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Donnerstag, 20. August 2015
Freitag, 30. Januar 2015
Wieder-Einweihung und andere Grundsätze, Teil 3
Wir
schätzen uns auch sehr glücklich, wenn wir die Gottgeweihten,
welche unter unserer Führung und Anleitung bleiben, direkt anleiten
und für sie beten können. Wir hoffen, dass ihnen dadurch keine
Unanehmlichkeiten entstehen. Wir werden immerzu dafür beten, dass
alle Gaudiya-Vaishnavas aller Institutionen, inklusive unserer
eigenen Anhänger, Fortschritte machen.
Es
gibt viele wundervolle, nicht-kritisierende, nicht-sektiererische und
offene Gottgeweihte und Zentren in ISKCON, in der Gaudiya-Math und
anderen Vaishnava-Institutionen, und man kann sicherlich mit ihnen
Gemeinschaft pflegen, und dadurch spirituellen Fortschritt machen,
falls der betreffende Tempel oder das Management dieser Institution,
wo man sie besucht, nichts gegen einen solchen Besuch haben.
Ebenfalls sollten dadurch weder ihnen, noch einem selbst,
Unanehmlichkeiten entstehen, wenn bekannt wird, dass man die heiligen
Namen von Nityananda und Gauranga zusammen mit dem Hare Krischna
Mahamantra chantet, oder dass man ein Schüler eines Meisters
ausserhalb ihrer Institution ist. Es muss solche aufgeschlossenen
Zentren und Gruppen in verschiedenen Gebieten der Erde geben, und man
sollte den Nutzen aus ihrer spirituellen Gemeinschaft ziehen. Aber
bitte lasst euch nie auf irgendeine Weise in das Anstiften, Zuhören
oder Ausprechen von Kritik gegenüber der heiligen Namen,
irgendwelchen Gottgeweihten oder anderen Vaishnava-Gruppierungen
hineinziehen, denn sonst wird eine solche Gemeinschaft zu etwas
weltlichem.
Zudem
wird ausdrücklich empfohlen, dass wir die heiligen Namen von
Nityananda und Gauranga zu vielen Millionen anderer Leute, welche
nichts über den Pfad der Hingabe (Bhakti) wissen, predigen und
verteilen sollen. Aber es wird nicht geraten, dass wir über die
heiligen Namen von Nityananda und Gauranga predigen, wenn wir solche
Gaudiya Vaishnava-Institutionen besuchen, weil sie sonst
unglücklicherweise den Eindruck erhalten könnten, wir wollten ihre
Gottgeweihten bekehren oder ihnen etwas aufzwingen, oder ihre
Gottgeweihten abwerben, auch wenn wir es aus dem Wunsch heraus tun,
ihnen von den seltenen Herrlichkeiten der überaus grossherzigen
heiligen Namen von Nityananda und Gauranga zu erzählen.
Wir
können dorthin gehen, um die gute Philosophie und das Wissen über
den Pfad der Hingabe (bhakti) zu lernen, wenn sie es uns erlauben
oder nichts dagegen haben. Die einzige Sorge ist, dass keine Vergehen
begangen und niemandem Unanehmlichkeiten bereitet werden, wegen der
obengenannten Grundsätze der Gaudiya Vaishnava- Institutionen.
Deshalb geben wir uns grosse Mühe, euch über solche Grundsätze und
die möglichen Optionen zu informieren. Vielen Dank. Nityananda!
Gauranga! Hare Krischna!
Freitag, 16. Januar 2015
Wieder-Einweihung und andere Grundsätze, Teil 2
Frage:
Was ist unsere Strategie im Umgang mit ISKCON und anderen
Institutionen?
Zitat aus dem ISKCON Gesetzbuch:
8.2.1.1
Unangemessenes Suchen von Anweisungen ausserhalb von ISKCON
Da
alles spirituelle Wissen und alle Anweisungen, die benötigt werden,
in Srila Prabhupadas Büchern und in ISKCON zu finden sind, hat kein
Mitglied von ISKCON die Erlaubnis, ohne die Zustimmung vom GBC,
spirituelle Anweisung von einer Person oder Institution ausserhalb
von ISKCON zu suchen. Ein Mitglied von ISKCON, welches dieser
Anordnung zuwiderhandelt, wird deshalb von ISKCON ausgeschlossen.
8.2.1.4
Um Vergehen gegenüber Srila Prabhupada und seinen Gottbrüdern zu
vermeiden, errinert der GBC alle ISKCON Gottgeweihten an die
Anweisung von Srila Prabhupada, dass wir im Allgemeinen die
Gemeinschaft mit seinen Gottbrüdern und Mitgliedern von anderen
spirituellen Gruppen vermeiden sollten, ausser man hat die Erlaubnis
dazu von einem GBC-Mitglied für einen speziellen Anlass. Intensive
Gemeinschaft zum Lernen (siksa) von einem spirituellen Meister
ausserhalb von ISKCON ist verboten.
Diejengen,
welche wiederholt gegen diese Bestimmungen verstossen, werden auf
jeden Fall mit Sanktionen durch die Tempelpräsidenten und die GBC
Zonen-Sekretäre belegt, welche nach ihrem Ermessen solchen
Gottgeweihten verbieten können, auf ISKCON Besitz zu leben oder an
ISKCON Veranstaltungen teilzunehmen.
Antwort
von BR Sadhu Swami Gaurangapada:
Unter
Berücksichtigung der obengenannten Weisungen der ISKCON, machen wir
uns Sorgen wegen der Unanehmlichkeiten, welche die Gottgeweihten von
ISKCON erdulden müssen, wenn sie zu uns kommen, um spirituelle
Anleitung zu bekommen. Hauptsächlich predigen wir zu spirituellen
Neulingen, und wir sind nicht daran interessiert, den Gottgeweihten,
welche ihre spirituelle Nahrung und Segen von ISKCON erhalten,
Unanehmlichkeiten zu bereiten. Wir möchten, dass sie fortfahren
dorthin zu gehen und gute Gottgeweihte in ISKCON werden. Wir sind
sogar sehr offen, wenn unsere neuen Gottgeweihten und Nachfolger
ISKCON Tempel besuchen, aber die obengenannte Weisung macht klar,
dass es für sie sehr schwer sein wird, dies zu tun. Ebenso ist es
sehr schwer für diejenigen, welche an beiden Orten Anweisungen
bekommen möchten.
Unser
Verständnis der Anweisungen von Srila Prabhupada und den Acharyas,
dass man zuerst regelmässig Zuflucht bei den heiligen Namen von
Nityananda und Gauranga suchen soll, bevor man das Pancha Tattva
Mantra und das Hare Krischna Mahamantra chantet, wird in ISKCON nicht
akzeptiert und könnte auch von einigen Gottgeweihten in ISKCON und
anderen Vaishnava-Gruppen kritisiert werden. Deshalb wollen wir diese
Gottgeweihten, welche mit ISKCON und anderen Vaishnava-Gruppen
verbunden sind, demütig bitten, aufzupassen, damit sie solche
vorhersehbaren Unanehmlichkeiten für sie in Zukunft vermeiden, falls
sie zu uns kommen wegen spirituellen Anweisungen. Da es uns
persönlich sehr schmerzen würde, falls einem Gottgeweihten
irgendwelche Unanehmlichkeiten bereitet würden, oder wenn dieser
Vergehen oder Kritik anhören müsste, schreiben wir diese Nachricht
im Voraus.
Unglücklicherweise
werden unsere demütigen Anstrengungen zu predigen und unsere
spirituellen Anweisungen durch das Internet und persönliche Reisen
verbreitet, und wir haben noch keine Predigtzentren oder Tempel in
der Welt, so wie ISKCON oder andere Vaishnava-Institutionen. Deshalb
würden wir uns glücklich schätzen, wenn einige Gottgeweihte,
welche sehr regelmässig zu ISKCON gehen, sich entscheiden, die
ISKCON-Gemeinschaft zu wählen, um dort gute und ernsthafte
Gottgeweihte zu werden, und in ihrem Chanten der heiligen Namen
Fortschritte zu machen. Freudigen Herzens werden wir sie segnen, dies
zu tun, da ja die ISKCON-Gottgeweihten gelegentlich auch die heiligen
Namen der Herren Nityananda und Gauranga in Form des Pancha Tattva
Mantras chanten, und von Ihren Spielen hören und die Bildgestalten
von Nityananda-Gauranga verehren.
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Mittwoch, 31. Dezember 2014
Wieder-Einweihung und andere Grundsätze
Frage:
Wirst Du Schüler anderer spiritueller Meister wiedereinweihen oder
Einladungen von ihnen annehmen?
