Aber seit dieser J.V. Datta uns diesen Marmorstein Thakurabari gegeben hat, hat der Wettkampf zwischen den Schülern zugenommen, und deshalb mag ich es nicht mehr. Lieber würde ich den Marmor herausnehmen, verkaufen, und einige Bücher veröffentlichen.” Diesen Punkt habe ich aufgegriffen, und er hat mich auch speziell angewiesen, dass “wenn du zu Geld kommst, versuche Bücher zu veröffentlichen”. Durch seine Segnung wurde es mit eurer Mitarbeit zum Erfolg. Jetzt werden unsere Bücher auf der ganzen Welt verkauft, und es ist ein sehr zufriedenstellender Verkauf. Deshalb versucht euch an diesem speziellen Tag des Erscheinens von Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur an seine Worte zu erinnern, dass er wollte, dass viele Bücher über unsere Philosophie veröffentlicht werden, und dass sie speziell der englischsprachigen Bevölkerung zugänglich gemacht werden, weil Englisch jetzt die Weltsprache ist. Wir reisen in der ganzen Welt umher. Überall sprechen wir Englisch und es wird fast überall verstanden. Also verlange ich von meinen Schülern, die mit mir zusammenarbeiten, an diesem besonderen Tag des Erscheinens von Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur, ausdrücklich, zu versuchen, möglichst viele Bücher herauszugeben und auf der ganzen Welt zu verteilen. Dies wird sowohl Caitanya Mahaprabhu wie auch Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur gefallen. Ich danke euch vielmals.



Donnerstag, 21. August 2014

Srila Prabhupada über Buchverteilung

Brief an Satsvarupa, Nellore, 5. Januar 1976:
Wenn diese Buchverteilung richtig organisiert wird, mit viel Begeisterung und Entschlossenheit, und wenn unsere Leute gleichzeitig spirituell stark bleiben, wird die ganze Welt Krischna-bewusst werden.

Buchverteilung ist wichtiger als Bildgestalten zu verehren (Srimad Bhagavatam 7.14.39):
Sri Chaitanya Mahaprabhu hat mit Seinem persönlichen Beispiel gezeigt, dass Er weder Bildgestalten noch Tempel errichtet hat, stattdessen hat er die Sankirtan-Bewegung (Verbreitung des heiligen Namens) eingeführt. Deshalb sollten Krischna-bewusste Prediger der Sankirtan-Bewegung mehr Bedeutung zumessen, vor allem durch das vermehrte Verteilen transzendentaler Literatur. Das wird der Sankirtan-Bewegung helfen. Wann immer sich die Gelegenheit bietet, die Bildgestalt zu verehren, können wir viele Zentren eröffnen, aber im Allgemeinen sollten wir die Verteilung transzendentaler Literatur als wichtiger erachten, weil dies effektiver ist, um die Leute zum Krischna-Bewusstsein zu bringen.

Das Geheimnis von Srila Prabhupadas Erfolg (Morgenspaziergang, 2. April 1974 in Bombay):
Prabhupada: Ja. Krischna sagt: sarva-dharman parityajya (BG 18.66). Du machst ein Praktikum... Mein spiritueller Meister hat mir verraten, dass ihm die Veröffentlichung von Büchern besser gefällt, als das Errichten von Tempeln ( Matha-mandira). Also hab ich das akzeptiert, und damit begonnen, Bücher zu verlegen, und es wurde ein Erfolg. Karyam karma. Ich hab es angenommen... ach ja, mein Meister möchte, dass Bücher veröffentlicht werden. Also habe ich mich darauf konzentriert, anstatt auf das Errichten von vielen Zentren, grossen Tempeln, dies ist nicht meine erste Aufgabe. Meine allererste Aufgabe ist es, Bücher zu schreiben. Deshalb mache ich das immer noch. Es geschieht automatisch. Wahrscheinlich ist dies das Geheimnis meines Erfolgs.