Antwort
von BR Sadhu Swami Gaurangapada:
Nein,
das wäre nicht möglich. Wir sind nicht daran interessiert,
Einladungen an Predigt-Veranstaltungen, welchen von Schülern anderer
Gaudiya Vaishnava-Gurus organisiert werden, anzunehmen, ausser diese
spirituellen Meister hätten ihre Erlaubnis dazu erteilt. Um allen
Vaishnavas Unannehmlichkeiten zu ersparen und um Streit zu vermeiden,
ist es unsere persönliche Entscheidung, dass wir diese Gottgeweihten
ermutigen, welche uns anfragen und welche Diksha in das
Krischna-Mantra schon von einem anerkannten und echten spirituellen
Meister in unserer Gaudiya Vaishnava Schülernachfolge angenommen
haben, die Nityananda- und Gauranga-Mantras einfach ohne unsere
Einweihung in diese Mantrarajas zu chanten. Tatsächlich verlangen
wir von Gottgeweihten, welche Unterweisung (Shiksha) von einem
anderen anerkannten Gaudiya-Vaishnava Lehrer annehmen, dass sie die
Erlaubnis ihres Shiksha-gurus einholen, bevor sie zu uns kommen.
Deshalb entspricht es ganz genau den Aussagen der Schriften, dass sie
Diksha in die Nityananda- und Gauranga-Mantrarajas von einem anderen
Lehrer annehmen können, während sie immer noch ihren vorherigen
Lehrer verehren, welcher ihnen Einweihung in das Krischna-Mantra gab
(Harinama- oder Vishnunama-Guru). Wir werden ihnen die Einweihung in
die Nityananda- und Gauranga-Mantrarajas nicht verleihen, solange sie
nicht die ausdrückliche und klare Anweisung und Erlaubnis ihres
ersten einweihenden Meisters (Diksha Gurus) dazu haben. Wenn sie
unsere Führung suchen, werden wir diese Gottgeweihten dazu
ermutigen, einfach die heiligen Namen von Nityananda und Gauranga
zusammen mit dem heiligen Namen Krischnas zu chanten. Wir sind vor
allem daran interessiert, die Nityananda- und Gauranga-Mantrarajas
unter den spirituellen Neulingen zu verbreiten. Falls sie Anweisung
wünschen, werden wir von den Gottgeweihten, welche schon von
anerkannten Vaishnava-Gurus eingeweiht sind, einfach verlangen, dass
sie das Chanten der Nityananda- und Gauranga-Mantrarajas ihrem
täglichen Chanten des Hare Krischna Mahamantras hinzufügen. Auf
diese Weise muss niemand befürchten, dass das Predigen der
Nityananda- und Gauranga-Mantrarajas eine Störung sein könnte.
Falls es konkrete Vorfälle gibt, bitten wir die betroffenen
Gottgeweihten oder spirituellen Meister anderer Institutionen, uns
direkt auf eine Vaishnava Art zu kontaktieren, damit wir die Sache
auch direkt regeln können. Wir sichern unsere volle Zusammenarbeit
in dieser Angelegenheit zu.
Wer ist ein echter Vaishnava?
Echte
Vaishnavas freuen sich sehr, wenn sie andere Vaishnavas sehen, wie
diese den heiligen Namen auf der ganzen Welt verbreiten.
Srila
Prabhupada im Caitanya Caritamrita, Madhya Lila 1.218:
“Der
spirituelle Meister weiht den Schüler ein, um ihn zu befreien, und
wenn der Schüler die Anweisung des spirituellen Meisters ausführt,
und keine Vergehen gegenüber anderen Vaihnavas begeht, ist sein Weg
frei. Deshalb hat Caitanya Mahaprabhu von allen Vaishnavas verlangt,
dass sie mit den zwei Brüdern Rupa und Sanatana, welche gerade von
Herrn eingeweiht wurden, barmherzig sein sollen. Wenn ein Vaishnava
sieht, dass ein anderer Vaishnava die Barmherzigkeit des Herrn
empfängt, freut ihn das sehr. Vaishnavas sind nicht eifersüchtig.
Wenn ein Vaishnava durch die Gnade des Herrn ermächtigt wird, den
heiligen Namen des Herrn auf der ganzen Welt zu verbreiten, freuen
sich die anderen Vaishnavas sehr - falls sie echte Vaishnavas sind.
Wer auf den Erfolg eines Vaishnavas neidisch ist, ist sicherlich
selbst kein Vaishnava, sondern ein gewöhnlicher, weltlicher Mensch.
Neid und Eifersucht zeigen weltliche Menschen, nicht aber Vaishnavas.
Warum sollte ein Vaishnava eifersüchtig auf einen anderen Vaishnava
sein, der erfolgreich den heiligen Namen des Herrn verbreitet? Ein
wirklicher Vaishnava nimmt einen anderen Vaishnava freudig an,
welcher die Barmherzigkeit des Herrn verteilt. Eine weltliche Person
im Kleid eines Vaishnavas sollte nicht respektiert, sondern
zurückgewiesen werden. Dies wird von den Schriften verboten. Das
Wort upeksa, welches gebraucht wird, heisst zurückweisen, nicht
annehmen. Man sollte eine neidische Person nicht beachten. Die
Pflicht eines Predigers ist, die höchste Persönlichkeit Gottes zu
lieben, und mit anderen Vaishnavas Freundschaft zu schliessen, den
Unschuldigen gegenüber gnädig zu sein und diejenigen zu
vernachlässigen, welche neidisch und eifersüchtig sind. Es gibt
viele eifersüchtige Menschen im Gewand eines Vaishnavas in dieser
Bewegung für Krischnabewusstsein, und diese sollten überhaupt nicht
beachtet werden. Es gibt keinen Grund, einer eifersüchtigen Person
im Kleid eines Vaishnavas zu dienen. Wenn Narottama dasa Thakura
sagt “chadiya vaisnava seva nistara peyeche keba” meint er damit
einen echten Vaishnava, und nicht eine neidische Person im Kleid
eines Vaishnavas.”
Srila
Prabhupada in der Erläuterung zum Sri Caitanya Caritamrita
Madhya-Lila 1.220:
“Dies
ist das Verhalten eines echten Vaisnavas. Als sie sahen, dass Rupa
und Sanatana dermassen vom Glück begünstigt waren, dass sie die
Barmherzigkeit des Herrn empfangen durften, waren sie so erfreut,
dass sie alle den beiden Brüdern gratulierten. Eine eifersüchtige
Person im Gewand eines Vaishnavas freut sich überhaupt nicht zu
sehen, wie ein anderer Vaishnava erfolgreich die Barmherzigkeit des
Herrn empfängt. Unglücklicherweise gibt es in diesem Zeitalter des
Kali viele weltliche Menschen im Gewand eines Vaishnavas, und Srila
Bhaktivinoda Thakura beschrieb sie als Anhänger von Kali. Er nennt
sie Kali-Cela. Er stellt fest, dass es noch eine andere Art Vaishnava
gibt, den Möchtegern-Vaishnava mit Tilaka auf der Nase und
Kanti-Perlen um den Hals. Solch ein Möchtegern-Vaishnava gibt sich
mit Geld und Frauen ab, und ist neidisch auf erfolgreiche Vaishnavas.
Obwohl er als Vaishnava angesehen wird, ist sein einziges Ziel Geld
im Gewand eines Vaishnavas zu verdienen. Bhaktivinoda Thakura sagt
deshalb, dass ein solcher Möchtegern-Vaishnava überhaupt kein
Vaishnava ist, sondern ein Schüler des Kali-Zeitalters. Ein Schüler
von Kali kann nicht durch einen Gerichtsbeschluss Acharya werden.
Weltliche Stimmen haben kein Recht einen Vaishnava Acharya zu wählen.
Ein Vaishnava Acharya ist selbstleuchtend, deshalb braucht es keinen
Gerichtsbeschluss. Ein falscher Acharya mag versuchen, einen
Vaishnava mit einem Gerichtsurteil zu überstimmen, aber Bhaktivinoda
Thakura sagt, er sei nichts anderes als ein Schüler von Kali.”
Donnerstag, 18. Dezember 2014
Sektierertum im spirituellen Leben, Teil 6
Wie Srila Bhaktisiddhanta in seiner oben zitierten aussergewöhnlichen Feststellung hervorbebt, hat eine organisatorische Einrichtung, welche durch einen unkonventionellen Acharya, welcher aus der spirituellen Welt hinabgestiegen ist, gegründet wurde, über seine körperliche Abreise hinaus bestand oder auch nicht, aber seine ewigen Lehren sind das Leben und die Seele seiner Nachfolger, welche auch erst in tausend Jahren geboren werden mögen. Der Gita zufolge verschwand selbst die Schülernachfolge, welche von Krischna Selbst gegründet wurde, im Laufe der Zeit; mit Institutionen ist es nicht anders. Also macht es keinen Sinn, am Schatten oder an den Äusserlichkeiten der vier Wände einer Organisation festzuhalten, welche sowieso im Laufe der Zeit verschwinden wird, und deshalb auf diejenigen herabzuschauen, welche nicht Teil der eigenen Institution sind. Das, worauf es wirklich ankommt, sind die Lehren (Vani) der Acharyas, weil dadurch bleiben sie für immer auf diesem Planteten und leiten ihre Nachfolger an, welche auch äusserlich in einer anderen oder gar keiner Institution sein mögen.
Es
stärkt die Mission von Srila Prabhupada und Gauranga, wenn es viele
Missionen und Gesellschaften gibt, die Ihre Botschaft predigen. Denn
falls etwas der einen Gesellschaft zustossen würde, können
wenigstens die anderen fortfahren. Das war auch der Grund, warum
Srila Prabhupada ISKCON und BBT getrennt hatte. Die wirkliche ISKCON
ist nicht nur eine weltliche, rechtliche Gesellschaft aus Steinen und
Mauern, sondern die Gesellschaft, in der die Lehren (Vani) von Srila
Prabhupada, den Acharyas und Ihrer Herrschaften Sri Sri
Nityananda-Gauranga umgesetzt und gepredigt werden. Srila Narada
Muni, Srila Shukadev Goswami, Srila Bhaktivinoda Thakura usw sind in
der wirklichen ISKCON, weil sie hunderprozentig im
Gauranga-Krischna-Bewusstsein sind. Solange wir nicht hunderprozentig
Gauranga-Krischna-bewusst sind, können wir nicht Teil der echten
ISKCON sein. Die wirkliche ISKCON ist “krishna rasa bhavita matih”
und voller Herrlichkeit, wie von Srila Rupa Goswani festgestellt
wurde.
Eine
Vaishnava Organisation zum Predigen sollte als einen der Äste der
Gaudiya Parampara verstanden werden. Wenn sie aber darauf besteht,
dass sie der einzige Zweig ist und die Gottgeweihten anderer
Organisationen abweist, begeht sie ein Vergehen durch parteiische,
intolerante und dogmatische sektiererische Überlegungen, welche zu
Vaishnava Aparadha in grossem Umfang führen. Dies ist in der
Vergangenheit wiederholt geschehen und jedermann kennt auch die
Folgen davon. Deshalb sollte man sich davor scheuen, andere sogleich
aus einem engstirnigen, intoleranten und sektiererischen Verständnis
heraus zu kritisieren. Es sollte nicht zu einer Art von Angewohnheit
oder Berauschung werden, sich damit zu beschäftigen, Gottgeweihte
ausserhalb der eigenen Gruppe herabzuwürdigen. Man sollte an die
ernsthaften Folgen denken, falls diejenige Person, welche
herabgesetzt wird, ernsthaft den Wunsch hat, Guru und Gauranga
zufriedenzustellen, auch wenn er scheinbar anders handelt oder
predigt, in einer äusserlich anderen Gruppe, als diejenige, welche
ihn kritisiert. Wenn man damit anfängt, sich innerhalb der Gruppe
gegenseitig zu kritisieren, ist es ein Leichtes, dann schliesslich
auch Gottgeweihte ausserhalb der Gruppe ebenfalls zu kritisieren,
ohne sich im geringsten um ihre Beweggründe zu scheren. Sowohl
innerliche wie äusserliche Schlammschlachten sollten nicht zu einem
Bestandteil unseres spirituellen Lebens oder zu einer starken,
unüberwindbaren Angewohnheit werden, sonst werden wir engstirnig und
sektiererisch.
SCHLUSSFOLGERUNG:
Man sollte deshalb Gemeinschaft mit Nityananda-Gauranga Bhaktas
pflegen und von ihnen hören, und nicht auf der Basis eines solch
weltlichen Verständnisses von Organisationen. Vielmehr sollte man
darauf achten, wie schön sie die Anweisungen von Guru und Gauranga
umsetzen, und wie viel Vertrauen sie in das Chanten der heiligen
Namen von Nityananda, Gauranga und Hare Krischna haben.
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Shukadeva Goswami
Dienstag, 2. Dezember 2014
Sektierertum im spirituellen Leben, Teil 5
Ein
Acharya wie Srila Prabhupada ist ein Jagadguru (universeller
Meister), wie eine Sonne. Eine Sonne ist nie indisch, amerikanisch,
chinesisch usw. Jeder kann sich in jedem Land im Sonnenlicht baden.
Genauso kann jeder die Anweisungen und Predigen des Acharyas
befolgen, um ihm und den Herrschaften Sri Sri Nityananda-Gauranga zu
gefallen, und zwar überall auf der Welt, egal ob innerhalb der
Gesellschaft, welche vom Acharya gegründet wurde, oder ausserhalb
der Mauern dieser Gesellschaft oder in einer anderen Organisation.
Die äusserliche Zugehörigkeit einer Person zu einer bestimmten
Organisation hat überhaupt nichts damit zu tun, wie sie die Lehren
und Anweisungen des erhabenen Acharyas praktisch umsetzt. Wie kann
man nur versuchen, die Lehren eines Acharyas für die nächsten
Zehntausend Jahre nur auf eine einzige Institution zu beschränken?
Sind zum Beispiel die Lehren von Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati
Thakur Prabhupada und dem siebten Goswami Srila Saccidananda
Bhaktivinod Thakur nur auf die Gaudiya Math beschränkt? Nein, alle
Gottgeweihten auf der ganzen Welt können diese hören, predigen und
in ihren Leben umsetzen. Dasselbe gilt für Srila Prabhupadas Lehren.
Einige
behaupten, man könne Srila Prabhupada nicht ausserhalb der
ISKCON-Institution gefallen. Das ist dasselbe, wie wenn man sagen
würde, dass man das Sonnenlicht nicht sehen kann, wenn man ein
bestimmtes Land verlässt. Es ist auch wie wenn man sagt, dass keiner
der Gottgeweihten von ISKCON Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur
Prabhupad zufriedenstellen kann, weil sie in einer anderen
Institution als der Gaudiya Math sind, derjenigen Institution, welche
er ursprünglich gegründet hatte und von welcher er auch sagte, dass
niemand sie verlassen soll. Wir wissen, dass dies nicht stimmt. Alle
Gottgeweihten können die vorangegangenen Acharyas zufriedenstellen,
indem sie ernsthaft ihren Lehren folgen, auch wenn sie in einer
anderen oder gar keiner Institution sind.
Tatsächlich
ist der wahre Geist des Acharyas dort, wo ein Gottgeweihter ernsthaft
versucht, die Lehren des Acharyas zu befolgen und umzusetzen, egal ob
innerhalb oder ausserhalb der Mauern einer Institution. Manchmal kann
eine Person äusserlich innerhalb der vier Wände der vom Acharya
gegründeten Institution sein, aber wenn man von den Anweisungen des
Acharyas, der Meister, der Heiligen und der Schriften abweicht, kann
man eigentlich gar nicht innerhalb der reinen Vaishnava-Gesellschaft
sein, so wie das der Acharya vorgesehen hat. Das ist, was mit
Krischna- oder Gauranga-Bewusstsein gemeint ist. Mauern können kein
Bewusstsein haben, es befindet sich in den Herzen der Gottgeweihten.
Die Treue gegenüber den Lehren eines Acharyas hat nichts mit Sekte
oder Institution zu tun.
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Prabhupada
Dienstag, 18. November 2014
Sektierertum im spirituellen Leben, Teil 4
Gemäss Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur Prabhupada haben keine äusserlichen Einrichtungen, Gesellschaften und Institutionen in dieser Welt für immer Bestand, tasächlich bestehen sie meistens nur während der Jahre, in denen der Begründer persönlich auf diesem Planeten anwesend ist oder einige Jahre oder Jahrzehnte darüber hinaus. Aber das Gauranga-Krischna-Bewusstsein ist nicht so, weil es die ewige Religion und Aufgabe der Seele in Beziehung zum Herrn Gauranga-Krischna ist, die verschiedenen Gesellschaften des Gauranga-Krischna-Bewusstseins mögen entstehen und vergehen, aber es wird für immer bleiben und über die nächsten zehntausend Jahre triumphieren.