Bei einem Treffen mit dem Parlamentsabgeordneten Mr. Krishna Modi am 31. August 1976 in Delhi:
Krishna Modi: Und was ist Ihr Programm?
Prabhupada: Mein Programm ist Hare Krischna chanten und Bücher schreiben. Das ist alles.


Donnerstag, 7. August 2014

Bücher schreiben und verteilen


Die Bedeutung des Schreibens, Verlegens und Verbreitens von vedischer Literatur

Frage: Warum konzentrierst Du Dich mehr auf das Schreiben und Herausgeben von Büchern, als auf das Bauen von Tempeln?


Antwort von BR Sadhu Swami Gaurangapada:

Der Grund dafür ist, dass es die Anweisung aller meiner vorangegangenen Acharyas ist.

Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur: “Es gibt keinen bessere Lobpreisung und Dienst für Gott (bhajana und seva) als das Predigen durch das Schreiben.”

Es ist sicherlich nicht gut, wenn man Bücher schreibt, nur um Geld zu verdienen oder um des Ansehens Willen, aber Bücher zu schreiben und sie zu veröffentlichen, damit die Menschen erleuchtet werden, ist wirklicher Dienst am Herrn. Das war Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakurs Überzeugung und er hat seine Schüler ausdrücklich angewiesen, Bücher zu schreiben. Tatsächlich zog er es vor, Bücher herauszugeben, anstatt Tempel aufzubauen. Tempelbau ist für die breite Masse und spirituelle Neulinge, aber die Tätigkeit von fortgeschrittenen und ermächtigten Gottgeweihten ist es, Bücher zu schreiben, sie zu veröffentlichen und überall zu verteilen. Gemäss Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur ist Buchverteilung wie das Spielen auf einer grossen Trommel. (Caitanya Caritamrita Madhya-Lila 19.132)


Bücher herausgeben und verteilen ist wichtiger als Tempel zu bauen (Nektar der Hingabe Kapitel 7):

Ein Sannyasi sollte nicht davon begeistert sein, Tempel zu bauen. Wir können es im Leben von verschiedenen Acharyas der Linie von Sri Caitanya Mahaprabhu sehen, dass sie nicht so sehr davon begeistert waren, Tempel zu bauen. Wenn aber jemand kommt und seine Dienste anbietet, wird derselbe zurückhaltende Acharya den Diener dazu ermutigen, einen teuren Tempel zu bauen.

Ein echter spiritueller Meister sollte also nicht selbst die Verantwortung für den Tempelbau übernehmen, aber wenn jemand Geld hat, und es im Dienst für Krischna ausgeben möchte, braucht ein Acharya wie Rupa Goswami das Geld des Gottgeweihten, um einen schönen und teuren Tempel zu bauen um damit dem Herrn zu dienen. Ein spiritueller Meister muss vom Errichten von Tempelgebäuden im Namen vom sogenannten spirituellen Fortschritt nicht sehr begeistert sein. Vielmehr sollte seine erste und wichtigste Aktivität das Predigen sein. In diesem Zusammenhang empfiehlt Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur, dass ein spiritueller Meister Bücher drucken sollte. Wenn jemand vermögend ist, sollte er, anstatt teure Tempel zu bauen, sein Geld für das Veröffentlichen von anerkannten Büchern in verschiedenen Sprachen ausgeben, um die Bewegung für Krischnabewusstsein zu verbreiten.  



Dienstag, 22. Juli 2014

Soll man die Bücher der Acharyas lesen?


Frage: Wo sagt Srila Prabhupada, dass wir die Bücher der früheren Acharyas lesen sollen? Ich dachte, dass es ausreicht, wenn man seine Bücher liest.