ISKCON
wurde von Srila Prabhupada auch als einen Teil der echten Gaudiya
Math aufgebaut, weil Srila Prabhupada versucht hat, die Anweisungen
seines spirituellen Meisters Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur
Prabhupada zu befolgen, indem er die Gaudiya Math verliess und ISKCON
gründete. Kann man sagen, weil der Name von ISKCON verschieden ist
von Gaudiya Math, welche sein Guru ursprünglich gegründet hat, dass
Srila Prabhupada seinen spirituellen Meister verlassen hat? Nein,
denn das wäre das grösste Vergehen, weil alle Anstrengungen von
Srila Prabhupada nur dazu dienten, seinem spirituellen Meister Srila
Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur Prabhupada zu gefallen.
Wir
haben alle unsere Nachfolger und Gottgeweihten angewiesen, zu
versuchen, mit allen Gaudiya Vaishnava-Institutionen so gut wie
möglich zu kooperieren, wenn diese den Vorgang des regelmässigen
Chantens der Nityananda und Gauranga Mantrarajas zusammen mit dem
Hare Krischna Mahamantra akzeptieren. Wir haben von unseren
Gottgeweihten verlangt, niemals die Predigeranstrengungen irgendeiner
Vaishnava-Institution oder einzelnen Vaishnava-Gottgeweihten
öffentlich oder privat herabzuwürdigen. Auch sind wir nicht daran
interessiert, nur die Anzahl unserer Nachfolger zu erhöhen, und
unsere Geweihten können frei alle Tempel besuchen und mit den
Gottgeweihten und Gurus aller Vaishnava-Institutionen Gemeinschaft
pflegen, solange es dort keine Herabwürdigung des erhabenen Vorgangs
des Chantens der Nityananda und Gauranga Mantrarajas zusammen mit dem
Hare Krischna Mahamantra gibt. Sogar wenn ein uneingeweihter Schüler,
welcher von uns angeleitet wurde, wünscht, Einweihung von einem
anderen ermächtigten spirituellen Meister in einer anderen
anerkannten Gaudiya-Vaishnava-Institution anzunehmen, kann er das
gerne tun.
Montag, 3. November 2014
Sektierertum im spirituellen Leben, Teil 3
„Ein Sannyasi sollte eine Institution haben, die dazu dient, das Krischnabewusstsein zu predigen.“ Srila Prabhupada, SB 7.13.34
“Deshalb
können, in der Linie vom Herrn Caitanya, sogar die Sannyasins
überall über das Krischnabewusstsein reden, und wenn jemand
wirklich geneigt ist, ein Schüler zu werden, wird ihn der Sannyasi
immer annehmen. Der Punkt ist, das der Vorgang des
Krischnabewusstseins ohne die Zunahme an Schülern nicht verbreitet
wird.” (Srila Prabhupada im Nektar der Hingabe, Kap 7)
“Die
Vorstellung einer durchdacht organisierten Kirche, bedeutet das Ende
einer lebendigen spirituellen Bewegung. Die grossen kirlichen
Institutionen sind wie Deiche und Dämme, welchen den Strom
aufhalten, welcher von so etwas aber nicht aufgehalten werden kann.
Sie bezeichnen tatsächlich der Wunsch einer Masse, eine spirituelle
Bewegung zu ihrem eigenen Zweck auszunutzen. Ebenso zeigen sie
unmissverständlich das Ende der absoluten und bedingungslosen
Führung des qualifizierten spirituellen Meisters an. Die Menschen
dieser Welt kennen vorsorgliche Systeme, aber sie können keine
Vorstellung vom ungeschützten positiven ewigen Leben haben. Ebenso
kann es im herkömmlichen Sinne keine irdische Erfindung zum
immerwährenden, ewigen Schutz des Lebens auf der weltlichen Ebene
geben.” (Srila Bhaktisiddhanta Saraswati Thakur, Harmonist 29.7)
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Sektierertum
Sonntag, 19. Oktober 2014
Sektierertum im spirituellen Leben, Teil 2
Srila Prabhupada schreibt: „ Es gibt so viele Gesellschaften und Verbindungen reiner Gottgeweihter, und wenn jemand, auch nur mit geringem Glauben, anfängt, Gemeinschaft mit solchen Gesellschaften zu pflegen, wird sein Fortschritt hin zu reinem hingebungsvollem Dienst rasch erfolgen.“ (Nektar der Hingabe, Kapitel 19, Seite 41)
Kommentar
von Bhakti Ratna Swami Gaurangapada:
Wenn
Srila Prabhupada selbst festhält, dass es viele Gesellschaften und
Vereinigungen reiner Gottgeweihter gibt, und nicht nur eine, und er
selbst empfiehlt, Gemeinschaft mit ihnen zu pflegen, um raschen
spirituellen Fortschritt zu machen, dann erwartet man von seinen
Nachfolgern auch, dass sie diese Gesellschaften und Gottgeweihten
ausserhalb ihrer Gruppierung respektieren, um diese Worte von Srila
Prabhupada zu beachten.
Srila
Prabhupada:
„Krischnadas Kaviraja Goswami respektiert alle Prediger der Bewegung von Sri Chaitanya Mahaprabhu gleichermassen, und sie werden mit Zweigen an einem Baum verglichen. ISKCON ist einer dieser Zweige.“ (Chaitanya Caritamrita, Adi-lila 10.7, Erläuterung)
„Krischnadas Kaviraja Goswami respektiert alle Prediger der Bewegung von Sri Chaitanya Mahaprabhu gleichermassen, und sie werden mit Zweigen an einem Baum verglichen. ISKCON ist einer dieser Zweige.“ (Chaitanya Caritamrita, Adi-lila 10.7, Erläuterung)
Kommentar von BR Swami Gaurangapada:
Wenn Srila Prabhupada festhält, dass ISKCON einer der Zweige vom Gauranga-Baum ist, bedeutet das, dass es auch viele andere Zweige gibt. Und jeder Zweig muss den anderen respektieren, da jeder ein Teil des Körpers vom Herrn Gauranga ist.
Bhaktivinod
Thakur im Krischna Samhita 8.22:
sampradaya-virodho
'yam davanalo vicintyate
„Das
elfte Hinderniss für die Vaishnavas ist das Sektierertum, welches
die Form eines Waldbrandes annimmt. Wegen diesem Sektierertum kann
man niemand ausserhalb der eigenen Gruppierung als Vaishnava
anerkennen, und als Folge davon hat man viele Probleme, einen
spirituellen Meister zu finden und mit ernsthaften Gottgeweihten
Gemeinschaft zu pflegen. Deshalb ist das Löschen des Waldbrandes,
indem man diese Denkweise aufgibt, äusserst wichtig.“
Bhaktivinod
Thakur: „Guppengeist - dieser grosse Feind der Wahrheit - wird
immer die Anstrengung des Suchenden, die Wahrheit in den religiösen
Schriften seines Landes zu finden, vereiteln, und wird ihn dazu
bringen, zu glauben, dass die absolute Wahrheit nirgendwo ausser in
seinem alten religiösen Buch zu finden sei.“Samstag, 4. Oktober 2014
Sektierertum im spirituellen Leben
Frage:
Was ist Deine Sicht vom institutionalisierten Sektierertum im
spirituellen Leben?
Antwort
von BR Sadhu Swami Gaurangapada:
“Meine
ständige Anweisung und demütige Bitte an alle meine Schüler und
Gottgeweihten ist, niemals auf irgendeine Weise eine
Vaishnava-Organisation oder einen Vaishnava zu kritisieren oder
herabzuwürdigen, sei es öffentlich oder privat. Versucht über
diese sektiererischen Gesellschafts-Probleme so wenig wie möglich zu
diskutieren, am besten überhaupt nicht. Bitte seht immer die guten
Eigenschaften in anderen Vaishnava-Institutionen und ihren
Gottgeweihten und verherrlicht ihre guten Qualitäten. Bitte seht
euren eigenen spirituellen Meister nie als etwas Besseres an, als
irgendeinen anderen gegenwärtigen Guru oder Acharya. Bitte denkt
nicht, dass es ausserhalb eurer Gruppierung keine fortgeschrittenen
und qualifizierten Vaishnavas gibt. All dies sind gefährliche
Hindernisse auf dem Bhakti-Pfad und werden die zarte Pflanze der
Hingabe (bhakti-lata-bija) zerstören. Wenn du etwas falsches in
anderen Gottgeweihten siehst, kritisiere nicht hinter dem Rücken
dieses Gottgeweihten oder der Gruppierung, weil solche Kritik nutzlos
und gefährlich ist. Du kannst diesen Gottgeweihten oder die Gruppe
ansprechen und demütig auf den Fehler hinweisen, falls dies möglich
ist, ansonsten überlasse es dem spirituellen Meister und Ihren
Herrschaften Nityananda und Gauranga, diesen Fehler zu korrigieren.
Bitte fahre mit deinem eigenen hingebungsvollen Dienst fort.