Antwort von BR Sadhu Swami Gaurangapada:

In der Einleitung zum Srimad Bhagavatam schreibt Srila Prabhupada:

“Viele Geweihte vom Herrn Caitanya wie Srila Vrindavana dasa Thakur, Sri Locana dasa Thakur, Srila Krishnadasa Kaviraja Gosvami, Sri Kavikarnapura, Sri Prabodhananda Sarasvati, Sri Rupa Gosvami, Sri Sanatana Gosvami, Sri Raghunatha Bhatta Gosvami, Sri Jiva Gosvami, Sri Gopala Bhatta Gosvami, Sri Raghunatha dasa Gosvami; und auch im gegenwärtigen Zeitalter während der letzten zweihundert Jahren: Sri Visvanatha Cakravarti, Sri Baladeva Vidyabhushana, Sri Syamananda Gosvami, Sri Narottama dasa Thakura, Sri Bhaktivinoda Thakura und schliesslich Sri Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakura (unser spiritueller Meister) und viele andere grosse und berühmte Gelehrte und Gottgeweihte haben Bücher und mehrbändige literarische Werke über das Leben und die Lehren des Herrn verfasst. Derartige Werke gründen alle auf den überlieferten Schriften (sastras) wie den Veden, Puranas, Upanishaden, dem Ramayana, dem Mahabharata und anderen Geschichten und auf den von den Acharyas anerkannten Werken. Sie sind in ihrer Zusammenstellung und Präsentation einzigartig und voll von transzendentalem Wissen. Leider sind die Menschen dieser Welt immer noch in Unkenntnis über diese Literatur, aber wenn diese meist in Sanskrit oder Bengali verfassten Werke ans Licht kommen und denkenden Menschen zugänglich gemacht würden, dann würde der Ruhm Indiens und die Nachricht der Liebe diese düstere Welt überfluten, welche hauptsächlich nach Friede und Wohlstand mittels zahlreicher trügerischen Methoden trachtet, welche von den Acharyas der Schülernachfolge nicht annerkannt werden.”

“Andere falsche Gottgeweihte denken, dass das Studieren der Bücher früherer Acharyas nicht empfehlenswert sei, so wie das Studium von trockener, auf Erfahrung berufender Philosophie. Aber Srila Jiva Goswami, der Nachfolger der früheren Acharyas, hat uns die Schlussfolgerungen der Schriften in den sechs Thesen (Shat-sandarbhas) eingeschärft. Falsche Geweihte, welche sehr wenig Wissen von solchen Schlussfolgerungen haben, scheitern darin, reine Hingabe zu erlangen, weil sie die günstigen Anweisungen der selbstverwirklichten Gottgeweihten für den hingebungsvollen Dienst nicht annehmen. Solche falsche Gottgeweihte sind wie Unpersönlichkeitsanhänger, welche auch denken, hingebungsvoller Dienst sei nicht besser als gewöhnliche fruchtbringende Tätigkeiten.” (Caitanya Caritamrita Adi-lila 2.117)

Amogha: “Ich dachte, du sagtest, wir sollten die Bücher der vorangegangenen Acharyas nicht lesen.”
Srila Prabhupada: “Nein, ihr sollt sie lesen.” (Morgenspaziergang am 13. Mai 1975 in Perth)

“Ein aufrichtiger Gottgeweihter muss sich deshalb darauf vorbereiten, vedische Schriften wie die Upanishaden, den Vedanta und andere Literatur der früheren Autoritäten oder Goswamis zum Nutzen seiner Entwicklung zu hören. Ohne solche Schriften zu hören, kann man keinen wahren Fortschritt erzielen. Und ohne das Hören und Befolgen der Anweisungen, wird das Vorspielen des hingebungsvollen Dienstes wertlos und deshalb zu einem Hindernis auf dem Pfad des hingebungsvollen Dienstes. Deshalb sollte man das blosse Zurschaustellen hingebungsvollen Dienstes sogleich zurückweisen, wenn dieser Dienst nicht auf den Prinzipien von Hören (sruti), Erinnern (smriti), und den Schriften (purana oder pancaratra) beruht. Ein nicht autorisierter Geweihter sollte nie als ein reiner Gottgeweihter angesehen werden. Durch das Verinnerlichen der Anleitungen der vedischen Schriften kann man den all-durchdringenden Aspekt der Persönlichkeit Gottes im eigenen Selbst immerfort sehen. Dies nennt man Samadhi (Überseelen-Meditation).” 
(Srila Prabhupada in der Erläuterung zum Srimad Bhagavatam 1.2.12)





Donnerstag, 10. Juli 2014

Srila Bhaktisiddhanta Saraswati Thakur Prabhupada und andere Acharyas über das Chanten von Gauraanga


Frage: Es wird doch nirgendwo behauptet, man solle Krischnas Name weniger oft chanten als Gaurangas Name?

Antwort von BR Sadhu Swami Gaurangapada:

Es ist ausser Frage, dass ein heiliger Name weniger bedeutsam ist als der andere, denn beide sind die Namen derselben Persönlichkeit Gauranga Krischna. Wenn man aber die vergehensvolle Lage der Seelen im Kalizeitalter in Betracht zieht, wird erwähnt, dass die Namen von Nityananda Gauranga segensreicher sind.

Srila Prabhupada schreibt in der Erläuterung zum Caitanya Caritamrita Adi Lila 8.31: “Man sollte in diesem Zusammenhang zur Kenntnis nehmen, dass die Heiligen Namen Sri Krischnas und Gaurasundaras beide mit der höchsten Persönlichkeit Gottes identisch sind. Man sollte daher nicht denken, der eine Name sei mächtiger als der andere. Doch im Hinblick auf die Lage der Menschen im gegenwärtigen Zeitalter, ist das Chanten von Sri Caitanya Mahaprabhus Namen wichtiger als das Chanten des Hare Krischna Mahamantras; denn Sri Caitanya Mahaprabhu ist die grossherzigste Inkarnation, und seine Gnade kann sehr leicht erlangt werden.”

Beachte, dass hier Srila Prabhupada deutlich feststellt, dass das Chanten von Gaurangas Name wichtiger ist als das Chanten des Hare Krischna Mahamantras.

Der siebte Goswami Srila Sacchidananda Bhaktivinoda Thakura im Navadvipa-dhama-mahatmya Kap 1:

kali jivera aparadha asankhya durvara;
gauranga-nama vina tara nahika uddhara.

“Die Vergehen und Sünden der Lebewesen im Kali-Yuga sind unbegrenzt und unüberwindbar. Darum können die Seelen ohne das Chanten des barmherzigsten Namens von Gauranga nie erlöst werden.”

ANUBHASHYA ERLÄUTERUNG VON SRILA BHAKTISIDDHANTA SARASVATI THAKURA PRABHUPADA:

Bengali: krsna-nama aparadhera vicara karena, gaura-nityanandera name aparadhera vicara nai. aparadhi krsna-nama grahana karilei kakhanei naam-phala (krsna-prema) labha karena na. aparadhi thaka-kaleu gaura-nityanandera naam grahanakari naam karite karite aparadha mocanante naam-phala labha karena. ihara vicara o siddhanta ei je-gaura-nityanandera nikata krsna-vimukha sadhaka krsna unmukha haibara janya gamana karena. ara sadhanasiddha, anarthamukta krsnanmukera uccarya krsna-nama anarthayukta avasthaya kakhanei phala (krsna-prema)pradana kare na. gaura-nityananda anarthayukta jivera sevya-vastu haoyaya tahadera seva jivera krsnaseva apeksa adhiktara prayojaniya. sadhaka siksara apraptite siddhabhimane krsna-namera seva karite udyata haile tahara anarthaei asiya upasthita haya; kintu nitai-gaurera bhajane siddhabhimanera chalana na rakhiya anarthayukta avasthayeo jagadguru siksaka dvayera nikata upasthita haile tahara tahadigake anarthamukta karaiya tanhadigera svayam-rupa o svayam-prakasa svarupa uplabdhi karana. tahatei jivera svarupa-jnanera udaya haya.