Diejenigen zu kritisieren, welchen wir nicht helfen können, ist wie
wenn man in die Luft spuckt. Die Folge davon ist, dass alles
herunterkommt und auf uns selbst zurückfällt und uns beschmutzt.
Deshalb vermeidet dies um jeden Preis.”
Bevor
wir diese Diskussion über Sektierertum im spirituellen Leben
beginnen, wollen wir festhalten, dass wir das grossartige Predigen in
dieser Welt von den verschiedenen Gaudiya Vaishnava-Institutionen wie
ISKCON, den verschiedenen Gaudiya Maths usw, vollständig anerkennen
und von ganzem Herzen schätzen. Dieses
Predigen schafft sicherlich eine glücksverheissende Atmosphäre in
dieser Welt. Dieser Artikel ist eine philosophische Sicht vom
Sektierertum und nicht gegen irgendeine Institution oder einen
Gottgeweihten gerichtet.
Auch
möchte ich klar festhalten, dass ich persönlich keine Institution
oder institutionalisierte Besitztümer oder Fonds verwalte und nicht
im entferntesten daran interessiert bin, dies zu tun. Ich bin auch
nicht der Gründer oder ein offizielles Mitglied irgendeiner
Institution oder Organisation. Ich habe meinen eigenen persönlichen
Bhajan Ashram in Sri Puri Dham und schreibe, chante, veröffetliche
und verrichte Predigerdienste. Gauranga Dharma oder
Gauranga-Krischna-Bewusstsein ist die ewige Eigenschaft und
Bestimmung der Seele und keine Institution. Schüler und Gottgeweihte
können wohltätige Organisationen gründen, Besitz und Vermögen
haben, aber ich werde keine direkte Verbindung mit der Verwaltung,
dem Besitz und dem Vermögen solcher Institutionen haben. Ich werde
solchen Institutionen von aussen meine volle spirituelle
Unterstützung geben, wenn sie zum Zweck der Verbreitung der reinen
heiligen Namen und Spiele von Nityananda, Gauranga und Krischna sind,
aber es wird mein vorrangiger Dienst bleiben, spirituelle Literatur
und Tonaufnahmen beizusteuern, um die heiligen Namen zu predigen.
Samstag, 20. September 2014
Srila Prabhupada über Buchverteilung, Teil 3
Ansprache in Los Angeles am 20. Juni 1975:
Ich selbst
habe keine Qualifikationen, ich habe nur versucht, meinen
spirituellen Meister zufriedenzustellen. Das ist alles. Mein Guru
sagte: “Wenn du zu Geld kommst, dann drucke Bücher.”
Es gab da
ein persönliches Treffen, ein Gespräch, einige meiner wichtigsten
Gottbrüder waren auch da. Das ganze war in Radha-Kund. Da sprach
mein verehrter spiritueller Meister zu mir: “Seit wir diesen
marmornen Bagh Bazaar Tempel haben, gibt es so viel Zwietracht, und
jeder denkt: Wer wird in diesem Zimmer wohnen, und wer in jenem?
Deshalb möchte ich diesen Tempel und den Marmor verkaufen, und
einige Bücher drucken.” Ja, so habe ich das aus seinem Munde
gehört, dass er von Büchern sehr begeistert ist. Und er hat mir
selbst persönlich gesagt: “Wenn du zu Geld kommst, dann drucke
Bücher.” Deshalb frage ich mit Nachdruck: “Wo sind die Bücher?
Wo sind die Bücher? Wo sind die Bücher?” Bitte helft mir. Das ist
mein Wunsch: Druckt so viele Bücher in so vielen Sprachen wie
möglich, und verteilt sie auf der ganzen Welt. Dann wird sich das
Krischna-Bewusstsein automatisch verbereiten.Schliesslich ist es meine erste Pflicht, Bücher über das Krischna-Bewusstsein zu veröffentlichen.
Drucke auf jeden Fall Bücher, verteile sie überall, das wird das beste Predigen sein. Was wird dein drei Minuten langes Predigen bewirken? Aber wenn sie ein Buch kaufen, könnte das ihr Leben verändern. Also mache das zu deiner wichtigen Aufgabe, unsere Bücher in französischer Sprache und anderen Sprachen zu drucken, und grossflächig zu verteilen, und das wird meinen spirituellen Meister erfreuen. Mach dir nichts draus, es braucht ein wenig Zeit, um voranzukommen, unser Vorgang ist langsam aber sicher, und wir sind überzeugt, dass wenn wir auf diese Weise fortfahren, wir eines Tages nach Hause gehen werden, zurück zu Gott.
Es erfreut mich zu sehen, dass unsere Literatur so grossflächig verteilt wird. Das war die Ursache der Zufriedenheit meines spirituellen Meisters. Er mochte es lieber, Bücher zu verteilen als Tempel zu bauen. Er hat mir persönlich geraten, Bücher zu drucken, falls ich etwas Geld habe.
Ich denke, es ermutigt die Gottgeweihten, welche die Bücher verteilen. Hier in Mayapur hat mein spiritueller Meister eine Zeitschrift gedruckt. Es wurde nur für einige paisa verkauft. Manchmal, wann immer ein Brahmacari nach Navadvip ging und ein paar wenige Exemplare verkauft hat, sah ich, dass mein Guru sehr zufrieden war. Auch wenn der Brahmacari kein sehr wichtiges Mitglied war, war mein Guru sehr, sehr zufrieden mit ihm. Er hat mich persönlich unterwiesen, dass Bücher wichtiger seien als grosse Tempel. In Radha Kund sagte er mir, dass es, weil wir den grossen Marmortempel in Bhag Bazaar bauten, so viele Schwierigkeiten gab. Unsere Leute waren eifersüchtig darauf, wer nun in welchem Zimmer wohnen sollte. Er dachte es wäre besser, all den Marmor wegzunehmen und zu verkaufen und Bücher zu drucken. Er hat mir das persönlich gesagt. Deshalb lege ich immer so viel Wert auf die Buchverteilung. Es ist besser als Kirtan. Es ist besser als Chanten. Natürlich sollte das Chanten nicht aufhören, aber Buchverteilung ist der beste Kirtan.
Wenn wir uns bemühen, und er ein Buch nach Hause nimmt, wird er eines Tages verstehen, was für ein wertvolles Wissen er erhalten hat. Es ist transzendentale Literatur.
Wenn ihr Bücher schreiben wollt, dann schreibt Bücher um den Herrn zu verherrlichen.
Na yad vacas citra-padam harer yasah.
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Prabhupada
Freitag, 5. September 2014
Srila Prabhupada über Buchverteilung, Teil 2
Erläuterung
zum Caitanya Caritamrita 12.8:
Srila
Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur wollte soviele Bücher wie möglich
drucken und sie in der ganzen Welt verteilen. Wir haben diesbezüglich
unser Bestes versucht, und wir erhalten Resultate die unsere
Erwartungen übertreffen.
Die
Mission von Caitanya
Der Herr
Caitanya Mahaprabhu wies Seine Schüler an, Bücher über die
Wissenschaft von Krischna zu schreiben, eine Aufgabe, welche
diejenigen, die Ihm nachfolgen, bis zum heutigen Tag weiterhin
ausführen.
Unterhaltung
vom 10. April 1977 in Bombay:
Prabhupada:
Ja. Ich chante. Wenn ich nicht schreibe, chante ich.
Selbstverständlich gibt es Ausnahmen. Was kann man gegen dieses
körperliche Hinderniss tun? Ansonsten chante ich, oder ich lese
Bücher, oder ich schreibe Bücher.
Brief an
Upendra, Los Angeles, 6. August 1970:
Diese
Dinge sind zu sehr eine ärgerliche Ablenkung für mich, ich möchte
nur Zeit finden, Bücher zu schreiben, um damit meinen spiritueller
Meister zufrieden zu stellen.
Srimad
Bhagavatam, 8.1, Zusammenfassung:
Ich
versuche ohne Unterlass Bücher zu veröffentlichen, wie es mein
spiritueller Meister vorgeschlagen hat … Weder bin ich ein grosser
Gelehrter noch ein grosser Gottgeweihter; ich bin nur ein demütiger
Diener meines spirituellen Meisters, und ich versuche ihn durch das
Veröffentlichen dieser Bücher so gut ich kann zu erfreuen, mit der
Unterstützung meiner Schüler in Amerika.
Erläuterung
zum Srimad Bhagavatam 10.2.31:
Deshalb
ist es die Pflicht des Acharyas, Bücher zu veröffentlichen, welche
den zukünftigen Interessenten helfen, die Praktik des Dienstes
anzunehmen und fähig zu werden, durch Gottes Gnade zurück nach
Hause zu Gott zu gelangen.
Prabhupada
am 21 Februar 1976 in Mayapur in einem Vortrag zum Erscheinungstag
von Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Gosvami Prabhupada:
Er (Srila
Bhaktisiddhanta) fuhr fort dass “es keine Notwendigkeit gibt, viele
Tempel zu errichten. Lieber veröffentlichen wir ein paar Bücher.”
So hat er das gesagt. Er sagte: “Wir haben diese unsere Gaudiya
Math in Ultadanga angefangen. Die Miete war sehr gering, und wenn wir
2 bis 250 Rupien auftreiben konnten, war das sehr gut und es ging
weiter. Aber seit dieser J.V. Datta uns diesen Marmorstein
Thakurabari gegeben hat, hat der Wettkampf zwischen den Schülern
zugenommen, und deshalb mag ich es nicht mehr. Lieber würde ich den
Marmor herausnehmen, verkaufen, und einige Bücher veröffentlichen.”
Diesen Punkt habe ich aufgegriffen, und er hat mich auch speziell
angewiesen, dass “wenn du zu Geld kommst, versuche Bücher zu
veröffentlichen”. Durch seine Segnung wurde es mit eurer Mitarbeit
zum Erfolg. Jetzt werden unsere Bücher auf der ganzen Welt verkauft,
und es ist ein sehr zufriedenstellender Verkauf. Deshalb versucht
euch an diesem speziellen Tag des Erscheinens von Bhaktisiddhanta
Sarasvati Thakur an seine Worte zu erinnern, dass er wollte, dass
viele Bücher über unsere Philosophie veröffentlicht werden, und
dass sie speziell der englischsprachigen Bevölkerung zugänglich
gemacht werden, weil Englisch jetzt die Weltsprache ist. Wir reisen
in der ganzen Welt umher. Überall sprechen wir Englisch und es wird
fast überall verstanden. Also verlange ich von meinen Schülern, die
mit mir zusammenarbeiten, an diesem besonderen Tag des Erscheinens
von Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur, ausdrücklich, zu versuchen,
möglichst viele Bücher herauszugeben und auf der ganzen Welt zu
verteilen. Dies wird sowohl Caitanya Mahaprabhu wie auch
Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur gefallen. Ich danke euch vielmals.
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Donnerstag, 21. August 2014
Srila Prabhupada über Buchverteilung
Brief
an Satsvarupa, Nellore, 5. Januar 1976:
Wenn
diese Buchverteilung richtig organisiert wird, mit viel Begeisterung
und Entschlossenheit, und wenn unsere Leute gleichzeitig spirituell
stark bleiben, wird die ganze Welt Krischna-bewusst werden.
Buchverteilung
ist wichtiger als Bildgestalten zu verehren (Srimad Bhagavatam
7.14.39):
Sri
Chaitanya Mahaprabhu hat mit Seinem persönlichen Beispiel gezeigt,
dass Er weder Bildgestalten noch Tempel errichtet hat, stattdessen
hat er die Sankirtan-Bewegung (Verbreitung des heiligen Namens)
eingeführt. Deshalb sollten Krischna-bewusste Prediger der
Sankirtan-Bewegung mehr Bedeutung zumessen, vor allem durch das
vermehrte Verteilen transzendentaler Literatur. Das wird der
Sankirtan-Bewegung helfen. Wann immer sich die Gelegenheit bietet,
die Bildgestalt zu verehren, können wir viele Zentren eröffnen,
aber im Allgemeinen sollten wir die Verteilung transzendentaler
Literatur als wichtiger erachten, weil dies effektiver ist, um die
Leute zum Krischna-Bewusstsein zu bringen.
Das
Geheimnis von Srila Prabhupadas Erfolg (Morgenspaziergang, 2. April
1974 in Bombay):
Prabhupada:
Ja. Krischna sagt: sarva-dharman parityajya (BG 18.66). Du machst ein
Praktikum... Mein spiritueller Meister hat mir verraten, dass ihm die
Veröffentlichung von Büchern besser gefällt, als das Errichten von
Tempeln ( Matha-mandira). Also hab ich das akzeptiert, und damit
begonnen, Bücher zu verlegen, und es wurde ein Erfolg. Karyam karma.
Ich hab es angenommen... ach ja, mein Meister möchte, dass Bücher
veröffentlicht werden. Also habe ich mich darauf konzentriert,
anstatt auf das Errichten von vielen Zentren, grossen Tempeln, dies
ist nicht meine erste Aufgabe. Meine allererste Aufgabe ist es,
Bücher zu schreiben. Deshalb mache ich das immer noch. Es geschieht
automatisch. Wahrscheinlich ist dies das Geheimnis meines Erfolgs.
Bei einem
Treffen mit dem Parlamentsabgeordneten Mr. Krishna Modi am 31. August
1976 in Delhi:
Krishna
Modi: Und was ist Ihr Programm?
Prabhupada:
Mein Programm ist Hare Krischna chanten und Bücher schreiben. Das
ist alles.
Donnerstag, 7. August 2014
Bücher schreiben und verteilen
Die
Bedeutung des Schreibens, Verlegens und Verbreitens von vedischer
Literatur
Frage:
Warum konzentrierst Du Dich mehr auf das Schreiben und Herausgeben
von Büchern, als auf das Bauen von Tempeln?
Antwort
von BR Sadhu Swami Gaurangapada:
Der
Grund dafür ist, dass es die Anweisung aller meiner vorangegangenen
Acharyas ist.
Srila
Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur: “Es gibt keinen bessere
Lobpreisung und Dienst für Gott (bhajana und seva) als das Predigen
durch das Schreiben.”
Es
ist sicherlich nicht gut, wenn man Bücher schreibt, nur um Geld zu
verdienen oder um des Ansehens Willen, aber Bücher zu schreiben und
sie zu veröffentlichen, damit die Menschen erleuchtet werden, ist
wirklicher Dienst am Herrn. Das war Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati
Thakurs Überzeugung und er hat seine Schüler ausdrücklich
angewiesen, Bücher zu schreiben. Tatsächlich zog er es vor, Bücher
herauszugeben, anstatt Tempel aufzubauen. Tempelbau ist für die
breite Masse und spirituelle Neulinge, aber die Tätigkeit von
fortgeschrittenen und ermächtigten Gottgeweihten ist es, Bücher zu
schreiben, sie zu veröffentlichen und überall zu verteilen. Gemäss
Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur ist Buchverteilung wie das
Spielen auf einer grossen Trommel. (Caitanya Caritamrita Madhya-Lila
19.132)
Ein
Sannyasi sollte nicht davon begeistert sein, Tempel zu bauen. Wir
können es im Leben von verschiedenen Acharyas der Linie von Sri
Caitanya Mahaprabhu sehen, dass sie nicht so sehr davon begeistert
waren, Tempel zu bauen. Wenn aber jemand kommt und seine Dienste
anbietet, wird derselbe zurückhaltende Acharya den Diener dazu
ermutigen, einen teuren Tempel zu bauen.
Ein
echter spiritueller Meister sollte also nicht selbst die
Verantwortung für den Tempelbau übernehmen, aber wenn jemand Geld
hat, und es im Dienst für Krischna ausgeben möchte, braucht ein
Acharya wie Rupa Goswami das Geld des Gottgeweihten, um einen schönen
und teuren Tempel zu bauen um damit dem Herrn zu dienen. Ein
spiritueller Meister muss vom Errichten von Tempelgebäuden im Namen
vom sogenannten spirituellen Fortschritt nicht sehr begeistert sein. Vielmehr sollte seine erste und wichtigste Aktivität das
Predigen sein. In diesem Zusammenhang empfiehlt Srila Bhaktisiddhanta
Sarasvati Thakur, dass ein spiritueller Meister Bücher drucken
sollte. Wenn jemand vermögend ist, sollte er, anstatt teure Tempel
zu bauen, sein Geld für das Veröffentlichen von anerkannten Büchern
in verschiedenen Sprachen ausgeben, um die Bewegung für
Krischnabewusstsein zu verbreiten.
Dienstag, 22. Juli 2014
Soll man die Bücher der Acharyas lesen?
Frage: Wo sagt Srila Prabhupada, dass wir die Bücher der früheren Acharyas lesen sollen? Ich dachte, dass es ausreicht, wenn man seine Bücher liest.