“Das Hare Krischna Mahamantra berücksichtigt die Vergehen, während die heiligen Namen von Nityananda und Gauranga keine Vergehen kennen. Ein vergehensvoller Chanter wird nie die Frucht des Chantens (reine Liebe zu Krischna) erreichen, indem er nur das Hare Krischna Mahamantra chantet.”


DAS GRÖSSTE GEHEIMNIS:

Srila Bhaktisiddhanta fährt fort: “Deshalb sollte er, solange er Vergehen begeht, regelmässig die Namen von Nityananda und Gauranga chanten, welches die wichtigsten Namen (Grahanakari-Nama) für den Spiritualisten (Sadhaka) auf der Stufe des Chantens mit Vergehen (Anartha-Yukta) sind. Durch das wiederholte Chanten (Karite Karite) der Namen von Nityananda und Gauranga werden alle Vergehen zerstört, und er wird sehr rasch die Frucht des Chantens, reine Liebe zu Krischna, erlangen.”

Srila Bhaktisiddhanta Prabhupada: ”Das philosophische Prinzip hinter diesen Äusserungen ist folgendes: Der spirituelle Anwärter, welcher Krischna abgeneigt ist, nähert sich Nityananda und Gauranga, um von Krischna angezogen zu werden. Das Hare Krischna Mahamantra kann nur von einem spirituellen Praktizierenden (Sadhaka), welcher sich auf der vollkommenen Stufe (Sadhana-siddha) befindet, und frei ist von allen unerwünschten Eigenschaften (Anarthas), richtig ausgesprochen werden. Wenn Sadhakas, die voller Vergehen sind, nur das Mahamantra chanten, wird das Mahamantra ihnen nie Liebe zu Krischna geben.”

“Deshalb sind Nityananda und Gauranga und Ihre heiligen Namen die verehrungswürdigsten Herrschaften für diejenigen Seelen, welche voller Vergehen sind. Darum ist auch der Dienst gegenüber Ihren Namen, heiligen Orten und Spielen sogar passender und segensreicher für diese unglücklichen Seelen als der Dienst zu Krischna. Wenn der Sadhaka ohne ausreichende Anweisungen, stolz von sich selbst denkt, er sei auf der vollkommenen Stufe und versucht dem Hare Krischna Mahamantra unmittelbaren Dienst zu erweisen, indem er es chantet, ohne regelmässig die heiligen Namen von Nityananda und Gauranga zu chanten, werden die zehn Vergehen sicher auftreten und seinen Fortschritt zunichte machen. Andererseits, wenn der vergehensvolle Sadhaka seinen Stolz aufgibt und aufhört zu denken, er sei auf der vollkommenen Stufe, und auf diese Weise sich den Jagadgurus Nityananda und Gauranga annähert, Sie verehrt und Ihre Anweisungen befolgt, Ihre Spiele und Gottgeweihten annimmt, werden Sie ihn rasch von seinen Vergehen befreien und mit der Verwirklichung Ihrer eigenen Formen (Svarupas) von Svayam-Rupa (Gauranga) und Svayam-Prakasa (Nityananda) belohnen. Dann wird die Seele ihre eigene, naturgegebene Lage in der Beziehung zu Nityananda und Gauranga verstehen und so die höchste Vollkommenheit erlangen.”

Bengali: krsna-nama o gaura-nama,-ubhayei namira sahita abhinna. krsnke gaura apeksa laghu va sankirna baliya janile, uhake avidyara karya baliya janite haibe. prakrtapakse jivera prayojana-vicare sri gaura-nityanandera naam grahanera upayogita adhiktara. sri gaura-nityananda udara evam audaryera abhyantare madhura. krsnera udarta-kevala mukta, siddha asritajana ganera upara; gaura-nityanandera audarya-srote anarthayukta aparadhi jiva bhogamaya aparadhera haste haite mukta haiya gaura-krsnera pada-padma labha karena.

Srila Bhaktisiddhanta Prabhupada: “Die Namen von Krischna und Gauranga sind beide nicht verschieden von Gott. Diejenigen, welche denken, Krischna sei auf irgend eine Art niedriger oder begrenzter als Gauranga, befinden sich in völliger Unwissenheit.”

PRAYOJANA-VICARE- NÜTZLICHER

Srila Bhaktisiddhanta Prabhupada: “Aber aus praktischen (prayojana) Überlegungen in Anbetracht des zu erwartenden Segens für die gefallenen Seelen, ist das Chanten der Namen von Nityananda und Gauranga für alle Lebewesen nützlicher und hilfreicher. Die Gnade von Krischnas Name ist hauptsächlich nur für die befreiten und vollkommenen Seelen, die Ihm völlig hingegeben sind. Aber die Grossherzigkeit und Gnade von Nityanandas und Gaurangas Namen ist speziell für die Seelen, welche voller Vergehen, unerwünschter Eigenschaften (Anarthas) und Wünschen nach materieller Sinnesbefriedigung sind.”

“Das Chanten der Namen von Nityananda und Gauranga und Ihre Verehrung befreit die Seele sehr rasch von allen Vergehen, und so kann diese Seele bei den Lotusfüssen von Gauranga-Krischna Zuflucht nehmen.”




Montag, 23. Juni 2014

Bhaktivinod Thakur und Srila Prabhupada über das Chanten von Nityaananda und Gauraanga


Frage: Hat Bhaktivinod Thakur wirklich gesagt, man solle Nityanandas und Gaurangas Namen auf der Gebetskette chanten?

Ja, hat er. Er hat das Chanten auf der Gebetskette des viersilbigen Gauranga Mantrarajas (Gaura Gopala Mantra) ganz klar eingeführt und autorisiert, und zwar in seinem Kommentar (Amrita Pravaha Bhashya) zum Caitanya Caritamrita Antya-lila 2.31, wo wir nachlesen können, dass Srila Shivananda Sena ohne Unterbruch das Gauranga Mantra gechantet hat, weil es sein wichtigstes Mantra (Ishta-Mantra) war. Solch ein Ishta-Mantra wird hauptsächlich auf der Gebetskette gechantet.

Erläuterung von Srila Bhaktivinod Thakur in seinem Amrita Pravaha Bhashya:

gaura-gopala-mantra gauravadi gana 'gauranga' name catura-aksara gaura-mantra ke uddesya karena;

kevala krsnavadi gana ei gaura-gopala-mantra sabde radha-krsnera catura-aksara-mantrake uddesya karena.

„Das Folgende ist die Erklärung zum Gaura-Gopala Mantra. Die Nachfolger des Herrn Gauranga nehmen 'Gauranga' als das viersilbige Mantra und diejenigen, welche nur Krischnas Nachfolger sind, nehmen 'Radha-Krischna' als das Gaura-Gopala Mantra an. Die Gottgeweihten, welche sowohl Gauranga wie auch Krischna nachfolgen, akzeptieren beide als das Gaura-Gopala Mantra, weil sie verstehen, dass Sie nicht verschieden voneinander sind.“

Srila Prabhupada in der Erläuterung zum Caitanya Caritamrita Antya-lila 2.31:

“Verehrer Sri Gaurasundaras nehmen die vier Silben gau-ra-an-ga als das Gaura-mantra an, aber reine Verehrer von Radha und Krischna nehmen die vier Silben ra-dha krish-na als das Gaura-gopala-mantra an. Da aber für Vaishnavas zwischen Sri Caitanya Mahaprabhu und Radha-Krischna kein Unterschied besteht (sri-krishna-caitanya radha-krishna nahe anya), befindet sich jemand, der das Mantra “Gauranga” und jemand, der die Namen von Radha und Krischna chantet, auf der gleichen Ebene.”