Antwort
von BR Sadhu Swami Gaurangapada:
In
der Einleitung zum Srimad Bhagavatam schreibt Srila Prabhupada:
“Viele
Geweihte vom Herrn Caitanya wie Srila Vrindavana dasa Thakur, Sri
Locana dasa Thakur, Srila Krishnadasa Kaviraja Gosvami, Sri
Kavikarnapura, Sri Prabodhananda Sarasvati, Sri Rupa Gosvami, Sri
Sanatana Gosvami, Sri Raghunatha Bhatta Gosvami, Sri Jiva Gosvami,
Sri Gopala Bhatta Gosvami, Sri Raghunatha dasa Gosvami; und auch im
gegenwärtigen Zeitalter während der letzten zweihundert Jahren: Sri
Visvanatha Cakravarti, Sri Baladeva Vidyabhushana, Sri Syamananda
Gosvami, Sri Narottama dasa Thakura, Sri Bhaktivinoda Thakura und
schliesslich Sri Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakura (unser
spiritueller Meister) und viele andere grosse und berühmte Gelehrte
und Gottgeweihte haben Bücher und mehrbändige literarische Werke
über das Leben und die Lehren des Herrn verfasst. Derartige Werke
gründen alle auf den überlieferten Schriften (sastras) wie den
Veden, Puranas, Upanishaden, dem Ramayana, dem Mahabharata und anderen
Geschichten und auf den von den Acharyas anerkannten Werken. Sie sind
in ihrer Zusammenstellung und Präsentation einzigartig und voll von
transzendentalem Wissen. Leider sind die Menschen dieser Welt immer
noch in Unkenntnis über diese Literatur, aber wenn diese meist in
Sanskrit oder Bengali verfassten Werke ans Licht kommen und denkenden
Menschen zugänglich gemacht würden, dann würde der Ruhm Indiens
und die Nachricht der Liebe diese düstere Welt überfluten, welche
hauptsächlich nach Friede und Wohlstand mittels zahlreicher
trügerischen Methoden trachtet, welche von den Acharyas der
Schülernachfolge nicht annerkannt werden.”
“Andere
falsche Gottgeweihte denken, dass das Studieren der Bücher früherer
Acharyas nicht empfehlenswert sei, so wie das Studium von trockener,
auf Erfahrung berufender Philosophie. Aber Srila Jiva Goswami, der
Nachfolger der früheren Acharyas, hat uns die Schlussfolgerungen der
Schriften in den sechs Thesen (Shat-sandarbhas) eingeschärft.
Falsche Geweihte, welche sehr wenig Wissen von solchen
Schlussfolgerungen haben, scheitern darin, reine Hingabe zu erlangen,
weil sie die günstigen Anweisungen der selbstverwirklichten
Gottgeweihten für den hingebungsvollen Dienst nicht annehmen. Solche
falsche Gottgeweihte sind wie Unpersönlichkeitsanhänger, welche
auch denken, hingebungsvoller Dienst sei nicht besser als gewöhnliche
fruchtbringende Tätigkeiten.” (Caitanya Caritamrita Adi-lila
2.117)
Amogha:
“Ich dachte, du sagtest, wir sollten die Bücher der
vorangegangenen Acharyas nicht lesen.”
Srila Prabhupada: “Nein, ihr sollt sie lesen.” (Morgenspaziergang am 13. Mai 1975 in Perth)
Srila Prabhupada: “Nein, ihr sollt sie lesen.” (Morgenspaziergang am 13. Mai 1975 in Perth)
“Ein
aufrichtiger Gottgeweihter muss sich deshalb darauf vorbereiten,
vedische Schriften wie die Upanishaden, den Vedanta und andere
Literatur der früheren Autoritäten oder Goswamis zum Nutzen seiner
Entwicklung zu hören. Ohne solche Schriften zu hören, kann man
keinen wahren Fortschritt erzielen. Und ohne das Hören und Befolgen
der Anweisungen, wird das Vorspielen des hingebungsvollen Dienstes
wertlos und deshalb zu einem Hindernis auf dem Pfad des
hingebungsvollen Dienstes. Deshalb sollte man das blosse
Zurschaustellen hingebungsvollen Dienstes sogleich zurückweisen,
wenn dieser Dienst nicht auf den Prinzipien von Hören (sruti),
Erinnern (smriti), und den Schriften (purana oder pancaratra) beruht. Ein
nicht autorisierter Geweihter sollte nie als ein reiner Gottgeweihter
angesehen werden. Durch das Verinnerlichen der Anleitungen der
vedischen Schriften kann man den all-durchdringenden Aspekt der
Persönlichkeit Gottes im eigenen Selbst immerfort sehen. Dies nennt
man Samadhi (Überseelen-Meditation).”
(Srila Prabhupada in der Erläuterung zum Srimad Bhagavatam 1.2.12)
(Srila Prabhupada in der Erläuterung zum Srimad Bhagavatam 1.2.12)
Donnerstag, 10. Juli 2014
Srila Bhaktisiddhanta Saraswati Thakur Prabhupada und andere Acharyas über das Chanten von Gauraanga
Frage:
Es wird doch nirgendwo behauptet, man solle Krischnas Name weniger
oft chanten als Gaurangas Name?
Antwort
von BR Sadhu Swami Gaurangapada:
Es
ist ausser Frage, dass ein heiliger Name weniger bedeutsam ist als
der andere, denn beide sind die Namen derselben Persönlichkeit
Gauranga Krischna. Wenn man aber die vergehensvolle Lage der Seelen
im Kalizeitalter in Betracht zieht, wird erwähnt, dass die Namen von
Nityananda Gauranga segensreicher sind.
Srila
Prabhupada schreibt in der Erläuterung zum Caitanya Caritamrita Adi
Lila 8.31: “Man sollte in diesem Zusammenhang zur Kenntnis nehmen,
dass die Heiligen Namen Sri Krischnas und Gaurasundaras beide mit der
höchsten Persönlichkeit Gottes identisch sind. Man sollte daher
nicht denken, der eine Name sei mächtiger als der andere. Doch im
Hinblick auf die Lage der Menschen im gegenwärtigen Zeitalter, ist
das Chanten von Sri Caitanya Mahaprabhus Namen wichtiger
als das Chanten des Hare Krischna Mahamantras; denn Sri Caitanya
Mahaprabhu ist die grossherzigste Inkarnation, und seine Gnade kann
sehr leicht erlangt werden.”
Beachte,
dass hier Srila Prabhupada deutlich feststellt, dass das Chanten von
Gaurangas Name wichtiger ist als das Chanten des Hare Krischna
Mahamantras.
Der
siebte Goswami Srila Sacchidananda Bhaktivinoda Thakura im
Navadvipa-dhama-mahatmya Kap 1:
kali
jivera aparadha asankhya durvara;
gauranga-nama vina tara nahika uddhara.
gauranga-nama vina tara nahika uddhara.
“Die
Vergehen und Sünden der Lebewesen im Kali-Yuga sind unbegrenzt und
unüberwindbar. Darum können die Seelen ohne das Chanten des
barmherzigsten Namens von Gauranga nie erlöst werden.”
ANUBHASHYA
ERLÄUTERUNG VON SRILA BHAKTISIDDHANTA SARASVATI THAKURA PRABHUPADA:
Bengali:
krsna-nama aparadhera vicara karena, gaura-nityanandera name
aparadhera vicara nai. aparadhi krsna-nama grahana karilei kakhanei
naam-phala (krsna-prema) labha karena na. aparadhi thaka-kaleu
gaura-nityanandera naam grahanakari naam karite karite aparadha
mocanante naam-phala labha karena. ihara vicara o siddhanta ei
je-gaura-nityanandera nikata krsna-vimukha sadhaka krsna unmukha
haibara janya gamana karena. ara sadhanasiddha, anarthamukta
krsnanmukera uccarya krsna-nama anarthayukta avasthaya kakhanei phala
(krsna-prema)pradana kare na. gaura-nityananda anarthayukta jivera
sevya-vastu haoyaya tahadera seva jivera krsnaseva apeksa adhiktara
prayojaniya. sadhaka siksara apraptite siddhabhimane krsna-namera
seva karite udyata haile tahara anarthaei asiya upasthita haya; kintu
nitai-gaurera bhajane siddhabhimanera chalana na rakhiya anarthayukta
avasthayeo jagadguru siksaka dvayera nikata upasthita haile tahara
tahadigake anarthamukta karaiya tanhadigera svayam-rupa o
svayam-prakasa svarupa uplabdhi karana. tahatei jivera
svarupa-jnanera udaya haya.
“Das
Hare Krischna Mahamantra berücksichtigt die Vergehen, während die
heiligen Namen von Nityananda und Gauranga keine Vergehen kennen. Ein
vergehensvoller Chanter wird nie die Frucht des Chantens (reine Liebe
zu Krischna) erreichen, indem er nur das Hare Krischna Mahamantra
chantet.”
DAS GRÖSSTE GEHEIMNIS:
Srila
Bhaktisiddhanta fährt fort: “Deshalb sollte er, solange er
Vergehen begeht, regelmässig die Namen von Nityananda und Gauranga
chanten, welches die wichtigsten Namen (Grahanakari-Nama) für den
Spiritualisten (Sadhaka) auf der Stufe des Chantens mit Vergehen
(Anartha-Yukta) sind. Durch das wiederholte Chanten (Karite Karite)
der Namen von Nityananda und Gauranga werden alle Vergehen zerstört,
und er wird sehr rasch die Frucht des Chantens, reine Liebe zu
Krischna, erlangen.”
Srila
Bhaktisiddhanta Prabhupada: ”Das philosophische Prinzip hinter
diesen Äusserungen ist folgendes: Der spirituelle Anwärter, welcher
Krischna abgeneigt ist, nähert sich Nityananda und Gauranga, um von
Krischna angezogen zu werden. Das Hare Krischna Mahamantra kann nur
von einem spirituellen Praktizierenden (Sadhaka), welcher sich auf
der vollkommenen Stufe (Sadhana-siddha) befindet, und frei ist von
allen unerwünschten Eigenschaften (Anarthas), richtig ausgesprochen
werden. Wenn Sadhakas, die voller Vergehen sind, nur das Mahamantra
chanten, wird das Mahamantra ihnen nie Liebe zu Krischna geben.”
“Deshalb
sind Nityananda und Gauranga und Ihre heiligen Namen die
verehrungswürdigsten Herrschaften für diejenigen Seelen, welche
voller Vergehen sind. Darum ist auch der Dienst gegenüber Ihren
Namen, heiligen Orten und Spielen sogar passender und segensreicher
für diese unglücklichen Seelen als der Dienst zu Krischna. Wenn der
Sadhaka ohne ausreichende Anweisungen, stolz von sich selbst denkt,
er sei auf der vollkommenen Stufe und versucht dem Hare Krischna
Mahamantra unmittelbaren Dienst zu erweisen, indem er es chantet,
ohne regelmässig die heiligen Namen von Nityananda und Gauranga zu
chanten, werden die zehn Vergehen sicher auftreten und seinen
Fortschritt zunichte machen. Andererseits, wenn der vergehensvolle
Sadhaka seinen Stolz aufgibt und aufhört zu denken, er sei auf der
vollkommenen Stufe, und auf diese Weise sich den Jagadgurus
Nityananda und Gauranga annähert, Sie verehrt und Ihre Anweisungen
befolgt, Ihre Spiele und Gottgeweihten annimmt, werden Sie ihn rasch
von seinen Vergehen befreien und mit der Verwirklichung Ihrer eigenen
Formen (Svarupas) von Svayam-Rupa (Gauranga) und Svayam-Prakasa
(Nityananda) belohnen. Dann wird die Seele ihre eigene, naturgegebene
Lage in der Beziehung zu Nityananda und Gauranga verstehen und so die
höchste Vollkommenheit erlangen.”
Bengali:
krsna-nama o gaura-nama,-ubhayei namira sahita abhinna. krsnke gaura
apeksa laghu va sankirna baliya janile, uhake avidyara karya baliya
janite haibe. prakrtapakse jivera prayojana-vicare sri
gaura-nityanandera naam grahanera upayogita adhiktara. sri
gaura-nityananda udara evam audaryera abhyantare madhura. krsnera
udarta-kevala mukta, siddha asritajana ganera upara;
gaura-nityanandera audarya-srote anarthayukta aparadhi jiva bhogamaya
aparadhera haste haite mukta haiya gaura-krsnera pada-padma labha
karena.
Srila
Bhaktisiddhanta Prabhupada: “Die Namen von Krischna und Gauranga
sind beide nicht verschieden von Gott. Diejenigen, welche denken,
Krischna sei auf irgend eine Art niedriger oder begrenzter als
Gauranga, befinden sich in völliger Unwissenheit.”
PRAYOJANA-VICARE-
NÜTZLICHER
Srila
Bhaktisiddhanta Prabhupada: “Aber aus praktischen (prayojana)
Überlegungen in Anbetracht des zu erwartenden Segens für die
gefallenen Seelen, ist das Chanten der Namen von Nityananda und
Gauranga für alle Lebewesen nützlicher und hilfreicher. Die Gnade
von Krischnas Name ist hauptsächlich nur für die befreiten und
vollkommenen Seelen, die Ihm völlig hingegeben sind. Aber die
Grossherzigkeit und Gnade von Nityanandas und Gaurangas Namen ist
speziell für die Seelen, welche voller Vergehen, unerwünschter
Eigenschaften (Anarthas) und Wünschen nach materieller
Sinnesbefriedigung sind.”
“Das
Chanten der Namen von Nityananda und Gauranga und Ihre Verehrung
befreit die Seele sehr rasch von allen Vergehen, und so kann diese
Seele bei den Lotusfüssen von Gauranga-Krischna Zuflucht nehmen.”
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Bhaktisiddhanta,
Bhaktivinoda,
Prabhupada
Montag, 23. Juni 2014
Bhaktivinod Thakur und Srila Prabhupada über das Chanten von Nityaananda und Gauraanga
Frage:
Hat Bhaktivinod Thakur wirklich gesagt, man solle Nityanandas und
Gaurangas Namen auf der Gebetskette chanten?
Ja,
hat er. Er hat das Chanten auf der Gebetskette des viersilbigen
Gauranga Mantrarajas (Gaura Gopala Mantra) ganz klar eingeführt und
autorisiert, und zwar in seinem Kommentar (Amrita Pravaha Bhashya)
zum Caitanya Caritamrita Antya-lila 2.31, wo wir nachlesen können,
dass Srila Shivananda Sena ohne Unterbruch das Gauranga Mantra
gechantet hat, weil es sein wichtigstes Mantra (Ishta-Mantra) war.
Solch ein Ishta-Mantra wird hauptsächlich auf der Gebetskette
gechantet.
Erläuterung
von Srila Bhaktivinod Thakur in seinem Amrita Pravaha Bhashya:
gaura-gopala-mantra
gauravadi gana 'gauranga' name catura-aksara gaura-mantra ke uddesya
karena;
kevala
krsnavadi gana ei gaura-gopala-mantra sabde radha-krsnera
catura-aksara-mantrake uddesya karena.
„Das
Folgende ist die Erklärung zum Gaura-Gopala Mantra. Die Nachfolger
des Herrn Gauranga nehmen 'Gauranga' als das viersilbige Mantra und
diejenigen, welche nur Krischnas Nachfolger sind, nehmen
'Radha-Krischna' als das Gaura-Gopala Mantra an. Die Gottgeweihten,
welche sowohl Gauranga wie auch Krischna nachfolgen, akzeptieren
beide als das Gaura-Gopala Mantra, weil sie verstehen, dass Sie nicht
verschieden voneinander sind.“
Srila
Prabhupada in der Erläuterung zum Caitanya Caritamrita Antya-lila
2.31:
“Verehrer
Sri Gaurasundaras nehmen die vier Silben gau-ra-an-ga als das
Gaura-mantra an, aber reine Verehrer von Radha und Krischna nehmen
die vier Silben ra-dha krish-na als das Gaura-gopala-mantra an. Da
aber für Vaishnavas zwischen Sri Caitanya Mahaprabhu und
Radha-Krischna kein Unterschied besteht (sri-krishna-caitanya
radha-krishna nahe anya), befindet sich jemand, der das Mantra
“Gauranga” und jemand, der die Namen von Radha und Krischna
chantet, auf der gleichen Ebene.”
Mittwoch, 11. Juni 2014
Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur Prabhupada über spirituelle Führung
Frage:
Also sollte man unter der Führung eines fortgeschrittenen Vaishnavas
sein?
Antwort:
Diese Führung kann auch indirekt (durch Vani) erfolgen, so wie von
Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Thakur Prabhupada beschrieben:
“Auch
wenn man in dieser Welt nicht viele Gottgeweihte aus der spirituellen
Welt trifft, so bestehen doch die Unterhaltungen und Spiele der
Geweihten aus der Zeit von Mahaprabhu für immer in der Form von
Büchern und Klang, und deshalb fühlen wir nicht so viel Schmerz
wegen materieller Schwierigkeiten. Wenn wir hier in Gemeinschaft mit
den Worten der spirituellen Welt leben, wird uns die Erinnerung
dieser Gemeinschaft von der materiellen Not fernhalten.”
Donnerstag, 5. Juni 2014
Website mit deutschen Übersetzungen
Nityaananda! Gauraanga! Hare Krischna!
Bitte nimmt meine Ehrerbietung an
Frühere Übersetzungen auf Deutsch findet ihr hier:
http://nitaigaurnam.org/german/
Haribol
Bitte nimmt meine Ehrerbietung an

Frühere Übersetzungen auf Deutsch findet ihr hier:
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